(openPR) Weniger als 1,5 Prozent der Deutschen sorgen für den Pflegefall vor +++
Den Deutschen ist das Auto wichtiger als die Pflegevorsorge
Hamburg, 20. Oktober 2009 – Bei den Deutschen ist Pflegevorsorge offenbar ein ungeliebtes Thema. Nur etwa 1,2 Millionen Bundesbürger sorgen aktuell für den eigenen Pflegefall vor. Die Schadensabsicherung des eigenen Autos hingegen ist für viele selbstverständlich: Allein in den letzten zwei Jahren haben etwa zehnmal mehr Haushalte eine freiwillige Voll- oder Teilkaskoversicherung für ihr Auto abgeschlossen als sich für eine zusätzliche private Pflegeversicherung entschieden. Dabei können laut Bundesgesundheitsministerium die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung allenfalls eine Grundversorgung sichern. Die zusätzliche private Vorsorge ist somit sinnvoll.
Weniger als 1,5 Prozent der Deutschen sorgen für den Pflegefall vor
Der Verband der privaten Krankenversicherung ermittelte zuletzt, dass nur etwa 1,17 Millionen Bundesbürger (etwa 1,43 Prozent) über eine private Pflegezusatzversicherung verfügen. Darüber hinaus sichern aktuell laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) etwa 0,05 Prozent der Deutschen eine mögliche Pflegebedürftigkeit mit der noch jungen Variante der Pflegerentenversicherung ab. Nachvollziehbar ist die Zurückhaltung in der Pflegevorsorge allerdings nicht. Denn fast drei Viertel der Bundesbürger haben einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge Angst, im Alter pflegebedürftig zu werden. Gleichzeitig gibt über die Hälfte an, für diesen Fall vor allem finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein.
Unkenntnis setzt Betroffene unter Druck
Jedes Jahr stellen mehr als 600.000 Bundesbürger Erstanträge auf Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Das bedeutet, dass jährlich über eine halbe Million Familien neu mit dem Thema Pflege konfrontiert sind. Betroffene fühlen sich in dieser Situation oft überfordert und wissen nicht, was zu tun ist. Wünsche des Pflegebedürftigen sind in der Familie meist nicht bekannt und wichtige Finanz- und Rechtsfragen nicht geklärt. Diese Unkenntnis verstärkt den Druck auf Angehörige.
Dabei können Vollmachten Angehörigen Befugnisse übertragen und so Rechtssicherheit herstellen. Allerdings, so stellen die Versicherungsunternehmen Deutscher Ring fest, wissen die Generationen häufig zu wenig voneinander und von den getroffenen Regelungen. Tritt der Pflegefall ein, ist die Kenntnis der Finanzlage und Absicherung aber zwingend vonnöten. Denn oftmals können sich Partner oder Eltern nicht mehr selbst artikulieren und es fehlen Befugnisse, um finanzielle Angelegenheiten abzuwickeln.
Gegen Sprachlosigkeit kämpfen
Das rechtzeitige Ausstellen von Vollmachten und der Austausch von Informationen verhindern, dass Angehörige handlungsunfähig werden. Um Familien darin zu unterstützen, frühzeitig ein offenes Gespräch aufzunehmen, engagiert sich der Deutsche Ring mit einer kostenlosen Ratgeberbroschüre und der wissenschaftlichen Erforschung der Generation der über 50-Jährigen. Denn nur die aktive Auseinandersetzung mit vermeintlich unangenehmen Themen schafft Vertrauen und die Zuversicht, schwierige Lebensumstände wie Pflegebedürftigkeit zu meistern. „Diese Chance vergeben die meisten Eltern und Kinder, weil sie Gesprächen über Patientenverfügungen und Vorsorgeregelungen ausweichen“, erklärt Jörn Kunath, Experte für die Generation der über 50-Jährigen beim Deutschen Ring.








