openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Nachhaltigere Materialien für die Textilindustrie

10.06.202513:35 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Faserbasierte Produkte und Textilien tragen in ihrem gesamten Lebenszyklus erheblich zu den durch den Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen, dem Ressourcenverbrauch und der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik bei. Um diese Probleme anzugehen, haben sich Forschende der Universität Konstanz, der RWTH Aachen und des Deutschen Instituts für Textil- und Fasertechnik Denkendorf zu dem Kooperationsprojekt „Textile Materials Designed for Circularity“ (kurz: „teXirc“) zusammengefunden. Die VolkswagenStiftung unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Förderinitiative „Circularity with recycled and biogenic resources“ mit insgesamt 1,4 Millionen Euro.

„Ein großes Hindernis bei der Lösung der Probleme der Faser- und Textilindustrie in Zusammenhang mit den Belastungsgrenzen unseres Planeten besteht darin, dass die heute etablierten Fasermaterialien nicht für die Kreislaufwirtschaft konzipiert wurden“, so Stefan Mecking, Professor für Chemische Materialwissenschaften am Fachbereich Chemie der Universität Konstanz und Koordinator von teXirc.

Vom Labor zum Prototypen
In ihrem Kooperationsprojekt werden die Forschenden daher neuartige synthetische Fasern und Textilien auf Basis nachhaltiger Rohstoffe entwickeln, die im industriellen Maßstab herstellbar, leicht zu verarbeiten und unter milden technischen Bedingungen in einem geschlossenen Kreislauf recyclebar sind. Anders als die herkömmlichen Materialien sollen die neuen Fasern und Textilien außerdem gut abbaubar sein – für den Fall, dass sie freigesetzt werden. Bei Textilien passiert das zum Beispiel durch den allgegenwärtigen Abrieb von Fasern beim Waschen.

„Wir setzen dabei auf Materialien mit einer Polyethylen-ähnlichen Kristallinität, in die wir in geringer Dichte funktionelle Gruppen einbauen, die eine Art molekulare Sollbruchstelle darstellen. Dadurch können die langen Kohlenstoffketten, aus denen Kunststoffe und synthetische Fasern bestehen, sehr effektiv enzymatisch aufgebrochen werden – zum Beispiel im Zuge von Recyclingverfahren“, so Mecking. Ziel von teXirc ist es, diese Materialien und Recyclingverfahren bis zur skalierbaren Prototypenreife weiterzuentwickeln, sodass sie anschließend in erste Produkte umgesetzt werden können.

Faktenübersicht:
• Das Projekt „Textile Materials Designed for Circularity“ („teXirc“) erhält im Rahmen der Förderinitiative „Circularity with recycled and biogenic resources“ 1,4 Millionen Euro Förderung von der VolkswagenStiftung.
• Projektziel: Entwicklung besser recyclebarer synthetischer Fasern und Textilien auf Basis erneuerbarer und nachhaltiger Rohstoffe bis zur Prototypenreife
• Projektbeteiligte:
o Prof. Stefan Mecking, Fachbereich Chemie der Universität Konstanz
o Prof. Ulrich Schwaneberg, Fachgruppe Biologie der RWTH Aachen
o Prof. Michael Buchmeister, Deutsches Institut für Textil- und Fasertechnik Denkendorf

