(openPR) IKT-Risikomanagement unter Druck – warum viele Banken ihre digitale Resilienz oft überschätzen
Viele Banken wähnen sich im IT-Risikomanagement gut aufgestellt. Prozesse sind dokumentiert, Verantwortlichkeiten definiert, Maßnahmen beschlossen. Doch Prüfungen und reale (Cyber-)Vorfälle zeigen ein anderes Bild: IKT-Risiken werden häufig isoliert betrachtet, Restrisiken nicht transparent gemacht und Abhängigkeiten unterschätzt. Informationssicherheit, Notfallmanagement, Vorfallssteuerung und Dienstleisterkontrolle laufen nebeneinander her – statt als integriertes System zu funktionieren. Genau diese Brüche machen Institute im Ernstfall verwundbar.
Besonders kritisch ist die operative Umsetzung. Risiken werden zwar identifiziert, aber nicht priorisiert. Maßnahmen verlieren sich im Tagesgeschäft, Wirksamkeitskontrollen bleiben oberflächlich. Kommt es zu einem Sicherheitsvorfall oder Systemausfall, fehlt oft die Klarheit: Handelt es sich um eine Störung, einen meldepflichtigen Vorfall oder eine Krise? Wer entscheidet, wer steuert, wer kommuniziert? Zeitverluste und Eskalationen sind die Folge – mit erheblichen finanziellen und reputativen Schäden.
Auch das Business Continuity Management (BCM) bleibt häufig hinter den Anforderungen zurück. Business Impact Analysen sind zu grob, Wiederanlaufzeiten unrealistisch, Tests wenig aussagekräftig. Externe Dienstleister werden zwar eingebunden, ihre tatsächliche Resilienz aber selten kritisch hinterfragt. Gerade dort, wo Abhängigkeiten besonders hoch sind, fehlt es an Transparenz und Steuerungsfähigkeit.
Das zweitägige Fachseminar „DORA-konformes IKT-Risikomanagement“ am 4. und 5. Februar 2026 setzt genau hier an.
Der Referent Mike Bona-Stecki (DekaBank) zeigt aus langjähriger Praxis, wie ein integriertes IKT-Risikomanagement aufgebaut wird, das nicht nur formalen Anforderungen genügt, sondern im Ernstfall trägt. Im Fokus stehen belastbare Schutzbedarfsanalysen, realistische Risikomodelle, wirksame Verzahnung von Informationssicherheit, BCM und Vorfallsmanagement sowie der strukturierte Umgang mit Dienstleisterrisiken.
Die Teilnehmenden erfahren, wie Risiken priorisiert werden, ohne Komplexität zu erzeugen, wie Restrisiken transparent gemacht werden und wie das Management entscheidungsrelevante Informationen erhält. Ziel ist ein Risikomanagement, das nicht beruhigt, sondern steuert.
Die zentrale Botschaft: IKT-Risikomanagement entscheidet über die Handlungsfähigkeit eines Instituts. Wer Risiken nur dokumentiert, wird im Ernstfall überrascht. Dieses Seminar zeigt, wie digitale Resilienz realistisch eingeschätzt und nachhaltig gestärkt wird.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/dora-konformes-ikt-risikomanagement














