(openPR) Operationalisierung des neuer IKT-Risikomanagement-Rahmens nach DORA in den Bank- und IKT-Risiko-Prozessen
IKT-Risiken werden erfasst, dokumentiert und berichtet – doch genau hier beginnt das Problem. In vielen Banken fehlt ein klar strukturierter, durchgängiger IKT-Risikomanagementrahmen. Anforderungen aus DORA werden isoliert interpretiert, bestehende MaRisk- und IKT-Risiko-Strukturen nicht konsistent weiterentwickelt und regulatorische Ebenen nicht sauber eingeordnet. Die Folge: Dokumentationen wachsen, aber Steuerungswirkung entsteht nicht. Prüfungen zeigen zunehmend, dass Institute weder die Zielsetzung von DORA vollständig verstanden noch in eine belastbare Governance- und Kontrollstruktur überführt haben.
Besonders kritisch ist die fehlende Systematik. Viele Häuser tun sich schwer, die regulatorischen Anforderungen aus DORA – insbesondere aus Kapitel II – strukturiert zu erfassen und mit bestehenden Regelwerken und Prozessen zu verzahnen. Unterschiede zwischen europäischen Vorgaben, nationalen Umsetzungshinweisen und etablierten Standards bleiben unklar. Gleichzeitig werden Dokumentationsanforderungen nicht konsistent erfüllt, Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig zugeordnet und Kontrollmechanismen greifen nicht ineinander. Damit entstehen Lücken, die sich direkt auf die tatsächliche Steuerungsfähigkeit auswirken und somit zu Prüfungsfeststellungen führen.
Hinzu kommt ein zentrales Umsetzungsdefizit: Bestehende Systeme werden nicht gezielt weiterentwickelt, sondern parallel ergänzt. Statt einer integrierten Architektur entstehen fragmentierte Lösungen, die weder effizient noch prüfungssicher sind. Die Einbindung des Leitungsorgans, der IKT-Risikokontrollfunktion und der drei Verteidigungslinien bleibt häufig unklar. Gleichzeitig werden etablierte Standards wie ISO 27002 oder IT-Grundschutz nicht konsequent genutzt, um eine strukturierte und anschlussfähige Umsetzung sicherzustellen.
Das Online-Seminar „Neuer IKT-Risikomanagement-Rahmen nach DORA“ am 11. September 2026 setzt genau an diesen Schwachstellen an und zeigt, wie Institute einen konsistenten und prüfungssicheren Rahmen aufbauen können. Im Fokus stehen konkrete Ansätze zur systematischen Einordnung der regulatorischen Anforderungen, zur Verzahnung von DORA mit bestehenden Vorgaben aus ISO-Standards, EBA-Leitlinien und MaRisk sowie zur strukturierten Umsetzung mithilfe etablierter Standards. Darüber hinaus wird vermittelt, wie Verantwortlichkeiten klar definiert, Kontrollmechanismen wirksam integriert bzw. operationalisiert und Dokumentationsanforderungen effizient erfüllt werden.
Florian Kertscher, Senior Expert IT-Compliance bei der FinPlanet, zeigt, wie Institute einen DORA-konformen IKT-Risikomanagementrahmen entlang der regulatorischen Ebenen aufbauen und operationalisieren, Anforderungen aus Kapitel II strukturiert ableiten und mit bestehenden Governance-, Kontroll- und Dokumentationsstrukturen sowie Standards wie ISO 27002 und IT-Grundschutz wirksam verzahnen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen damit konkrete Lösungsansätze für eine konsistente und belastbare IKT-Risikosteuerung. Teilnehmer erhalten praxisnahe Impulse, um regulatorische Anforderungen nicht nur zu interpretieren, sondern in funktionierende Steuerungs- und Kontrollprozesse zu überführen.
Die zentrale Botschaft: Ohne klaren Rahmen bleibt IKT-Risikomanagement Stückwerk. Banken, die ihre DORA-Anforderungen nicht systematisch strukturieren und integrieren, schaffen Komplexität statt Resilienz – und genau das wird im Prüfungsfall sichtbar.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/neuer-ikt-risikomanagement-rahmen-nach-dora













