(openPR) Sie dachten, die Planwirtschaft sei mit dem Fall des eisernen Vorhanges unterge-gangen? Irrtum, sie hat es sogar bis in die Mitte des Kapitalismus geschafft – getarnt als Projektmanagement, behauptet Olaf Hinz, Partner der Beratergruppe HRD- Hamburg in seinem neuen Vortrag.
Unterstützt durch die "en voge" Zertifizierungen werden landauf/landab Aktivitäten und Arbeitsschritte in beliebiger Detailliertheit eingegeben, werden „Vorgänger-“ und „Nachfolger“-Aktionen definiert, Meilensteine bestimmt und Termine zugeordnet. Heraus kommt am Ende ein Gesamt-Terminplan, mit dem sich mühelos die Wände des gesamten Projektbüros tapezieren lassen. "Es herrscht pure Planwirtschaft. Hier regiert ein mechanistisches Planungsverständnis, in dem Menschen, Interessen und Zufälle keinen Platz haben. Dass Projekte von Menschen in Organisationen betrieben werden, also Verhalten, Haltungen und Gruppendynamik auch zum Erfüllen der Projektanforderungen gehört, wird fast vollständig ausgeblendet", so der erfahrende Projektberater und Coach Olaf Hinz.
Der ehemalige Büroleiter von Peer Steinbrück fordert daher ein Umdenken: "Um nicht missverstanden zu werden: Ich wende mich nicht gegen Projektmanage-ment und gegen die entsprechenden Tools und Methoden. Sondern gegen deren sklavische und mechanistische Anwendung, denn Projekte sind Politik!"
Die echten Interessen aller Beteiligten, das Aufspüren informeller Ziele und möglichere Gegner des Projekts sind einige der wirklich wichtigen Faktoren für erfolgreiches Projektmanagement – jenseits aller Tools und Techniken.













