(openPR) Anlässlich des Welt-Adipositas-Tages zieht die AdipositasHilfe Deutschland eine bittere Bilanz nach dem CDU-Bundesparteitag in Stuttgart. Die dortige Ablehnung einer Herstellerabgabe auf Süßgetränke mit dem Verweis auf „Eigenverantwortung“ und „Aufklärung“ zeugt von einer gefährlichen Realitätsverweigerung in der Gesundheitspolitik.
„Wer heute immer noch glaubt, eine chronische Erkrankung wie Adipositas mit Broschüren und Appellen an die Disziplin besiegen zu können, ignoriert die medizinische Evidenz“, erklärt Michael Wirtz. „Während die CDU Verhältnisprävention als 'Bevormundung' abkanzelt, lässt sie Millionen Betroffene in einer unsichtbaren Versorgungswüste allein.“
Die zentralen Kritikpunkte zum Welt-Adipositas-Tag:
- Der „Stuttgarter Beschluss“ zementiert Fehlstrukturen: Die Blockade der Zuckersteuer schützt die Industrie, nicht die Patienten.
- Gaps in Care – Das unsichtbare Versagen: Die CDU betont die Eigenverantwortung, schweigt aber zu den eklatanten Versorgungslücken. Das DMP Adipositas existiert nur auf dem Papier. Es fehlen Verträge, sodass Patienten trotz Diagnose keine strukturierte Behandlung erhalten.
- Stoppt Medical Gaslighting: Die politische Rhetorik der „reinen Aufklärung“ befeuert die Stigmatisierung. Wenn die Politik suggeriert, man müsse es nur besser wissen, legitimiert dies das Abwerten von Symptomen in der Arztpraxis. Patienten werden oft nicht ernst genommen, sondern auf ihr Gewicht reduziert – ein systemisches Problem, das durch den Fokus auf „Eigenverantwortung“ verschärft wird.
Wir fordern die Union auf: Beenden Sie die reine Symptombekämpfung von Folgeerkrankungen und schließen Sie endlich die Versorgungslücken in der Adipositas-Therapie!
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