(openPR) In der Coronapandemie hat die Digitalisierung noch einmal an Kraft gewonnen. Das betrifft alle Lebensbereiche, von der Arbeitswelt über das gesellschaftliche und kirchliche Leben bis hin zur Bildung von Erwachsenen und Familien. Der katholische Dachverband KEFB NRW hat in seinem dreijährigen Projekt „Digitale Bildung: Orte der Innovation“ wichtige Aspekte der Entwicklung aufgearbeitet.
Die in Köln ansässige Landesarbeitsgemeinschaft der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung NRW unterstützte mit ihrem vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Vorhaben die digitalen Strukturen und Kompetenzen ihrer Mitgliedseinrichtungen. Dies geschah ganz im Rahmen ihres Selbstverständnisses von zukunftsfähigem Lehren und Lernen, das auf Qualifizieren, Beraten und Vernetzen abhebt.
Eine Abschlussbroschüre resümiert einige Erkenntnisse aus dem Projekt aus dem Jahr 2022. Wie unter einem Brennglas wurde zum Beispiel im Zuge digitaler Bildungsformate noch dramatischer erkennbar, in welcher Spannung die Kirche zwischen Voranschreiten und rückwärtigem Festklammern steht. In einer Abschlussbroschüre wagt die LAG den Schluss, dass Digitalität in der Kirche zunehmend ihre Fremdheit verliert.
Der Projektbestandteil „Digitaler Espresso“ sollte ein Wachmacher für ganz praktische und zentrale Fragen des Lebenswandels im Kontext der Digitalisierung sein. Das bezog sich auf deren Beitrag zur Bildung von Erwachsenen und Familien, aber ebenso auf die Chancen und Risiken mit Blick auf die Bewahrung der Schöpfung.
Unsere Gesellschaft steht erst ganz am Anfang, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf alle Vollzüge des gesellschaftlichen Lebens auszuwerten und zu verstehen. Das gilt auch für die Digitalisierung von Bildung, wie ein Forschungsprojekt zeigte. Es belegt, dass Lehrende und Lernende kraftvoll unterstützt werden müssen, um die Anforderungen aus der Digitalität zu bewältigen.
Auch für die Mitgliedseinrichtungen der LAG bleibt die Digitalisierung eine Herausforderung. Eine Online-Umfrage in 2022 wies im Vergleich zu einer vorherigen aus 2018 deutliche Entwicklungen nach. Nur noch jeder Zehnte in der Weiterbildung sieht Digitalisierung als Mehrbelastung, das war vor fünf Jahren noch völlig anders. Flächendeckendes WLAN, die Nutzung von Videokonferenz- und Cloudsystemen: Manches ist vielerorts selbstverständlich in den beruflichen Alltag eingetreten.
Einen wichtigen Beitrag dazu hat die Landesförderung in den Einrichtungen der KEFB in NRW geleistet. „Die Umfrageergebnisse zeigen aber auch auf, dass lediglich eine Zwischenetappe erreicht ist,“ berichtet LAG-Geschäftsführer Dr. Martin Schoser. „So schätzen nur vier Prozent der Befragten ihre Fertigkeiten in digitaler Bildung als sehr gut ein. Das ist seit 2018 unverändert, da besteht weiterhin Qualifizierung- und Supportbedarf.“ Zudem gelte es, neben der Analyse neuer Trends bzw. ihrer Einbindung in Weiterbildungsangebote, die entwickelten Prozesse zu verstetigen und fest in die Organisationsstrukturen einzubetten.
Diese und weitere Projektergebnisse sind in der Abschlussbroschüre zusammengefasst. Sie findet sich unter: Broschuere_Digitale-Bildung-Orte-der-Innovation_2022.pdf (lag-kefb-nrw.de)













