(openPR) 1. Mehrwertsteuererhöhung 2007 - Vorsicht vor Panikkäufen am Jahresende
Wer, um Geld zu sparen, auf biegen und brechen noch vor dem Jahreswechsel eine Immobilie erwirbt, der sollte aufpassen. Verkäufer wissen um die Chance, wegen der höheren Mehrwertsteurer und dem damit verbundenen Nachfrageschub, die Preise am oberen Limit zu halten. Zudem wird der Zeitdruck dafür sorgen, dass unvorsichtige Käufer auch mangelhafte Objekte übernehmen. Wer solch eine Immobilie erwirbt, wird wenig Freude damit haben.
Beim Hauskauf ist zwischen einer Gebrauchtimmobilie und einer Bauträger-Immobilie zu unterscheiden. „Beim Kauf von Gebraucht- oder Neuimmobilien von Privat fällt in der Regel keine Mehrwertsteuer an“, erklärt Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome. Die 3-prozentige Steuererhöhung ab Januar brauchen Gebrauchtkäufer daher nicht zu fürchten. Lediglich bei den Erwerbsnebenkosten spiele die Mehrwertsteuer eine Rolle, das mache aber nur einen geringen Teil des Kaufpreises aus.
Anders sieht dies bei einem Kauf vom Bauträger aus. Hier fällt volle Mehrwertsteuer an. „Dagegen können Käufer nur wenig unternehmen“, weiß Immobilien-Experte Anzenberger. Grund: Die Mehrwertsteuer ist in aktuelle Verträge bereits eingerechnet. Offene Arbeiten, die erst im nächsten Jahr fertig gestellt werden, sind grundsätzlich mit dem neuen Satz von 19 Prozent zu versteuern. Lediglich Käufer, deren bereits abgeschlossener Vertrag einen eindeutigen Bruttopreis ausweist, werden bei Rechnungsstellung im Jahr 2007 nicht mehr bezahlen müssen. Zwar ist auch in diesem Fall die höhere Mehrwertsteuer fällig, doch die geht zu Lasten des Bauträgers.
Vor einem sollten sich Kaufwillige unbedingt hüten: Wegen der möglichen Ersparnis noch schnell bis Silvester einen Kaufvertrag zu unterschreiben. „Wer sich wegen ein paar Euro eine schadhafte oder qualitativ minderwertige Immobilie einhandelt, der zahlt am Ende drauf“, warnt PlanetHome Vorstand Anzenberger. Veraltete technische Anlagen, versteckte Mauerwerksschäden oder verborgene Feuchtstellen könnten sich im nachhinein als kostspielig erweisen. Besser sei es, so Anzenberger, das Objekt mit einem Fachmann sorgfältig zu besichtigen und alle Schäden oder Mängel aufzuspüren. Erst danach könnten Preisverhandlungen geführt und zugleich die Mängelbeseitigung festgelegt werden. In den meisten Fällen werde dadurch der Preis noch nach unten gedrückt. Selbst wenn sich das Procedere dadurch bis ins neue Jahr hinzieht – der Preisvorteil und die höhere Sicherheit bringen in der Regel Vorteile für den Käufer.
2. Vermögenswert Eigenheim: Stabilitätsanker mit Wertzuwachs
Der Kauf eines Eigenheims erfordert hohe Investitionskosten und bringt für viele Familien jahrelange Kreditschulden mit sich. Doch das Geld ist gut angelegt. Mit dem Erwerb der Immobilie eignen sich Käufer einerseits den materiellen Wert des Objekts und andererseits immaterielle Werte wie eine hohe Wohnqualität und große Gestaltungsfreiheit an. Unterm Strich steht immer ein Plus gegenüber Dauermietern.
„Die selbstgenutzte Immobilie lässt sich mit einer Sparbüchse vergleichen“, rechnet Robert Anzenberger, Vorstand des Immobilienvermittlers PlanetHome, vor. Das Geld, das dort hineingesteckt werde, sei zwar zunächst weg. Es steht nicht für anderweitige Investitionen zur Verfügung, schmälert also das Haushaltsbudgets. Andererseits, so Anzenberger, „häufe der Käufer mit jeder Rate quasi im verborgenen Kapital an, das er später für neue Wünsche einsetzen kann“.
Der Vermögenszuwachs geschieht langsam aber stetig. Käufer überweisen die bei Mietern fälligen Mietzahlungen in Form der Darlehensrate zum Teil an sich selbst. Auf diese Weise erwerben sie nicht nur Stück für Stück die Immobilie, sondern bauen sich peu à peu einen ansteigenden Vermögenswert auf. Denn mit jeder Überweisung gehört das Objekt zu einem immer größeren Teil dem Käufer.
Unabhängig davon, wie weit das Darlehen bereits abgezahlt ist, besitzen Eigentümer von Anfang an einen stabilen Faustpfand: den Gegenwert der Immobilie. „War der Kaufpreis nicht überhöht, so dürfte der Kaufbetrag in Form des Immobilienwertes stets vorhanden sein,“ erklärt der PlanetHome Manager. Mehr noch: In wirtschaftlich prosperierenden Regionen steigen die Grundstückspreise und mit ihnen die Immobilienpreise kontinuierlich an. Wer in solch einer Region baut oder kauft, der könne sich nach Jahren in aller Regel über signifikante Wertzuwächse freuen, weiß Anzenberger.
Der Erwerb eines Eigenheims bringt weitere Vorteile. So lässt sich die Immobilie beleihen, vererben oder – wenn nötig – auch verkaufen. Vor allem aber kann man die Wohnung oder das Haus vom ersten Tag an nach eigenen Vorstellungen nutzen. Aus- und Umbauten oder der Neugestaltung des Gartens steht praktisch nichts im Wege. Bei kluger Finanzierung mit langfristig festen Zinssätzen besitzt der Käufer eine hohe Kalkulationssicherheit. Die finanzielle Belastung nimmt über die Jahre dank des steten Einkommenszuwachses sogar ab. Mietsteigerungen oder Kündigungen sind für Eigentümer ein Fremdwort.
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