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1285268
 475

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Nachhaltigere Materialien für die Textilindustrie “ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: VR, Robotik und Eye-Tracking: Innovations-Labor der DHBW VS bietet KI-Kompetenz und technologische Innovationskraft Bild: VR, Robotik und Eye-Tracking: Innovations-Labor der DHBW VS bietet KI-Kompetenz und technologische Innovationskraft
VR, Robotik und Eye-Tracking: Innovations-Labor der DHBW VS bietet KI-Kompetenz und technologische Innovationskraft
Das Innovations-Labor (Innolab) der DHBW Villingen-Schwenningen ist die zentrale Anlaufstelle für innovative Technologien und moderne Methodenkompetenz. Verantwortlich ist das Education Support Center (ESC), das als Dienstleister für Lehrende, Studierende und perspektivisch auch für Duale Partner agiert. Mit Technologien wie Virtual-Reality-Brillen, Robotik-Systemen und Eye-Tracking-Geräten schafft das ESC eine Infrastruktur, die Lehre, Forschung und Transfer gleichermaßen stärkt. „Studierende und Dozierende können die Leistungen des ESC in …
BreGoS² – Nachhaltigkeitsverbund der Bremischen Hochschulen geht in die nächste Runde
BreGoS² – Nachhaltigkeitsverbund der Bremischen Hochschulen geht in die nächste Runde
In der zweiten Förderphase soll unter dem Titel BreGoS² aus einem zeitlich befristeten Forschungsprojekt Schritt für Schritt eine tragfähige Struktur für mehr Nachhaltigkeit im Hochschulalltag werden. Beteiligt sind die Hochschule Bremen, die Hochschule Bremerhaven und die Universität Bremen. Gemeinsam vertiefen sie ihre Zusammenarbeit, um Lösungen zu entwickeln, die den Hochschulbetrieb langfristig nachhaltiger machen und zugleich Vorbild für andere Einrichtungen sein können. In der ersten Projektphase haben die beteiligten Hochschulen geze…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Volles Haus bei Kongress um intelligente EnzymreaktionenBild: Volles Haus bei Kongress um intelligente Enzymreaktionen
Volles Haus bei Kongress um intelligente Enzymreaktionen
Neue Kunststoffe, neue Materialien in der Textilindustrie, perfekte Futtermittel, neue Antibiotika und vieles mehr lässt sich mit mehrstufigen Enzymverfahren umweltfreundlich verwirklichen. acib und die Universität Graz veranstalteten dazu unlängst einen bestens besuchten Kongress in Graz. Gut 160 TeilnehmerInnen aus mehr als 20 Ländern von Korea, den …
ERP-Lösungen für die Textilbranche: Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil
ERP-Lösungen für die Textilbranche: Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil
… die Textilbranche: Mit einer ERP-Lösung lassen sich Prozesse digital steuern und Wettbewerbsvorteile sichern. Branche im Wandel - Herausforderungen und Chancen Die Textilindustrie befindet sich im Umbruch. Globalisierung, kürzere Produktlebenszyklen, steigende Kundenanforderungen und der anhaltende Druck zur Nachhaltigkeit zwingen Hersteller, ihre …
Golfschläger Clone weiter auf dem Vormarsch
Golfschläger Clone weiter auf dem Vormarsch
Clone Golfschläger sind keine Kopien von Originalprodukten, wie man sie beispielsweise aus der Textilindustrie kennt. Clone Golfschläger sind Produkte, die ein ähnliches Design haben und gleiche Fertigungs- und Materialqualitäten besitzen. Ein wichtiger Punkt ist, dass bei der Herstellung der Schlägerköpfe ein mit den Markenschlägern verwandtes und vergleichbares …
IIR - Intelligente Stoffe erobern den Alltag
IIR - Intelligente Stoffe erobern den Alltag
… die vom 9. bis 11. Februar 2009 in Berlin stattfindet. Weitere Themen der Tagung sind Strategien für ein nachhaltiges Wachstum der europäischen Textilindustrie, den steigenden Trend zu ökologisch und fair produzierter Kleidung sowie der Entwicklungsstand bei High-Tech-Kleidung. Das Programm der Tagung ist abrufbar unter: www.textile-trends.de/?dn09 Mit …
ERP-Lösungen für die Textilbranche: Optimierung von Prozessen und Effizienzsteigerung
ERP-Lösungen für die Textilbranche: Optimierung von Prozessen und Effizienzsteigerung
… effiziente Verwaltung von Produktion, Lagerhaltung, Bestellungen und Finanzen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie ERP-Lösungen speziell in der Textilindustrie eingesetzt werden, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Die Bedeutung von ERP für die Textilindustrie Die Textilbranche ist durch ihre Vielfalt an Produkten, schnelle Produktionszyklen …
Bild: Gesund wohnen mit natürlich schönen TeppichenBild: Gesund wohnen mit natürlich schönen Teppichen
Gesund wohnen mit natürlich schönen Teppichen
… Umweltfreundlichkeit beginnt schon bei der Auswahl der Rohstoffe. Webermeister Alfred Licht verwendet für seine Fleckerlteppiche ausschließlich fabrikneue Reste aus der deutschen Textilindustrie. Die Schafwollprodukte bestehen aus hochwertiger, unbehandelter Schurwolle und der Naturfaser Jute. Alle Materialien werden regelmäßigen in unabhängigen Labors auf 52 …
Bild: Ökologisch vom Garn bis zum HangtagBild: Ökologisch vom Garn bis zum Hangtag
Ökologisch vom Garn bis zum Hangtag
… das Auftragsvolumen die eigenen Kapazitäten, werden die Caritas-Werkstätten beauftragt. Das ist ein ganz bewusster Schritt weg von der etablierten Arbeitsweise in der Textilindustrie, die hauptsächlich auf Low-Cost-Produktion in Fernost setzt. Davon haben sich Stella Höffken-Juliano (32), Diplom Design-Ingenieurin aus Duisburg und Nina Daniela Gödde …
Bild: Gebrauchte Textilien - Rohstoffe für Neues: Projekt "Transform Textile Waste into Feedstock" gestartetBild: Gebrauchte Textilien - Rohstoffe für Neues: Projekt "Transform Textile Waste into Feedstock" gestartet
Gebrauchte Textilien - Rohstoffe für Neues: Projekt "Transform Textile Waste into Feedstock" gestartet
… Steinhausen Schweiz fon ..: +41 41 874 54 16 web ..: https://www.retailsolutions.texaid.com email : Über TEXAID:  TEXAID ist ein Spezialist für Kreislaufdienstleistungen in der Mode- und Textilindustrie. Als Marktführer, der sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat, ist TEXAID ein erfahrener globaler Lösungsanbieter für das professionelle Sammeln, Sortieren, …
Bild: Frankreichs Textilindustrie im AufwindBild: Frankreichs Textilindustrie im Aufwind
Frankreichs Textilindustrie im Aufwind
… der französischen Gemeinschaftsaktion teil. Organisiert wird dieser Auftritt vom Fachverband Tisslaine-France Promotion in Zusammenarbeit mit der Agentur zur Förderung der Textilindustrie Espace Textile. Die Unternehmen sind Webereien aus unterschiedlichen Bereichen sowie Hersteller von Zubehör für die Bekleidungsindustrie. Die französische Textilindustrie …
Start up Re-Fresh Global und SOEX kooperieren und stellen erste Prototypen für VW her
Start up Re-Fresh Global und SOEX kooperieren und stellen erste Prototypen für VW her
… TEXTILABFÄLLE AUFZUBAUEN ERSTE PRODUKTMUSTER FÜR DEN VOLKSWAGEN KONZERN PRODUZIERT Berlin, 28. November 2023 – Re-Fresh Global, ein Pionier in der nachhaltigen Textilindustrie, gab heute stolz die bahnbrechende Partnerschaft mit dem Textilrecyclingunternehmen SOEX bekannt, die die Realisierung eines vollständigen Altkleider-Recyclingkreislaufs durch die …
Sie lesen gerade: Nachhaltigere Materialien für die Textilindustrie