openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Neue Allianz stärkt die Lymphomforschung am UKR

14.09.201711:01 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Neue Allianz stärkt die Lymphomforschung am UKR
Professor Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Regensburg. (UKR)
Professor Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Regensburg. (UKR)

(openPR) Der Welt-Lymphom-Tag am 15. September will Tumoren des Lymphgewebes stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Professor Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Regensburg (UKR), spricht im Interview über aktuelle Forschungsaktivitäten seiner Klinik zu Lymphomen.



---
Herr Professor Dr. Herr, woran liegt es, dass man so wenig über Lymphome weiß?
Lymphome sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen relativ selten. Auch aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit und der Existenz vieler Untergruppen sind Lymphome in der Öffentlichkeit weniger bekannt. Sie entstehen durch eine Entartung von Zellen des Lymphgewebes und befallen vorwiegend die Lymphknoten, die Milz und das Knochenmark. Lymphome können prinzipiell aber auch in allen anderen Organen auftreten.

Wie weit ist die Medizin bei der Behandlung von Lymphomen?
So verschiedenartig wie die Lymphome sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten der Behandlung. Die gute Nachricht ist, dass heute eine Vielzahl gut wirksamer Medikamente zur Verfügung steht und ein Teil der Lymphomerkrankungen sogar geheilt werden kann. Nichtsdestotrotz ist weitere intensive Forschung notwendig, um immer mehr Patienten eine heilende Behandlung anbieten zu können. Auch unsere Klinik forscht an der Optimierung von Lymphomtherapien vor allem im Rahmen von klinischen Studien. Als Universitätsklinikum ist es für uns selbstverständlich, dass sämtliche Lymphom-Patienten auf dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft behandelt werden.

Ihre Klinik ist Gründungsmitglied der German Lymphoma Alliance (GLA), in der seit März dieses Jahres verschiedene universitäre Arbeitsgruppen zur Lymphom-Forschung kooperieren. Was versprechen Sie sich von der Gründung der GLA?
Eines der wichtigsten Ziele der GLA ist die Verbesserung der Therapieergebnisse für Lymphompatienten durch die Intensivierung von Forschungsaktivitäten, vor allem durch die Stärkung von klinischen Studien. Von besonderer Bedeutung werden die Arbeitsgruppen der GLA sein, die die erfolgreiche Arbeit verschiedener, bereits bestehender Studiengruppen gemeinsam fortsetzen werden. Außerdem möchte die GLA eine zentrale Anlaufstelle für nicht-kommerzielle wie auch für Industrie-gesponserte Studien schaffen, um den Standort Deutschland für die forschende Pharmaindustrie insbesondere im Bereich der Non-Hodgkin-Lymphome attraktiver zu machen. Denn nur durch eine enge Zusammenarbeit der Universitätsmedizin und der forschenden Pharmaindustrie wird es möglich sein, die vielen sich in Entwicklung befindlichen Medikamente für Lymphompatienten rasch zu testen und den Patienten verfügbar zu machen. Hierzu möchten auch wir als universitäres Zentrum unseren Beitrag leisten.

Welche Rolle spielt Ihre Klinik innerhalb der GLA?
Unsere Klinik beteiligt sich sehr engagiert mit eigenen Beiträgen in den GLA-Arbeitsgruppen. Dies betrifft sowohl die Durchführung klinischer Studien als auch die medizinische Grundlagenforschung. Die besonderen Stärken und Schwerpunkte unserer Klinik, wie z.B. die Immunmedizin, die Transplantationsmedizin und die metronomische Therapie mit Medikamenten, kommen den verschiedenen Arbeitsgruppen der GLA im Rahmen der Zusammenarbeit unmittelbar zugute.

Was verändert sich durch die Mitgliedschaft in der GLA konkret für die Lymphom-Forschung an Ihrer Klinik?
Wir profitieren sehr von der Intensivierung der Kooperationen zwischen den verschiedenen Arbeitsgruppen und einzelnen Mitgliedern der GLA. Kooperationen in der Forschung sind allgemein sehr wichtig, da sie neues Wissen schaffen und die Forschung beschleunigen können. Darüber hinaus verbessern sie unseren Zugang zu Fördermitteln für die Forschung sowie die Möglichkeit der Beteiligung an klinischen Studien mit neuen Medikamenten, die nur innerhalb der GLA verfügbar sind.

Wie profitieren Lymphompatienten hier in Regensburg und in ganz Deutschland von der Arbeit der GLA?
Durch die GLA wird die Sichtbarkeit der Lymphomforschung und der Lymphomtherapie sowohl in Deutschland als auch international deutlich erhöht. Dies verbessert ganz unmittelbar die Möglichkeiten von Patienten zur Teilnahme an klinischen Studien mit neuen Medikamenten, die dank der besseren internationalen Wahrnehmung und Vernetzung der GLA nach Deutschland kommen und den betroffenen Patienten angeboten werden können.

