openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Geldwäscheprävention: EU-AML-VO verändert Anforderungen an Compliance und Risikomanagement

(openPR) Mit der EU-AML-Verordnung (EU-AML-VO), der 6. EU-Geldwäsche-Richtlinie sowie den dazugehörigen technischen Standards verändern sich die regulatorischen Rahmenbedingungen der Geldwäscheprävention grundlegend. Für Verpflichtete entstehen daraus konkrete Anpassungsbedarfe bei Governance, Risikoanalyse, KYC-Prozessen, Verdachtsmeldungen sowie Screening und Monitoring. Hinzu kommen Entwicklungen in der Verwaltungspraxis von BaFin und Financial Intelligence Unit (FIU), die für die praktische Umsetzung von Bedeutung sind. Der Winterlehrgang Geldwäscheprävention der Akademie Heidelberg am 28. und 29. Januar 2027 in München greift diese Entwicklungen auf.

EU-AML-VO stellt bestehende Prozesse auf den Prüfstand

Ein Schwerpunkt der aktuellen regulatorischen Entwicklung liegt auf der EU-AML-VO und der 6. EU-Geldwäsche-Richtlinie. Betroffen sind unter anderem Governance-Strukturen, die Ausgestaltung der Risikoanalyse und die geldwäscherechtlichen Sorgfaltspflichten. Auch bei der Feststellung und Verifizierung wirtschaftlich Berechtigter sowie bei Verdachtsmeldungen ergeben sich neue beziehungsweise veränderte Anforderungen.

Für Unternehmen bedeutet dies, bestehende Prozesse systematisch auf Anpassungsbedarf zu untersuchen. Zu berücksichtigen sind beispielsweise die Risikobewertung von Geschäftsbeziehungen, die zur Identifizierung erforderlichen Daten, deren Verifizierung und Aktualisierung sowie Änderungen bei verstärkten Sorgfaltspflichten. Auch Bestandskundendaten können im Zuge der Umsetzung der EU-AML-VO überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden müssen.

FIU- und BaFin-Praxis beeinflussen die Geldwäscheprävention

Neben dem europäischen Rechtsrahmen gewinnen Entwicklungen im Verdachtsmeldewesen und in der Verwaltungspraxis an Bedeutung. Dazu zählen aktuelle Typologien, gesetzliche Änderungen im Zusammenhang mit der risikobasierten Arbeitsweise der FIU und die GwG-Meldeverordnung. Auch die Rechtsprechung zu Kontensperrungen aufgrund von Verdachtsmeldungen ist für Verpflichtete relevant.

Die BaFin-Verwaltungspraxis richtet den Blick unter anderem auf Risiken wie Loan Fronting, den Handel und Transfer von Kryptowerten sowie Hawala Banking. Weitere Themen sind Terrorismusfinanzierung, mögliche Umgehungsgeschäfte, das aktualisierte Negativtypologiepapier und erweiterte Anforderungen an die Risikoanalyse. Damit wird Geldwäscheprävention zunehmend zu einer Querschnittsaufgabe, bei der regulatorische Vorgaben, Risikomanagement und operative Prozesse ineinandergreifen.

Inhalte des Winterlehrgangs Geldwäscheprävention

Der zweitägige Lehrgang ordnet die regulatorischen Entwicklungen ein und behandelt deren Auswirkungen auf die Unternehmenspraxis. Zu den fachlichen Schwerpunkten gehören:

  • EU-AML-VO, RTS/ITS und 6. EU-Geldwäsche-Richtlinie
  • Governance, Risikoanalyse und KYC-Anforderungen
  • wirtschaftlich Berechtigte sowie Sorgfaltspflichten
  • Verdachtsmeldungen, Kontensperrungen und Haftungsfragen
  • aktuelle FIU- und BaFin-Verwaltungspraxis
  • Sanktionen und Typologien der Sanktionsumgehung
  • Terrorismusfinanzierung und aktuelle Risikotypologien
  • Screening, Monitoring und Prüfungsschwerpunkte
  • Einsatz von KI und Machine Learning in KYC und Geldwäscheprävention
  • Anforderungen des EU AI Acts im entsprechenden Anwendungskontext

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Umsetzungsprojekte zur EU-AML-VO strukturiert werden können und welche Maßnahmen- und Umsetzungspläne hierfür erforderlich sind.

Relevanz für Geldwäschebeauftragte, Compliance und Revision

Die regulatorischen Veränderungen betreffen insbesondere Geldwäschebeauftragte und deren Stellvertretungen sowie Mitarbeitende aus AML-Einheiten, Zentraler Stelle, Compliance, Revision, Recht, Finanzbetrug, Zahlungsverkehr und Organisation. Relevant sind die Entwicklungen außerdem für verantwortliche Marktbereiche, Geschäftsleitungen sowie Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer, die mit geldwäscherechtlichen und aufsichtsrechtlichen Fragestellungen befasst sind.

