(openPR) Leipzig (mdr) - Eine Vielzahl von Einzelhändlern verstößt offenbar gegen die neuen gesetzlichen Regelungen zum Einwegpfandsystem, wie eine Stichprobe des MDR-Magazins Umschau zeigt. Getestet wurden 12 Supermarktketten, wie diese die Verordnung über die Rücknahme von Einwegverpackungen und die Auszahlung des sogenannten Dosenpfandes umsetzen. In 6 Supermärkten stießen die Tester auf erhebliche Mängel. So genügte bei der Einzelhandelskette Edeka lediglich der Kassenbon, um das Pfandgeld ausgezahlt zu bekommen. Ob der Kunde die Dosen tatsächlich abgegeben hat, wurde nicht gefragt. Auch beim Marken-Discounter Plus erfolgte keine Kontrolle, ob die Verpackung tatsächlich abgegeben wird - allein der Besitz einer Pfandmünze genügte zur Auszahlung. Noch einfacher machte es sich die Supermarktkette Netto, dort bekamen die Tester das Dosenpfand gleich direkt beim Kauf wieder zurück. Lediglich zwei der überprüften Einzelhandelsketten - Spar und Lidl – überzeugten mit einem wirkungsvollen Annahme- und Auszahlungssystem.
Umschau, Dienstag, 07. Januar 2003, 20:15 Uhr im MDR-Fernsehen