Gibt es ein Forschungsziel von Ihnen ganz persönlich, dass Sie bis zum nächsten Welt-Lymphom-Tag gerne erreichen möchten?
Primär werden sich die bereits in unserer Klinik im Bereich der Lymphomtherapie und -forschung tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser in die GLA integrieren. Dies sollte dazu führen, dass wir noch mehr klinische Studien mit neuen Medikamenten für Patienten aus Regensburg, der Oberpfalz und Niederbayern zur Verfügung stellen können. Besondere Akzente möchten wir hierbei in der Immunmedizin setzen, die seit vielen Jahren unser Spezialgebiet darstellt und zu der wir mit dem José-Carreras-Centrum für Somatische Zelltherapie (JCC) und dem Regensburger Centrum für Interventionelle Immunologie (RCI) eine besondere Expertise entwickelt haben. Im Bereich der Immunmedizin werden international gerade sehr vielversprechende Medikamente für bisher schwer therapierbare Lymphompatienten entwickelt.

Herr Professor Herr, vielen Dank!

Quelle: idw

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 968701
 254

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Neue Allianz stärkt die Lymphomforschung am UKR“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Universitätsklinikum Regensburg (UKR)

Bild: UKR: 25 Jahre Transplantationsmedizin am Uniklinikum RegensburgBild: UKR: 25 Jahre Transplantationsmedizin am Uniklinikum Regensburg
UKR: 25 Jahre Transplantationsmedizin am Uniklinikum Regensburg
Eine Organtransplantation ist für schwer erkrankte Menschen oft die letzte Hoffnung. Seit 1995 kümmert sich das Universitäre Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) um Patienten, deren eigene Organe versagen. In den 25 Jahren seines Bestehens wurde das Transplantationszentrum mit seiner interdisziplinären Versorgung ein fester Anker für die Belange seiner Patienten in Ostbayern. Wissenschaftsminister Sibler würdigt zum Jubiläum die Bedeutung für die Region. Eigentlich war alles geplant: 25 Jahre Universitäres Trans…
Bild: Volkskrankheit COPD? Ganzheitliche Behandlung am UKRBild: Volkskrankheit COPD? Ganzheitliche Behandlung am UKR
Volkskrankheit COPD? Ganzheitliche Behandlung am UKR
Laut Schätzungen leiden weltweit 210 Millionen Menschen an COPD, allein in Deutschland sind mehr als acht Millionen Menschen davon betroffen. Zwar ist diese Lungenerkrankung irreversibel, dennoch gelingt es Medizinern und Therapeuten am Universitätsklinikum Regensburg (UKR), in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche die Beschwerden der Patienten zu lindern. Anlässlich des Welt-COPD-Tages am 18. November weist das UKR darauf hin, dass COPD zu den häufigsten Todesursachen neben Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Der Männerschnupfen ist nur die Spitze des EisbergsBild: Der Männerschnupfen ist nur die Spitze des Eisbergs
Der Männerschnupfen ist nur die Spitze des Eisbergs
… weiblichen Zuhörer der Veranstaltung von Professorin Dr. Sigrid Karrer. Die geschäftsführende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie des UKR sprach sich für neue geschlechtsadaptierte Konzepte innerhalb der Dermatologie aus. Die Frage, ob Frauen eine andere Narkose als Männer benötigen, beantwortete PD Dr. Barbara Sinner, Stellvertretende …
Bild: Universitätsklinikum Regensburg feiert 20 Jahre StammzelltransplantationBild: Universitätsklinikum Regensburg feiert 20 Jahre Stammzelltransplantation
Universitätsklinikum Regensburg feiert 20 Jahre Stammzelltransplantation
… Wissenschaftlern, aus Stiftungen, Verbänden und Vereinen und vor allem dank der Spender schaffen wir hier ein Nest für die Patienten“. Zukünftig werde es am UKR eine neue Station für Stammzelltransplantierte mit aktuellsten technischen Standards im Neubau B5 geben, für den am Vortag feierlich der Grundstein gelegt wurde. Was in der Klinik passiert „Wir …
Bild: Neue Kaufmännische Direktorin am UKRBild: Neue Kaufmännische Direktorin am UKR
Neue Kaufmännische Direktorin am UKR
Gestern hat die neue Kaufmännische Direktorin am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) ihre Arbeit aufgenommen. Mit Sabine Lange, MBA, übernimmt eine im Gesundheitswesen langjährig erfahrene Frau das Vorstandsamt. Zum 1. Juli 2020 gibt es einen personellen Wechsel im Vorstand des Universitätsklinikums Regensburg: nach mehr als 13 Jahren verlässt der …
