(openPR) Verletzung der Menschenrechte in Tibet und Verrat der Olympischen Idee - vom IOC geduldet?
Berlin: Die Regionalgruppen Berlin, Potsdam und Frankfurt/Oder der Tibet Initiative Deutschland e.V. rufen zur Mahnwache am 10.12.06 um 15.30 Uhr anlässlich des Tags der Menschenrechte auf dem Hackeschen Markt in Berlin-Mitte auf.
Die Wahrung der allgemeinen Menschenrechte rangiert in Chinas Politik an unterster Stelle. Seit der völkerrechtswidrigen Besetzung Tibets durch China im Jahr 1949/50 werden die Menschenrechte dort jeden Tag auf eklatante Weise verletzt. Verfolgung, Inhaftierung und Folter Andersdenkender, die Unterbindung von Religions- und Meinungsfreiheit und damit auch die Vernichtung einer Kultur dauern trotz der Proteste und Forderungen der Weltöffentlichkeit bis heute an.
„China möchte Gastgeber der Olympischen Spiele 2008 sein. Doch die internationale Staatengemeinschaft und besonders das Internationale Olympische Komitee müssen sich ernsthaft die Frage stellen, kann und darf ein Land, dass vehement die allgemeinen Menschenrechte und die Prinzipien der Olympischen Charta verletzt, Gastgeber der Spiele sein, die für Frieden und Völkerverständigung stehen“ kritisiert Petra Zörner, Sprecherin der Regionalgruppe Berlin.
Am 07.12. haben der Verein Tibeter Jugend Europa, die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und die Tibet Initiative Deutschland mehr als 10.000 Protestkarten ans IOC übergeben, das die Annahme jedoch verweigerte. Dies war eine erneute Aufforderung ans IOC, den Versprechungen endlich Taten folgen zu lassen. Von der beschwichtigenden und vollmundigen Ankündigung des IOC Präsidenten Herrn J. Rogge, dass sich mit der Vergabe der Spiele an Peking auch die Entwicklung der Menschenrechte in China zum Besseren wandeln werde, wurde bis heute nichts sichtbar. Erst kürzlich führte China mit den Erschießungen am Nangpa Pass der Welt deutlich vor Augen, wie sehr es sich den Menschenrechten verpflichtet fühlt. Dieser Vorfall sollte auch für das IOC mehr als Anlass sein, endlich Klartext mit der chinesischen Führung zu sprechen. Nach wie vor schweigt das Komitee in Lausanne und fühlt sich nicht zuständig und verletzt damit seine eigenen Prinzipien und entzieht sich seiner Verantwortung.
„Das wollen wir nicht weiter hinnehmen. Bis zum Sommer 2008 werden wir die Olympischen Spiele in Peking als Plattform nutzen und all unsere Bemühungen werden darauf gerichtet sein, der Weltöffentlichkeit die Situation im besetzten Tibet aufzuzeigen und auf die Mittäterschaft des IOC an den dort stattfindenden Menschenrechtsverletzungen hinzuweisen.“, sagt Petra Zörner weiter.
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