(openPR) Medizinische Behandlungszentren jetzt unter den Schutzschirm der Bundesregierung stellen
Berlin, 23.04.2020 – Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) sorgt sich vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie zunehmend um die gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung. Insbesondere die Versorgung durch die Medizinischen Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) ist nicht wirtschaftlich abgesichert. Dadurch droht die medizinische, multiprofessionelle und barrierefreie Behandlung für diesen Personenkreis wegzubrechen.
Uwe Mletzko, Vorsitzender des BeB, betont: „Die Medizinischen Behandlungszentren müssen jetzt im Schutzschirm der Bundesregierung berücksichtigt werden. Passiert das nicht, droht diese besondere Versorgungsstruktur zusammenzubrechen.“ Die MZEB leisten immens wichtige, barrierefreie und spezialisierte gesundheitliche Versorgung von erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen, die für viele Arztpraxen in der Regelversorgung nicht möglich ist.
Die gesetzlichen Grundlagen hierfür sind erst 2015 mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz gelegt worden, die multiprofessionell ausgestatteten Angebote befinden sich in vielen Fällen noch im Aufbau. Die meisten MZEB sind aufgrund der Covid-19-Pandemie mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen konfrontiert, da zum einen abrechnungsfähige Leistungen wegfallen, zum anderen durch die notwendige Schutzausrüstung zusätzliche Kosten entstehen.
Uwe Mletzko appelliert an den Bundesminister für Gesundheit: „Herr Spahn, nehmen Sie die Medizinischen Behandlungszentren in die geplante Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung auf und sichern Sie damit die dringend notwendige gesundheitliche Versorgung von Menschen mit Behinderung.“








