(openPR) Am 15. März 2020 hat Deutschland einen Shutdown und Schule wird nie mehr sein, wie zuvor.
Der von einem umstrittenen Apple-Kurzvideo aus dem Jahr 1984 inspirierte Satz ist der Leitgedanke dieser Abhandlung und Gegenstand einer Erörterung in einer vom Autor geplanten Videokonferenz.
Autodidakten können in den Corona-Zeiten bessere Bildungserfolge verbuchen als im normalen Schulalltag. Sie werden nicht durch Integrations- und Problemkinder behindert und haben mehr Zeit, sich außerhalb der Klasse mit gleichgesinnten Schülern zu vernetzen. Leider ist nur ein kleiner Teil der Menschheit autodidaktisch so begabt wie die Apple-Gründer und hat dazu auch noch die Selbstdisziplin, die gesteckten Ziele zu erreichen.
Unser Bildungssystem ist in die Jahre gekommen, die aktuelle Situation deckt alle Versäumnisse auf. Es ist immer noch so starr, wie in früheren Jahrhunderten, als die Konzepte von Humboldt und Hegel erfolgreich und andere Ansätze mangels geeigneter Infrastruktur kaum erfolgversprechend waren.
Individualismus in Sachen Bildung war nur denen möglich, die sich Homeschooling leisten konnten. Goethe und Mozart besuchten in ihrer Kindheit keine der üblichen Bildungsanstalten und wurden zu Hause gebildet. Das versuchen jetzt auch Millionen Schüler – mehr oder weniger erfolgreich. Der lange geübte Gleichschritt im Ablauf von Schuljahren unseres mehrgliedrigen Schulsystems wurde vom Coronavirus jetzt aus dem Tritt gebracht. Die Situation dauert ohne absehbares Ende an.
Manche Schüler lernen trotzdem effektiv und werden mit Lernplattformen und per Videokonferenzen von hochqualifizierten Lehrern unterstützt. Diese Schüler haben nebenbei noch die Zeit, viel tiefer in Bildungsinhalte vorzudringen als in ihrer gewohnten Schule, wo sie durch den vom Lehrplan erzwungenen Gleichschritt ausgebremst wurden. Dort gibt es 10-Jahrespläne bis zum Realschulabschluss und 13-Jahrespläne für das Erreichen der Hochschulreife. Im 19. und 20. Jahrhundert musste man standardisierte Bildungsangebote in der Nähe des Wohnsitzes haben und das war damals gut so.
Das zunehmende Distanzlernen seit dem Shutdown zeigt, dass es auch anders funktioniert. Fächer wie Sport sind da ausgenommen, aber bei den Sprachen und den MINT-Fächern ist das ab der Sekundarstufe möglich. In diesen Fächern hängt der Erfolg von der Reife und Begabung der Schüler und von der Persönlichkeit des Lehrers ab.
„Nur wer selber brennt, kann andere entzünden“ Quelle: Augustinus Aurelius
Lehrer, die für ihr Fach brennen, müssen heutzutage nicht mehr in der Nähe des Wohnortes ihrer Schüler unterrichten. Distanzlernen ermöglicht die Einbeziehung von Lehrern aus dem gesamten Sprachraum. Nur Prüfungen und Abschlüsse für Schüler und Studenten sollten in Wohnortnähe angeboten werden.
Der eigentliche Unterricht könnte weitgehend von der Zertifizierung der Lernstände und der Beurteilung von Hausarbeiten getrennt werden. Schriftliche Arbeiten und per Videokonferenz gehaltene Referate können auch von Lehrern beurteilt werden, die sich im Home-Office befinden, weil sie zu Risikogruppen gehören.
In den MINT-Fächern dürfte das leichter fallen als bei Sprachen, weil abgegebene Arbeiten leicht mit der richtigen Lösung verglichen werden können. Es gibt kaum Ermessensspielräume wie bei den Sprachen und der Beurteilung von frei formulierten Texten. Das bereits praktizierte Home-Office und Home-Schooling zeigen, dass es vorstellbar ist, dass man nicht im selben Raum sitzen muss, um zusammen zu arbeiten und zu lernen.
Die bluepages gmbh betreibt die Website eduthek.com. Dort können sich Interessenten kostenlos anhand von Fallbeispielen den unterrichtswirksamen Einsatz von Videokonferenzen zeigen lassen. Zusätzlich betreibt das Unternehmen die Lernplattform https://wer-weiss-was.net. Dort können sich alle Pädagogen einschreiben, die sich für Ergänzungen des Unterrichts um E-Learning-Komponenten interessieren. Der Kontakt wird per E-Mail mit dem Betreff „Distanzlernen“ bei













