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VdW südwest zum Rückgang der Baugenehmigungszahlen

19.09.201916:52 UhrIndustrie, Bau & Immobilien

(openPR) Das Statistische Bundesamt hat heute Zahlen zur Entwicklung der Baugenehmigungen im laufenden Jahr veröffentlicht. Von Januar bis Juli 2019 wurde bundesweit der Bau von 196.400 neuen Wohnungen genehmigt. Das ist ein Rückgang von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Hessen ist der Rückgang sogar noch stärker. Hier wurden von Januar bis Juli 2019 14.500 neue Wohnungen genehmigt und damit 6,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Besonders groß ist der Rückgang bei Mehrfamilienhäusern (drei oder mehr Wohnungen). Hier wurden in Hessen von Januar bis Juni [Zahlen für Juli 2019 liegen noch nicht vor] lediglich 6.000 neue Wohnungen genehmigt. Dies bedeutet einen Rückgang von 18,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest), erklärt dazu:

„Der massive Rückgang der Baugenehmigungszahlen bedeutet nichts Gutes für die Zukunft des bezahlbaren Wohnens in Hessen. Wenn die Talfahrt bei den Genehmigungen so anhält, wird das Wohnungsangebot vor allem in den beliebten Ballungsregionen in absehbarer Zeit nicht mit der hohen Nachfrage mithalten können. Besondere Sorge bereitet uns der Rückgang bei den Baugenehmigungszahlen für Wohnungen in Mehrfamilienhäuser um fast 20 Prozent. Denn gerade dort müssen bezahlbare Mietwohnungen entstehen.“

Die stark rückläufigen Baugenehmigungen seien nach Ansicht des Verbands auch die Quittung für immer mehr regulierende Eingriffe in den Mietwohnungsmarkt. Denn Investitionen in den Wohnungsbau bräuchten verlässliche und planbare Rahmenbedingungen. Statt ständig neue Vorschriften zu erlassen und damit Verunsicherung bei Bauherren zu schüren, müsse die Politik endlich wirksame Maßnahmen für schnelleren und günstigeren Wohnungsneubau in die Tat umsetzen.

„Wir brauchen dringend eine verstärkte Ausweisung von Bauland. Hier sind die Kommunen gefragt, aber sie brauchen auch finanzielle Unterstützung vom Land. Städte und Gemeinden müssen in größerem Maße Grundstücke für bezahlbaren Mietwohnungsbau abgeben, aber nicht zum Höchstpreis, sondern bevorzugt für Wohnungen im preisgedämpften Bereich. Die Kapazitäten in den Bauämtern müssen erhöht sowie die Planungsprozesse vereinfacht und beschleunigt werden. Außerdem muss die Wohnraumförderung verbessert werden, damit wieder mehr geförderter Wohnungsbau für breite Schichten der Bevölkerung entsteht.“

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