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Bundesbürger bei Pflegeversicherung gespalten

17.01.200701:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Studie: "Pflegeversicherung in Deutschland"

Die 1995 für alle Krankenversicherten gesetzlich eingeführte Pflegeversicherung reicht nach Auffassung vieler Bundesbürger nicht aus, um die tatsächlichen Kosten einer möglichen Pflegebedürftigkeit abzudecken, insbesondere bei längerfristigen und schwereren Pflegefällen. Daher hält die Hälfte der Deutschen (48%) eine zusätzliche private Absicherung des Pflegerisikos für wichtig. Die andere Hälfte sieht sich hingegen durch die gesetzliche Pflegeversicherung ausreichend gut abgesichert.



Die Umsetzung privater Vorsorgemaßnahmen hinkt der Wahrnehmung möglicher Versorgungslücken im Pflegefall allerdings weit hinterher: Bisher haben lediglich fünf Prozent der Bundesbürger eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Weitere vier Prozent - insbesondere im Alter zwischen 36 und 60 Jahren - machen sich Gedanken über einen Abschluss in den kommenden 12 Monaten.

Dies zeigt die jetzt veröffentlichte Studie "Pflegeversicherung in Deutschland" des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG. Rund 2.500 Personen ab 14 Jahren wurden repräsentativ zu ihren Einstellungen und ihrem Verhalten in Sachen Pflegeversicherung befragt.

Die Zahlungsbereitschaft für eine mögliche Pflegezusatzversicherung liegt im Durchschnitt bei bis zu 34 Euro monatlich (4% bis 5 Euro, 11% bis 10 Euro, 13% bis 30 Euro und 8% bis 50 Euro). Für viele Bundesbürger kommt eine private Zusatzvorsorge allerdings nicht in Betracht: Jeder Fünfte (20%) gibt an, sich eine private Pflegeversicherung grundsätzlich nicht leisten zu können, jeder Achte (13%) lehnt eine zusätzliche private Absicherung des Pflegerisikos prinzipiell ab. Jeder vierte Deutsche (25%) ist hier noch ohne Meinung.

Großes Informations- und Beratungsdefizit

Lediglich 38 Prozent der Bundesbürger fühlen sich eigenen Angaben zufolge bisher ausreichend gut zum Thema Pflegeversicherung informiert. Schaut man genauer hin (per Wissenstest zu den von der gesetzlichen Pflegeversicherung abgedeckten bzw. nicht abgedeckten Leistungen), offenbart sich sogar ein noch größeres Informationsdefizit: Zu konkreten Fragen der gesetzlichen Pflegeversicherung kann lediglich jeder vierte Bundesbürger gut Auskunft geben, drei Viertel sind hingegen schlecht (21%) oder gar nicht (53%) informiert. Am ehesten ist noch bekannt, dass pflegenden Angehörigen eine Aufwandsentschädigung aus der Pflegekasse gezahlt wird (60%) und erwachsene Kinder notfalls für ihre Eltern aufkommen müssen (47%). Kaum bekannt ist hingegen etwa, dass die Pflegeversicherung nicht für die zunehmenden Fälle von Altersdemenz aufkommt (18%). Über Möglichkeiten einer privaten Pflegezusatzversicherung haben sich erst sieben Prozent der Bundesbürger aktiv informiert.

"Private Pflegezusatzversicherungen werden in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen, als dies heute der Fall ist" prognostiziert Christoph Müller, Studienleiter bei der psychonomics AG. "Aus Sicht der Bürger erscheint eine deutliche bessere Aufklärung über gesetzlich abgesicherte Grundleistungen und mögliche private Zusatzleistungen notwendig. Politik und Anbieter sind hier gleichermaßen gefordert".

Die komplette Studie "Pflegeversicherung in Deutschland" ist über die psychonomics AG zu beziehen.

Studienleiter: Christoph Müller - E-Mail - Tel.: +49 (0)221-42061-328.

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