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Wenn die Mutter an Demenz erkrankt

14.12.202310:30 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Wenn die Mutter an Demenz erkrankt
Ute Hebermehl mit ihrer Senioren-Assistentin Tanja Gräf (© BdSAD)
Ute Hebermehl mit ihrer Senioren-Assistentin Tanja Gräf (© BdSAD)

(openPR) Qualifizierte Senioren-Assistenz – eine unverzichtbare Entlastung für Sorgende

Berlin, im Dezember 2023 – Tanja Gräf aus Darmstadt ist qualifizierte Senioren-Assistentin, geprüfte Demenz-Expertin und Mitglied in der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) e.V. Familie Hebermehl aus dem hessischen Pfungstadt ist eher zufällig auf sie gestoßen. Die Söhne haben über diese Möglichkeit der Entlastung bei der Pflege ihrer hochdementen, 79-jährigen Mutter Ute von einer Bekannten gehört. 

In Deutschland gibt es rund 5,2 Millionen Menschen mit einem Pflegegrad. Über 80 % von ihnen werden zu Hause gepflegt. Mehr als die Hälfte beziehen keine ambulanten Sachleistungen, sondern kümmern sich selbst um die Pflege. Senioren-Assistenten sind für viele Angehörige von Pflegebedürftigen zu einer unverzichtbaren Stütze geworden. 

Dazu Brigitte Bührlen, Vorsitzende der WIR! Stiftung pflegender Angehöriger: "Nicht alle Angehörigen wohnen in der Nähe ihrer nahestehenden Menschen wie Eltern oder Großeltern. Es ist eine große Erleichterung zu wissen, dass es gut ausgebildete Senioren-Assistenten gibt, die sich stundenweise um unsere Angehörigen kümmern und Kontakt halten. Dieses niedrigschwellige, ambulante Unterstützungsangebot müsste bekannter werden. Mir hätte es sehr geholfen, den Alltag mit meiner demenzkranken Mutter besser zu bewältigen.“

Die Entlastungsleistungen sind eine wertvolle Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Sorgenden. Zahlreiche Betroffene sind jedoch immer noch nicht ausreichend über ihre Ansprüche informiert. Zudem überfordern die bürokratischen Hürden viele Pflegebedürftige und ihre Angehörigen.

Die BdSAD begrüßt deshalb die Forderung der Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Claudia Moll (SPD), dass Pflege jetzt neugestaltet werden müsse. Nur so kann diese auch in Zukunft menschenwürdig, selbstbestimmt und bezahlbar bleiben. Im September hat Moll die Broschüre "Pflege jetzt gestalten" vorgestellt. Sie enthält Vorschläge für den Aufbau moderner Pflegestrukturen. „Wir müssen den pflegenden Angehörigen die Unter­stützung und Flexibilität geben, die sie brauchen! Deshalb muss die Nachbarschafts­hilfe stärker gefördert und besser mit professionellen Angeboten ver­zahnt werden. Ihre Leistungen soll­ten unbürokratisch mit der Pflegeversicherung abgerechnet werden können: Zum Beispiel über Angebote zur Unterstützung im Alltag und den Entlastungsbetrag oder über ein echtes Entlastungsbudget“, so Moll.

„Privatleben gibt es für uns alle nicht mehr“, so Michael und Wolfgang Hebermehl. „Alles richtet sich nach der Betreuung und Pflege unserer Mutter. Mit Tanja Gräf haben wir eine qualifizierte Ansprechpartnerin rund um das Thema Pflege und speziell Demenz gefunden. Den Alltag ohne ihre die Unterstützung können wir uns nicht mehr vorstellen. Wir können es kaum erwarten, wenn Tanja Gräf zum vereinbarten Termin kommt. Das bedeutet für uns eine kurze Auszeit, in der wir auch mal unseren Bedürfnissen nachkommen können. Und sei es ein kleines Mittagsschläfchen nach einer anstrengenden Nacht, in der Mutter uns wieder auf Trab gehalten hat“.
Das komplette Interview mit Familie Hebermehl ist dieser Presseinformation angehängt.

Über Senioren-Assistenz

Professionelle Senioren-Assistenten begleiten und unterstützen Senioren und Menschen mit Hilfebedarf in ihrem Alltag. Sie aktivieren und motivieren, schaffen Tagesstrukturen und leisten Hilfe zur Selbsthilfe für ein selbstbestimmtes Leben. Senioren-Assistenz schließt die Betreuungslücke zwischen Pflege und Hauswirtschaft und entlastet die Pflegenden. Ihre Arbeit wird oft privat vergütet, doch bei Vorliegen eines Pflegegrades übernehmen oft auch die Pflegekassen zumindest teilweise die Kosten. Mitglieder in der Bundesvereinigung der Senioren-Assistenten Deutschland (BdSAD) e.V. garantieren zudem die Einhaltung anspruchsvoller Qualitäts- und Ethikstandards bei ihrer Berufsausübung. Weitere Informationen gibt es unter www.bdsad.de

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