(openPR) Besonders betroffen durch Schulschließungen und Social Distancing sind insbesondere die Kinder und Jugendlichen, die aufgrund einer Lernschwäche auf wöchentliche Therapiestunden bei der Pädagogisch Therapeutischen Einrichtung (PTE) angewiesen sind. Nur durch regelmäßige Übungen, Unterstützung und Treffen mit ihren Therapeuten sind die Schüler in der Lage, ihren Schulalltag zu meistern.
Neue Strategien zur Weiterführung der Therapie nötig
Und besonders diese Schüler, die schon im normalen Schulalltag große Probleme haben, kommen jetzt, alleine zu Hause, an ihre Grenzen. Bisher war es der PTE nur telefonisch oder durch das Verschicken von Aufgaben möglich, diese Schüler weiterhin zu unterstützen. Um bei einer Verlängerung der Schulschließungen die Kinder und Jugendlichen weiterhin und noch optimaler zu unterstützen, wurde seit dem Beginn der Schließungen fieberhaft an einer Lösung gearbeitet, deren Umsetzung jetzt ansteht. Ab dem 27. April können mittels eines speziellen Computerprogramms die Lerntherapien nun online fortgeführt werden.
Wichtig bei der Entwicklung eines Online-Konzepts waren hierbei die strengen Datenschutzvorgaben der PTE sowie eine - für Kinder und Therapeuten - praktikable digitale Online-Umsetzung der Therapien. Einfache Bedienung, leichtes Handling und - ganz wichtig - eine Nutzung der schon bekannten Lernmaterialien waren dabei der hohe Anspruch. Herausgekommen ist eine Lösung, die alle Seiten zufriedenstellen dürfte.
So funktioniert die Online-Therapie
Im Prinzip funktioniert die Online-Therapie genauso, wie auch in der Einrichtung. Der Unterschied: Therapeut und Schüler "treffen" sich online. Es besteht auch hier die Möglichkeit, miteinander zu sprechen und sich auszutauschen - mit oder ohne Webcam.
Auch die Bearbeitung von Lernmaterialien funktioniert fast gleich: So können auch bei der Online-Therapie beide Seiten (Therapeut und Schüler) gemeinsam an einem Blatt mit Rechenübungen arbeiten, hineinschreiben, radieren oder sich über den Lösungsweg unterhalten. Der Therapeut kann jederzeit Lösungswege aufzeigen oder Tipps geben.
Und auch bei einer Lese- oder Rechtschreibschwäche kann sehr gut digital gearbeitet werden: Wird beispielsweise an der Silbenmethode gearbeitet, kann der Schüler, während er laut vorliest, die Silben am Übungsblatt einzeichnen und der Therapeut kann gegebenenfalls mündlich oder schriftlich eingreifen und korrigieren oder Hilfestellungen geben.
Auch Lösungen zur Wiedereröffnung sind wichtig!
Da es jedoch auch Kinder gibt, für die eine Online-Therapie nicht in Frage kommt, wird zusätzlich zur Einführung der Online-Therapien an einem Programm gearbeitet, dass die schrittweise Wiederöffnung der Einrichtungen angeht. Hierbei wird besonderer Wert auf Sicherheit gelegt: so dürfen sich die Kinder beim Kommen und Gehen nicht begegnen, der Wartebereich muss leer bleiben und es muss genug Zeit zum Lüften zwischen den Therapiestunden sein. Außerdem wird an einem Hygienekonzept gearbeitet, bei dem Desinfektion, Plexiglasscheiben und auch ggf. ein Mund-Nasen-Schutz zentrale Punkte sind.
Weitere Informationen darüber, welche Einrichtungen das Online-Konzept anbieten, erhalten Sie direkt bei der Einrichtung in Ihrer Nähe. Eine Übersicht aller PTE-Einrichtungen gibt es online unter www.pte.de/standorte.