Für diese Funktionen besteht die Herausforderung darin, europäische Vorgaben, nationale Regelungen und die Verwaltungspraxis in konsistente interne Prozesse zu überführen. Risikoanalyse, Kundensorgfaltspflichten, Verdachtsmeldewesen und Sanktionen müssen dabei nicht isoliert, sondern im Zusammenhang betrachtet werden.

Referenten und Termin

Rechtsanwalt Dr. Ulrich L. Göres, Managing Partner der TURN Advisory GmbH, berät Finanzinstitutionen, Versicherungen, FinTechs und Unternehmen unter anderem zu Governance, Compliance, Sanktionen und der Prävention von Finanzkriminalität. Seine berufliche Erfahrung umfasst leitende Funktionen im Bereich Geldwäscheprävention und Financial Crime Risk Management bei internationalen Banken.

Matthias Schmidt ist Bereichsvorstand Compliance, AML & Fraud Prevention bei flatexDEGIRO SE beziehungsweise flatexDEGIRO Bank SE. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in den Bereichen Compliance, Geldwäschebekämpfung und Betrugsprävention sowie in der strategischen und operativen Ausgestaltung entsprechender Strukturen.

Der Winterlehrgang Geldwäscheprävention – Umsetzungen der aktuellen Entwicklungen in der Praxis findet am 28. und 29. Januar 2027 in München statt. Weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/winterlehrgang-geldwaeschepraevention

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1321429
 252

Pressebericht „Geldwäscheprävention: EU-AML-VO verändert Anforderungen an Compliance und Risikomanagement“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von AH Akademie für Fortbildung Heidelberg GmbH

