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Von der Pharmaindustrie finanzierte Studien kommen zu besserer Medikamenten-Bewertung

28.02.200716:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Von der Pharmaindustrie finanzierte Studien kommen zu besserer Medikamenten-Bewertung

(openPR) Klinische Studien bei Brustkrebs-Erkrankungen bewerten den therapeutischen Nutzen der eingesetzten Medikamente sehr viel eher positiv, wenn die Studien von der Pharma-Industrie gesponsert wurden. Dies ist das Ergebnis einer Analyse von insgesamt 140 Veröffentlichungen, die von Krebsforschern aus North-Carolina und Massachusetts durchgeführt wurde und im April 2007 in der Zeitschrift "Cancer" veröffentlicht wird.



Die Wissenschaftler hatten aufgrund einer Datenbank-Recherche 140 Veröffentlichungen über Brustkrebs-Studien aus 10 renommierten medizinischen Fachzeitschriften der Jahrgänge 1993, 1998 und 2003 noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Die Artikel wurden dann nach verschiedenen Kriterien bewertet: Pharma-gesponsert oder nicht? Studienausgang eher positiv oder negativ?

Als ein erstes Ergebnis der Analyse stellen die Forscher heraus, dass das Interesse von Pharmaunternehmen an Brustkrebserkrankungen und Möglichkeiten der medikamentösen Therapie offensichtlich zugenommen hat. Waren 1993 nur 44% und 1998 nur 38% der Studien pharma-gesponsert, so lag dieser Anteil 2003 schon bei 58%. Ein zweites wichtiges Ergebnis betrifft die methodischer Anlage der Studien. Sogenannte "einarmige" Untersuchungskonzepte, in denen nur eine Versuchsgruppe vorhanden ist, sind methodisch erheblich schlechter als "zweiarmige" Konzepte, die aus einer Versuchs- und einer Kontrollgruppe bestehen, und bei denen die Patienten diesen Gruppen per Zufall zugewiesen werden. Hier zeigte sich nun, dass die mit Pharma-Beteiligung durchgeführten Studien erheblicher häufiger schlichte (einarmige) Versuchskonzepte verwenden, und zwar doppelt so oft (66%) wie nicht-pharma-gesponserte Studien (33%). Dieses in methodischer Hinsicht sehr viel weniger fundierte Vorgehen wurde ebenso daran deutlich, dass an den Pharma-Studien meist sehr viel weniger Patienten teilnahmen.

Das zentrale Erkenntnisinteresse der Wissenschaftler betraf allerdings den Zusammenhang zwischen der Studien-Finanzierung und dem Studienausgang. Hier zeigte sich dann:
• Bei Analyse nur der methodisch fundierten Studien mit Kontrollgruppen und zufälliger Zuweisung der Patienten kommen pharma-gesponserte Studien zu deutlich besseren Ergebnissen (etwa 80% positiv, 20% negativ) im Vergleich zu unabhängig finanzierten Studien (etwa 60% zu 40%)
• Bei Analyse nur der Studien aus dem Jahr 2003 zeigt sich dieser Effekt auch ganz unabhängig von der methodischen Anlage. So finden bei methodisch fundierten Konzepten pharma-finanzierte Studien zu 90% ein positives Ergebnis, unabhängig finanzierte Studien hingegen nur zu 50%.

Weitere Informationen:
http://www.forum-gesundheitspolitik.de/dossier/index102.htm

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