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Neurofeedback — Hilfe im Kampf gegen die Sucht

13.09.201017:11 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Neurofeedback — Hilfe im Kampf gegen die Sucht

(openPR) In Teheran (Iran) haben Forscher der psychologischen Abteilung an der dortigen Universität im Rahmen einer Studie positive Auswirkungen eines Neurofeedback-Trainings auf Drogenabhängige festgestellt. Mit Neurofeedback werden die Hirnaktivitäten eines Menschen für ihn unmittelbar erfahrbar und damit auch beeinflussbar. Für Dr. Axel Kowalski, Dozent an der Akademie für Neurofeedback aus Gronau, kommen die Ergebnisse der iranischen Studie nicht überraschend. Die Akademie bietet Kursteilnehmern qualifizierte Fortbildungen zum Neurofeedback-Trainer, -Therapeuten und –Dozenten an und sammelt zugleich zum Thema Neurofeedback Forschungsergebnisse aus aller Welt. Die Forschung zeigt: Das aus der Verhaltenstherapie stammende Verfahren scheint für Therapien gegen unterschiedlichste Krankheiten und Störungen geeignet zu sein.



Die Forscher aus Teheran führten ihre Studie mit insgesamt zwanzig Teilnehmern durch, die abhängig von Opiaten waren und mit Medikamenten behandelt wurden. Ziel der Studie war eine Antwort auf die Frage, ob Neurofeedback Sucht begleitende neuro-psychologische Syndrome verringert. Solche Syndrome sind etwa eine gestörte Aufmerksamkeit, gestörte Sprache und Wahrnehmung und ein gestörtes Gedächtnis. Für die Studie wurden zwanzig Abhängige anhand von standardisierten Interviews, Alter und Bildungsgrad in zwei Gruppen eingeteilt. Während die eigentliche Studiengruppe neben den verordneten Medikamenten dreißig Neurofeedback-Sitzungen erhielt, bekam die Kontrollgruppe weiterhin nur ihre Medikamente. Anhand von Hirnmessungen und standardisierten Interviews wurden anschließend Daten zur Auswertung erhoben. Die Auswertung dieser Daten zeigte beispielsweise, dass sich Aggression und Zwangsvorstellungen bei den Studienteilnehmern aus der mit Neurofeedback behandelten Gruppe deutlich stärker vermindert hatten als bei der Kontrollgruppe. Auch die abschließende Untersuchung der Hirnwellen zeigte positive Ergebnisse. Die Ergebnisse stützen die These, dass Neurofeedback ein geeignetes Instrument zur Behandlung begleitender Symptome bei Drogenabhängigen ist.

Was ist Neurofeedback?
Der Neurofeedback-Therapie liegt die Erkenntnis zugrunde, dass sich mentale Zustände eines Menschen jeweils bestimmten Hirnwellenmustern zuordnen lassen. Schmerz, Angst, Depression – all das zeigt typische Hirnwellenmuster. Potentialschwankungen des Gehirns können mit einem EEG (Elektro-Enzephalo-Gramm) gemessen und auf dem Bildschirm eines Computers visualisiert werden. Besonders bei Schmerzpatienten spielt das Schmerzgedächtnis mit dem Patienten ein böses Spiel. Auch wenn bereits kaum noch schmerzauslösende Faktoren vorhanden sind, wird dennoch ein Schmerz empfunden und aus dem Schmerzgedächtnis abgerufen. Beim Neurofeedback misst man die Potentialschwankungen des Hirns eines Schmerzpatienten. Die unerwünschten Muster während einer Schmerzattacke werden ihm gezeigt und mit einer visuellen Rückmeldung gekoppelt. Immer dann, wenn das Gehirn ein „normales“, schmerzfreies Muster sendet, wird dem Patienten diese Rückmeldung gegeben und mit einer positiven Animation verknüpft. So wird es möglich sich auf ein normales Hirnwellenmuster einzulassen und die Schmerzphasen zu unterdrücken und somit das Schmerzgedächtnis nach und nach zu löschen. Konkret stoppt die dargebotene Animation immer dann, wenn für den Schmerz des Patienten typische Hirnwellenmuster auftreten. So wird die Aktivität des Hirns für den Patienten erfahrbar und kann durch Training aktiv verändert werden. Der Patient lernt, den gewünschten Zustand (im Beispiel: Schmerzfreiheit) öfter zu erreichen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
„Bei unseren Recherchen zu Neurofeedback-Studien stoßen wir auf viele Beispiele, in denen Neurofeedback erfolgreich eingesetzt worden ist“, sagt Dr. Axel Kowalski von der Akademie für Neurofeedback. Auf der Seite der Akademie gibt es unter anderem Beispiele für einen erfolgreichen Einsatz von Neurofeedback bei Kindern mit AD(H)S oder mit Lernschwäche, bei chronischen Schmerzpatienten, Epilepsie, Schlaflosigkeit und bei posttraumatischen Störungen. „Eine Wundertherapie ist Neurofeedback nicht“, betont Dr. Axel Kowalski, „weil es Wundertherapien nicht gibt. Aber das Potenzial von Neurofeedback scheint riesig zu sein“. Und das gilt nicht alleine für einen Einsatz als Therapie gegen Krankheiten und Störungen. Neurofeedback wird auch zur Leistungssteigerung bei gesunden Sportlern, Kreativen und Managern eingesetzt. Um das Potenzial dieser Therapie stärker als zuvor auch in Deutschland zu nutzen, schult die Akademie Fachleute im Neurofeedback und bildet sie zu Trainern, Therapeuten und Dozenten aus. „Wir registrieren ein steigendes Interesse am Neurofeedback“, sagt Dr. Axel Kowalski, „es ist faszinierend zu sehen, wie weltweit erfolgreich an Einsatzmöglichkeiten gearbeitet wird.“ Es fasziniert. Und es macht Hoffnung.

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