(openPR) Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen, der Tag der Trauer, aber auch der Hoffnung und der Befreiung. Die Spitzenkandidierenden David Schwarzendahl und Melanie Wery-Sims erklären:
„Nachdem die Truppen der Alliierten das Vernichtungslager Auschwitz und hunderte weiterer Vernichtungs- und Konzentrationslager befreit hatten und wenige Monate danach das Ende der Terrorherrschaft gekommen war, keimte Hoffnung auf: Nie wieder sollten Menschen gleich welcher Herkunft, Religion, wegen ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung ausgegrenzt, zu Zwangsarbeit eingepfercht oder für medizinische „Experimente“ missbraucht und getötet werden. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und deren universelle Gültigkeit sind dafür eine wichtige Garantie.
Wir sind aufgewachsen im Vertrauen darauf, dass sich das Grauen nie mehr wiederholen wird. Aber können wir dessen noch gewiss sein? Ob Halle, Hanau oder rechtsextreme Kameradschaften, ob Reichsbürger oder Hasspropaganda im Internet: Immer offener wird für rechtsextreme Positionen geworben, finden totalitäre und menschenfeindliche Positionen positiven Widerhall, immer unverhohlener bekennen sich Menschen zu rechtsextremen und nationalistischen Inhalten. Deswegen ist es richtig, sich der Vergangenheit zu Erinnern - aber das alleine reicht nicht mehr!
Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung, das Festjahr zum 1.700-jährigen Jubiläum jüdischen Lebens in Deutschland, die Ernennung von Beauftragten für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, der Schutz von Minderheiten, das alles sind richtige und wichtige Maßnahmen. Aber wir müssen mehr tun, nachdem immer weniger Zeitzeugen noch persönlich schildern können, was Faschismus für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft bedeutet. Die politische Bildung muss sich dieser Aufgabe wesentlich stärker widmen, wir wollen zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechts finanziell und ideell stärker unterstützen und dauerhaft fördern, Tag für Tag. Die Landesregierung muss endlich für die notwendige finanzielle Unterstützung sorgen: Wer heute schläft, wacht morgen leicht in einem ganz anderen Land auf.
26. Januar 2021
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