(openPR) Legasthenie ist für viele Menschen mit normaler Intelligenz und Begabung immer noch eine unüberwindbare Hürde für angemessene Bildung und die Teilnahme an einem einigermaßen normalen Leben. Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 15 Prozent eines jeden Schuljahrganges von einer Störung des Schriftspracherwerbs betroffen sind. Lesen und Schreiben sind in einer modernen Zivilgesellschaft immer noch die wichtigsten Kulturtechniken und bilden die entscheidenden Zugangskriterien für Bildung, Einkommen und die Teilhabe am sozialen Leben. Die persönliche und charakterliche Entwicklung des Menschen hängt in ganz erheblichem Maße davon ab, wie der Erwerb der Schriftsprache vonstattengeht. Die Schäden und Kosten, die durch ein Scheitern dieses Prozesses verursacht werden, (psychische Erkrankungen, bis hin zur Delinquenz als Folgeerscheinung) gehen in die Milliardenhöhe und verbrauchen große Ressourcen in den Staatshaushalten.
Eine Legasthenie ist zwar behandelbar, aber noch lange nicht heilbar. Verbesserungen sind möglich, bedürfen aber einer langen und kostenintensiven Begleitung oft über Jahre hinweg. Kompetente therapeutische Hilfe ist nur in wenigen Fällen vor Ort vorhanden, die Versorgung mit passenden Hilfsangeboten ist oft lückenhaft.
In der praktischen Erfahrung zeigt sich immer wieder, dass Neurofeedback bei der Symptomverbesserung einer Legasthenie hilfreich sein kann, jedoch sind diese Erkenntnisse wenig wissenschaftlich abgesichert. Es fehlt an einem übergreifenden Konzept, welches generalisierbar ist und für die Mehrheit der von dieser Störung Betroffenen, schlüssige Behandlungsverfahren ermöglicht.
Wir haben ein Verfahren entwickelt, welches in der täglichen Praxis in vielen Fällen deutliche Erfolge bei der Verbesserung der Legastheniesymptomatik erreichen konnte. Deswegen beabsichtigt das Institut für EEG-Neurofeedback eine wissenschaftliche Studie darüber anzulegen. Es sollte am Ende kein Zweifel mehr darüber bestehen, dass man mit Neurofeedback auch bei schwersten Legasthenien in kurzer Zeit gute Ergebnisse erzielen kann. Das wäre ein Meilenstein in der Behandlung der Legasthenie und würde viel mehr Menschen helfen, die bislang keine Möglichkeit hatten, ihre Beschwerden zu lindern.
Das Institut für EEG-Neurofeedback verfolgt mit diesem Projekt, dass sich in der Behandlung der Legasthenie etwas Grundlegendes ändert: Nämlich, dass sich in Zukunft Neurofeedback als Behandlungsform bei Legasthenie Standard wird. Schließlich handelt es sich um eine Symptomatik, deren Ursache die Verschaltung von Neuronen im Gehirn selbst ist! Beabsichtigt ist es, mit einem spezifischen Neurofeedback-Verfahren jene Schaltzentralen des Gehirns zu aktivieren, welche für die Verarbeitung der Schriftsprache verantwortlich sind.
Für diese Studie sucht das Institut für EEG-Neurofeedback nach geeigneten Probanden.
Beginn wird April 2016 sein.
Voraussetzungen für Teilnehmer an unserer Studie:
Alter 6 - 14 Jahre. Die Diagnose Legasthenie muss diagnostiziert sein von einem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.
Weitere Infos und nötige Details erhalten die Eltern, bei Kontaktaufnahme mit dem IFEN.