Bild: Referenzzentrum für moderne Medizin-Technik: Robotisches Operationsmikroskop am UKR mitentwickeltBild: Referenzzentrum für moderne Medizin-Technik: Robotisches Operationsmikroskop am UKR mitentwickelt
Referenzzentrum für moderne Medizin-Technik: Robotisches Operationsmikroskop am UKR mitentwickelt
An keinem anderen Klinikum im Freistaat wird das neue, robotisch gesteuerte Operationsmikroskop bisher eingesetzt. Die Mediziner der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) können damit noch schonender und sicherer operieren. Darüber hinaus war das UKR als Referenzzentrum an der Entwicklung beteiligt. Hirntumorchirurgie, …
Bild: Neue Rollen in der PflegeBild: Neue Rollen in der Pflege
Neue Rollen in der Pflege
… Integration von Pflegeexperten auf Masterniveau stellt in Kliniken deutschlandweit bisher noch eine Ausnahme dar. Am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) wurde diese neue Versorgungsstruktur bereits erfolgreich etabliert, indem Pflegeexperten die Patientenversorgung in sensiblen und komplexen Bereichen unterstützen. Die Zunahme hochinvasiver und spezialisierter …
Bild: UKR eröffnet Stroke Unit für die Behandlung von Schlaganfall-PatientenBild: UKR eröffnet Stroke Unit für die Behandlung von Schlaganfall-Patienten
UKR eröffnet Stroke Unit für die Behandlung von Schlaganfall-Patienten
… für ihre Unterstützung. Dadurch konnten wir zügig von der Planung in die Realisierung übergehen“, freut sich Professor Kölbl. Wissenschaftsminister Bernd Sibler ist überzeugt: „Die neue Schlaganfall-Einheit ist ein überaus wertvoller Beitrag für eine noch bessere medizinische Versorgung der Menschen in Ostbayern. Sie kann irreparable Schäden nach einem …
Bild: UKR spendet 1.500 Liter Desinfektionsmittel an den KatastrophenschutzBild: UKR spendet 1.500 Liter Desinfektionsmittel an den Katastrophenschutz
UKR spendet 1.500 Liter Desinfektionsmittel an den Katastrophenschutz
… neuartiges Virus, SARS-CoV-2. Ein erhöhter Bedarf an Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln und zugleich weltweite Lieferengpässe – die Coronavirus-Pandemie stellte die Region Regensburg vor neue Herausforderungen - medizinisch wie logistisch. So ungewöhnlich der Zeitraum von Ende März an auch war, so zeigte er auch eine beeindruckende Solidarität …
Bild: Internat. Conference on Malignant Lymphoma (ICML): Aktuelles aus der Lymphomforschung auf hematooncology.comBild: Internat. Conference on Malignant Lymphoma (ICML): Aktuelles aus der Lymphomforschung auf hematooncology.com
Internat. Conference on Malignant Lymphoma (ICML): Aktuelles aus der Lymphomforschung auf hematooncology.com
International Conference on Malignant Lymphoma (ICML): Aktuelle Daten aus der Lymphomforschung auf hematooncology.com Auf der unabhängigen Kongressplattform hematooncology.com steht ab sofort für alle interessierten Ärzten ein neuer Bericht von der 13. International Conference on Malignant Lymphoma (ICML) mit den wichtigsten Ergebnissen aktueller Studien …
Bild: UKR bietet Top-KarrierechancenBild: UKR bietet Top-Karrierechancen
UKR bietet Top-Karrierechancen
Hochschulabsolventen finden am Universitätsklinikum Regensburg (UKR) beste Karrierechancen vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Focus und Focus Money, für die 10.000 deutsche Unternehmen in 58 Branchen untersucht wurden. Bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber ist nicht nur das Gehalt ausschlaggebend: Junge Akademiker suchen attraktive Entwicklungschancen, …
Bild: Regensburger Bischöfe besuchen Patienten im Universitätsklinikum RegensburgBild: Regensburger Bischöfe besuchen Patienten im Universitätsklinikum Regensburg
Regensburger Bischöfe besuchen Patienten im Universitätsklinikum Regensburg
… Gespräch zu kommen. Als einziges Klinikum der Maximalversorgung spielt das Universitätsklinikum Regensburg im Gesundheitssektor Ostbayerns eine besondere Rolle. Jeden Tag aufs Neue treffen hier schwere Diagnosen auf innovative Therapieoptionen und die Möglichkeiten der Hochleistungsmedizin auf die Grenzen der körperlichen und seelischen Belastbarkeit. …
Sie lesen gerade: Neue Allianz stärkt die Lymphomforschung am UKR