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Das sagen die Parteien in Hamburg zu Tierversuchen

17.02.202011:23 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Am 23. Februar ist Wahl zur Bürgerschaft in Hamburg. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche hat Parteien zu Ihrer Position zu Tierversuchen befragt, die Antworten ausgewertet und in einer Ampel-Tabelle übersichtlich zusammengestellt.



Die SPD gibt an, dass die Zukunft tierversuchsfrei sein soll, möchte aber vorerst an Tierversuchen festhalten, solange dies notwendig wäre. Alternative Methoden sollen gefördert und Tierversuche wo möglich reduziert werden. Allerdings steht die SPD einem Ausstiegsplan sowie der Umwidmung des neuen Tierhauses am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hin zu einem tierfreien Innovationszentrum indifferent gegenüber (beides sind elementare Forderung von Ärzte gegen Tierversuche). Ein sofortiges Verbot für Schweregrad „schwer“-Versuche unterstützt sie.

Bündnis 90/DIE GRÜNEN setzen sich für die Abschaffung der Tierversuche ein und sehen eine dringende Notwendigkeit in einer Gesamtstrategie, die ein Umdenken in Forschung und Wissenschaft mit einbezieht. Die Abschaffung soll schrittweise vonstattengehen und konkrete Ziel- und Zeitvorgaben beinhalten. Allerdings ist kein sofortiger Ausstieg geplant, so dass auch das Tierhaus des UKE vorerst seinem ursprünglichen Zweck dienen soll.

Die FDP sieht dies ähnlich: Das Ziel soll sein, dass Tierversuche obsolet werden – sieht aber aktuell nicht einmal die Möglichkeit, die Schweregrad „schwer“- und LD50-Versuche für Botox zu verbieten. Es wird keine Notwendigkeit in der Umwidmung des Tierhauses am UKE gesehen. Die daraus entstehende Problematik, wie unter diesen Umständen dem deutlich formulierten Wunsch nach Obsoletierung der Tierversuche nähergekommen werden soll, bleibt unklar bis auf prinzipielle Unterstützung der 3R-Forschung*.

DIE LINKE setzt sich bereits aktiv für einen „Fahrplan zum Ausstieg“ ein. Ein Themenpapier sieht einen Ausbau von Förderstrukturen für alternative Forschungsmethoden vor. In diesem Zusammenhang wird die Umwandlung der Nutzung des Tierhauses am UKE als gute Idee gewertet; im Vorfeld wurde versucht, die 32 Millionen, die für den Ausbau genehmigt werden sollten, mit einer Haushaltssperre zu belegen. Schweregrad „schwer“-Versuche sowie die LD50-Tests sollen umgehend verboten werden.

Die Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz (Tierschutzpartei) und die Partei „Tierschutz hier“ sind, wenn auch unterschiedlich formuliert, in allen Punkten sehr klar: Tierversuche gehören verboten und in tierfreie, innovative Forschung muss investiert werden. Beide Parteien unterstützen die Entwicklung eines fundierten Ausstiegsplans – nicht nur für Hamburg, sondern bundesweit.

Die CDU hat auch nach Erinnerung nicht auf die Anfrage geantwortet.

Der Verein Ärzte gegen Tierversuche appelliert an die Wähler, der Partei ihre Stimme zu geben, die eine klare Position für die Abschaffung der Tierversuche beziehen. „Jeder Wähler in Hamburg hat an diesem Sonntag die Möglichkeit, für Tierschutz und innovative, tierfreie und moderne Forschung zu stimmen – nutzen Sie diese Möglichkeit!“, so Biologin Julia Radzwill von Ärzte gegen Tierversuche.

* 3R steht für Reduce, Replace, Refine (Reduzieren, Ersetzen, Verfeinern). Dabei wird der Tierversuch als Methode nicht in Frage gestellt, sondern soll lediglich etwas modifiziert werden.

Übersichtstabelle: Bürgerschaftswahl Hamburg - Das sagen die Parteien zu Tierversuchen:
https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/images/pdf/wahlen/2020_wahl_hh.pdf

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