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Energiewende: Bayrische Planwirtschaft ohne Plan

04.03.201418:23 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Energiewende: Bayrische Planwirtschaft ohne Plan

(openPR) Wie soll die Energieversorgung in Deutschland und vor allem in Bayern langfristig sichergestellt werden war die Frage an drei CSU Landtagsabgeordnete im Rahmen eines Mittagessens im bayrischen Landtag. Mit mehr Gaskraftwerken war die erste Aussage. Die Zweite war, das Konzept hierfür erarbeiten wir in den nächsten Wochen. Beide Antworten kamen wenig überzeugend, klangen wie auswendig gelernte und auferlegte Aussagen für die Öffentlichkeit und zeigen mehr als deutlich, wie wenig Ahnung die bayrische Regierung vom Energiemarkt hat.


Mehr Gaskraftwerke zu bauen bzw. bestehende Kraftwerke in Gaskraftwerke umzubauen (diese Idee wurde mir auch vorgestellt) steht im völligen Widerspruch zur Realität. Derzeit steht eine Vielzahl der bayrischen Gaskraftwerke still, aus einem einfachen Grund, sie sind nicht rentabel. Die Betreiber haben bei der Bundesnetzagentur sogar für einige dieser Anlagen die endgültige Stilllegung beantragt. Wozu also neue Anlagen bauen wenn neu erbaute hoch-moderne Gaskraftwerke wie in Irsching schon still stehen? Und vor allem, wie will man diese denn rentabel machen? So lange die Stromproduktion aus Braunkohle subventioniert wird und jeder Arbeitsplatz in der Kohleindustrie mit über 100.000 Euro pro Jahr subventioniert wird, kann Strom aus Gas gar nicht rentabel sein. Abgesehen davon ist die Produktion von Gas aus Strom auch nicht immer so klimafreundlich wie man meint. Dass für den Transport des Gases durch die verschiedenen Pipelines fast die Hälfte des geförderten Gases unterwegs verbrannt werden muss, um die Energie für die Durchleitung zu erzeugen, wird leider fast immer außen vor gelassen. Gaskraftwerke sollten sicher eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung und im Lastmanagement der Netze spielen, der alleinige Heilsbringer können sie aber dauerhaft nicht sein. Schon alleine um sich als Deutschland oder Bayern nicht von anderen Staaten abhängig zu machen. Erschreckend ist aber, dass diese Fakten den Abgeordneten eher unbekannt erscheinen.
Und was tun Politiker am liebsten wenn sie durch Fakten in die Enge getrieben werden? Sie berichten von zukunftsfähigen Konzepten die hierfür in den nächsten Wochen erarbeitet werden. Es stellt sich aber die Frage von wem? Helfen da Experten aus der Branche mit? Nein, das geht leider nicht… Nicht nur dass hier eine vollkommene Beratungsresistenz vorherrscht, vielmehr ist es erschreckend, wie die Konzepte für die Zukunft der Energie in Bayern erst erstellt werden, nachdem zentrale Entscheidungen gegen einzelne Energieträger bereits gefällt worden sind. Oder wie kann man es sonst werten, dass die bayrische Landesregierung alles dafür getan hat in den letzten Wochen um das Thema Windenergie in Bayern zu begraben. Eine freie Marktwirtschaft sieht anders aus. Sicher kann Windenergie in Bayern die Versorgung auch nicht dauerhaft alleine sicherstellen, aber ein ausgewogenes Maß an Windenergie neben der in Bayern relativ stark verbreiteten Solarenergie ist sicher nicht schädlich für den richtigen Mix im Stromnetz. Vor allem weil es auch in Bayern windstarke Regionen gibt, mit relativ geringer Bevölkerungsdichte, Energiebedarf und dem Bedarf nach Gewerbeertragssteuereinnahmen erinnert es fast an Vorgehensweisen aus der Planwirtschaft wie die Zukunft der Energie in Bayern sichergestellt werden soll. Dass die Planwirtschaft auf Dauer nirgendwo funktioniert hat sei nur nebenbei erwähnt.
Das Gespräch war noch voll mit weiteren Highlights politischer Erklärungsversuche wie Beispielen von Unternehmen, die aufgrund der hohen Stromkosten in Deutschland ihre neue Produktionsstätte in den USA bauen werden oder der schwindenden Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen aufgrund der Strompreise. Auf die Anmerkung, dass in den letzten 50 Jahren die Gehälter der Bevölkerung um mehr als das doppelte gestiegen sind im Vergleich zu den Strompreisen sowie die Anmerkung, dass jeder nur den Strom bezahlt, den er auch verbraucht, kam nicht mehr viel.
Die Ernüchterung auf beiden Seiten war offensichtlich.

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