(openPR) Digitale Resilienz oder Kontrollverlust – warum Informationssicherheit jetzt zur Führungsaufgabe wird
Viele Banken haben in den vergangenen Jahren umfangreiche Informationssicherheitsstrukturen aufgebaut. Richtlinien existieren, Risikoanalysen werden durchgeführt und Sicherheitsmaßnahmen dokumentiert. Doch genau hier liegt ein wachsendes Problem: Die tatsächliche Wirksamkeit dieser Strukturen wird zunehmend infrage gestellt. Aufsichtliche Prüfungen zeigen immer häufiger, dass Informationssicherheits- und IKT-Risikomanagement zwar formal vorhanden sind, aber in der praktischen Steuerung oft zu wenig Wirkung entfalten.
Die Ursachen sind vielfältig. In vielen Instituten existieren parallele Sicherheitsprozesse, die nicht sauber miteinander verzahnt sind. Informationssicherheit, IKT-Risikomanagement, Auslagerungssteuerung und Notfallmanagement arbeiten mit unterschiedlichen Bewertungslogiken und Kontrollansätzen. Dadurch entstehen umfangreiche Dokumentationen, aber kein konsistentes Gesamtbild der tatsächlichen IKT-Risiken. Besonders kritisch wird dies bei komplexen IT-Architekturen, Cloud-Abhängigkeiten oder stark ausgelagerten IT-Leistungen.
Ein weiteres Problem liegt in der fehlenden Integration der Sicherheitssteuerung in die Gesamtbankorganisation. Informationssicherheit wird noch immer häufig als technisches Spezialthema betrachtet, obwohl ihre Auswirkungen längst strategische Dimensionen erreicht haben. Cyberangriffe, Systemausfälle oder Datenmanipulation können innerhalb kürzester Zeit zentrale Geschäftsprozesse lahmlegen. Ohne klare Verantwortlichkeiten und belastbare Kontrollstrukturen entsteht ein Risiko, das weit über die IT hinausreicht.
Gleichzeitig steigen die regulatorischen Erwartungen deutlich. Die Aufsicht verlangt eine nachvollziehbare Identifikation von IKT-Risiken, belastbare Kontrollmechanismen und eine klare Einbindung der drei Verteidigungslinien. Besonders im Fokus stehen dabei die Rolle des Leitungsorgans, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie die systematische Bewertung von Bedrohungen und Schwachstellen. Viele Institute stellen fest, dass ihre bisherigen Governance-Strukturen diesen Anforderungen nur teilweise gerecht werden.
Das Online-Seminar „DORA Spezial: Informationssicherheit & IKT-Risikomanagement“ am 7. Mai 2026 greift genau diese Herausforderungen auf.
Mike Bona-Stecki, Leiter Informationssicherheit und Business Continuity Management sowie stv. DOR-Beauftragter der DekaBank beschreibt, wie Institute mithilfe der Strukturanalyse und der Schutzbedarfsfeststellung zum Sollmaßnahmenkatalog und einem höheren Informationssicherheitsniveau kommen können. Er geht zudem auf die erweiterten Anforderungen an IT-Auslagerungen (DORA, MaRisk, AI-Act), IKT-Drittdienstleistungen (DORA) und Cyber-Security aus dem Blickwinkel der Informationssicherheit ein.
Stephan Wirth, Informationssicherheits- und Datenschutzbeauftragter der NRW.BANK berichtet zu den verschärften Anforderungen aus DORA an die Informationssicherheit und Informationsrisikomanagement im Spannungsfeld zwischen Regulatorik und Praxis. Er geht umfassend auf die neuen Pflichten des Informationssicherheitsbeauftragten (ISB) und Einführung der IKT-Risikokontrollfunktion nach DORA ein.
Im Mittelpunkt stehen die systematische Einordnung der regulatorischen Anforderungen, die wirksame Integration von Informationssicherheitsmanagement und IKT-Risikosteuerung sowie die praktische Umsetzung belastbarer Governance- und Kontrollstrukturen. Teilnehmende erhalten konkrete Ansätze, um Sicherheitsprozesse stärker zu verzahnen, Risiken transparenter zu machen und regulatorische Erwartungen prüfungssicher umzusetzen.
Die zentrale Erkenntnis: Informationssicherheit ist längst kein IT-Detail mehr – sie entscheidet über Stabilität, Vertrauen und Steuerungsfähigkeit von Banken. Dieses Seminar zeigt, wie Institute ihre Sicherheits- und Risikostrukturen so ausrichten, dass sie den wachsenden regulatorischen Anforderungen tatsächlich standhalten.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/dora-spezial-informationssicherheit-und-ikt-risikomanagement