Bild: ESG-Kriterien in der Sanierung und dem Sanierungskonzept am 28.10.2026
ESG-Kriterien in der Sanierung und dem Sanierungskonzept am 28.10.2026
Die Bedeutung der ESG-Kriterien – Environmental, Social und Governance – nimmt auch in der Unternehmenssanierung und Restrukturierung weiter zu. Welche Auswirkungen ESG-Faktoren auf Geschäftsmodelle, Sanierungsprozesse und die Qualität von Sanierungskonzepten haben, steht im Mittelpunkt eines Seminars der Akademie Heidelberg am 28. Oktober 2026. Im Seminar erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie ESG-Kriterien bei der Beurteilung und Begleitung von Unternehmen in der Krise berücksichtigt werden können. Im Fokus stehen dabei die Auswi…
Bild: KI-Patente: Erteilung und Durchsetzung
KI-Patente: Erteilung und Durchsetzung
KI-Patente: Erteilung und Durchsetzung bei KI-basierten Erfindungen Künstliche Intelligenz stellt Unternehmen und ihre rechtlichen Berater vor besondere patentrechtliche Fragen. Bei KI-basierten technischen Lösungen geht es nicht nur darum, ob und unter welchen Voraussetzungen Patentschutz erreicht werden kann. Für die Praxis ist ebenso entscheidend, wie eine mögliche Patentverletzung festgestellt, nachgewiesen und gerichtlich durchgesetzt werden kann. Das Online-Seminar „KI-Patente: Erteilung und Durchsetzung“ der Akademie Heidelberg behand…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Auslagerung geldwäscherelevanter Funktionen: Seminar zu regulatorischen Anforderungen und Risikomanagement
Auslagerung geldwäscherelevanter Funktionen: Seminar zu regulatorischen Anforderungen und Risikomanagement
… auslagernden Institut.Herausforderungen bei Risikobewertung und UmsetzungDie praktische Umsetzung der Auslagerung geldwäscherelevanter Funktionen erfordert eine enge Verzahnung von Geldwäscheprävention und Auslagerungsmanagement.Es ergeben sich häufig Schnittstellenprobleme zwischen den Fachbereichen, da sowohl die Bewertung von Geldwäscherisiken als …
Bild: Geldwäsche-Risikoanalyse im neuen EU-Rahmen: Lehrgang zu AML-Regulatorik und Risikobewertung
Geldwäsche-Risikoanalyse im neuen EU-Rahmen: Lehrgang zu AML-Regulatorik und Risikobewertung
Mit dem EU-AML-Package und der geplanten AML-Verordnung (AML-VO) stehen Finanzinstitute und Verpflichtete vor weitreichenden Veränderungen in der Geldwäscheprävention. Insbesondere die Anforderungen an die Geldwäsche-Risikoanalyse im neuen EU-Rahmen werden deutlich ausgeweitet und stärker harmonisiert. Neben nationalen Vorgaben nach dem Geldwäschegesetz …
Bild: Praxisforum Geldwäsche für Versicherer 2026: Anforderungen der AML-VO und aktuelle Entwicklungen
Praxisforum Geldwäsche für Versicherer 2026: Anforderungen der AML-VO und aktuelle Entwicklungen
Die Einführung der AML-VO führt zu einer stärkeren Harmonisierung der Geldwäscheprävention innerhalb der EU. Für Versicherungsunternehmen ergeben sich daraus konkrete Anforderungen, etwa bei der Kundenidentifizierung, der kontinuierlichen Überwachung sowie der Dokumentation von Geschäftsbeziehungen.Zudem gewinnen Themen wie Finanzsanktionen, Embargos …
Bild: Sommerlehrgang Geldwäscheprävention: Umsetzung aktueller EU-Vorgaben in der Praxis
Sommerlehrgang Geldwäscheprävention: Umsetzung aktueller EU-Vorgaben in der Praxis
Die regulatorischen Anforderungen an die Geldwäscheprävention befinden sich in einer Phase grundlegender Veränderung. Mit der EU-AML-Verordnung, der 6. EU-Geldwäscherichtlinie sowie ergänzenden Vorgaben nationaler Aufsichtsbehörden entstehen neue Pflichten für Unternehmen und Finanzinstitutionen. Diese Entwicklungen betreffen insbesondere das Risikomanagement, …
Bild: EU-AML-Verordnung: Intensiv-Seminar bereitet Unternehmen auf die neuen Geldwäschevorgaben vor
EU-AML-Verordnung: Intensiv-Seminar bereitet Unternehmen auf die neuen Geldwäschevorgaben vor
… Sorgfaltspflichten und den Auswirkungen auf Compliance, Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen.Die neue EU-AML-Verordnung (EU-AML-VO) wird die Anforderungen an die Geldwäscheprävention in Europa grundlegend verändern. Unternehmen, Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen müssen sich frühzeitig mit den neuen regulatorischen Vorgaben auseinandersetzen, …
Bild: EU-AML/KYC: Seminar zur Umsetzung des 6. EU-AML-Pakets und neuer KYC-Anforderungen
EU-AML/KYC: Seminar zur Umsetzung des 6. EU-AML-Pakets und neuer KYC-Anforderungen
Mit dem 6. EU-AML-Paket entstehen für Unternehmen und Finanzinstitute umfangreiche neue Anforderungen in den Bereichen Geldwäscheprävention, Know Your Customer (KYC) und Compliance. Die europäische Regulierung zielt darauf ab, die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung weiter zu harmonisieren und gleichzeitig die Anforderungen an Governance, …
Bild: EU-AML-Verordnung: Intensiv-Seminar zu neuen Pflichten und praktischen Auswirkungen
EU-AML-Verordnung: Intensiv-Seminar zu neuen Pflichten und praktischen Auswirkungen
… was auf Verpflichtete durch die EU-AML-VO zukommtMit der neuen EU-Geldwäscheverordnung (EU-AML-VO) steht Unternehmen und Verpflichteten ein tiefgreifender Wandel im Bereich der Geldwäscheprävention bevor. Um Fach- und Führungskräfte frühzeitig und praxisnah auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten, findet am 24. März 2026 ein umfassendes Online-Intensiv-Seminar …
Bild: Kundensorgfaltsmaßnahmen nach der AML-VO: Neue Anforderungen für die Geldwäscheprävention
Kundensorgfaltsmaßnahmen nach der AML-VO: Neue Anforderungen für die Geldwäscheprävention
… Sorgfaltsmaßnahmen innerhalb der Europäischen Union umfassend harmonisiert und präzisiert. Für Unternehmen des Finanzsektors sowie weitere Verpflichtete im Bereich der Geldwäscheprävention ergeben sich daraus zahlreiche neue Pflichten bei der Identifizierung und Überwachung von Kunden, wirtschaftlichen Eigentümern sowie politisch exponierten Personen …
Bild: Update Geldwäscheprävention speziell für Versicherer: Seminar zu EU-AML-VO und neuen Compliance-Anforderungen
Update Geldwäscheprävention speziell für Versicherer: Seminar zu EU-AML-VO und neuen Compliance-Anforderungen
Die regulatorischen Anforderungen an die Geldwäscheprävention entwickeln sich für Versicherungsunternehmen dynamisch weiter. Mit dem EU-Geldwäschepaket, neuen technischen Regulierungsstandards sowie den künftigen Vorgaben rund um die Anti-Money Laundering Authority (AMLA) verändern sich Prozesse, Dokumentationspflichten und Anforderungen an Risikomanagement, …
Bild: Neue EU-AML-Verordnung: Online-Fortbildung  bereitet Fachkräfte auf Geldwäschevorgaben vor
Neue EU-AML-Verordnung: Online-Fortbildung bereitet Fachkräfte auf Geldwäschevorgaben vor
… der Einführung der neuen EU-AML-Verordnung (Anti-Money Laundering Regulation, kurz EU-AML-VO) steht der Finanzsektor vor einem der größten Umbrüche im europäischen Geldwäschepräventionsrecht seit über einem Jahrzehnt. Die Akademie Heidelberg reagiert auf diese tiefgreifenden Veränderungen mit einer praxisorientierten Fortbildung zum Thema „Die EU-AML-Verordnung …
Sie lesen gerade: Geldwäscheprävention: EU-AML-VO verändert Anforderungen an Compliance und Risikomanagement