(openPR) Das sich gerade in unserer Gesellschaft und global ein Wandel vollzieht haben viele bereits bemerkt. Ein Leben ohne Smartphone und Internet ist für die meisten Menschen im westlichen Raum kaum mehr vorstellbar. Mittlerweile haben wir sogar eine ganze Generation die keinen Tag ihres Lebens ohne Internet verbracht hat. Viele Bereiche des Lebens haben sich seither verändert. Sei es die Kommunikation untereinander oder neue Bedürfnisse die Menschen haben. Keiner scheint mehr Zeit zu haben, alles muss schnell gehen, alles ist sehr oberflächlich geworden und niemand schätzt mehr den wahren Wert der Dinge.
Das Gastgewerbe befindet sich ebenfalls in einem Strukturwandel. Dieser vollzieht sich in Großstädten, ländlichen Gebieten und kleineren Städten jeweils etwas anders.
Immer mehr Menschen ziehen aus ländlichen Gebieten in große Städte. Was bleibt ist die ältere Generation und Heimatverbundene, die das Pendeln in die nächste Großstadt in Kauf nehmen. Die Gastronomie in diesen Regionen hat Probleme damit Personal zu finden, denn Leute zu finden ist schwer und diese noch für die Gastronomie zu begeistern noch viel schwieriger. Zudem sind die Lokale meist nur an 2-3 Tagen gut besucht. So leben diese Unternehmen meist von Familienfeiern am Wochenende oder der Tradition des typischen Familienessen am Sonntag. Die ältere Generation sieht Essen gehen noch als einen besonderen Anlass und kocht zum größten Teil zuhause noch selbst.
In Großstädten und Metropolen wie Berlin oder München hingegen schießen neue Gastronomiekonzepte wie Pilze aus dem Boden. 2019 war das erste Jahr in dem mehr Ladenflächen an Gastronomie anstatt dem Einzelhandel vermietet wurden. Es ist also ein Bedarf da. Viele junge Menschen haben nach der Arbeit keine Zeit oder keine Lust zu kochen. Sie lassen sich das Essen nachhaus liefern oder gehen nach der Arbeit mit Kollegen noch irgendwo hin. Für viele Konsumenten die in einer Großstadt leben ist Essen gehen zum Alltag geworden. Sie gehen häufiger in Restaurants geben dafür aber weniger Geld aus. Das heißt der Pro-Kopf Umsatz in einzelnen Lokalen sinkt. Das Überangebot sorgt dafür, dass es immer weniger Stammgäste gibt. Viele Restaurants haben zudem ein ähnliches Konzept es ist dem Gast schon fast egal wohin er zum Essen geht. Wer sich mit seinem Lokal richtig positioniert, ein klares Konzept anbietet mit dem er sich von der Konkurrenz abhebt, hat größere Chancen Stammgäste zu gewinnen und zielgerichtet Gäste für sein Lokal zu gewinnen.
Mittelgroße und Kleinstädte sind vom Aussterben bedroht und haben das Problem das sie für junge Menschen unattraktiv sind. Die Gästegruppe die auch unter der Woche ausgeht ist zu wenig vorhanden. Die Einzel Gastronomie hat zu kämpfen denn sie lebt hauptsächlich vom Wochenend Geschäft an dem auch die ältere Generation zum Essen geht oder sich auf einen Drink verabredet. Franchiseunternehmen hingegen können umsatzschwache Tage ausgleichen da sie mehrere Betriebe in verschiedenen Städten haben. Sie bestimmen aber auch immer mehr den Preis, an den sich der Einzelgastronom anpassen muss, wenn er mithalten will.
Wörter wie Digitalisierung haben leider immernoch eine abschreckende Wirkung und viele Unternehmer verbinden mit dem Begriff etwas Negatives. So glaubt man Digitalisierung bedeutet: Altes ist nicht mehr gut und muss ersetzt werden oder man fürchtet sich davor, weil es etwas Unbekanntes noch nie da Gewesenes ist wo niemand weiß wie man richtig damit umgeht.
Dabei sollten wir versuchen die neuen Möglichkeiten die dank der Digitalisierung entstanden sind ins Unternehmen einbinden und bereits bestehende Probleme damit lösen. Digitale Produkte können zum Beispiel eine Chance sein um Personalmangel entgegenzuwirken. Bei Marketing über das Internet geht es primär darum mit seinem Lokal dort sichtbar zu sein wo sich Gäste aufhalten bevor sie einen Tisch reservieren und natürlich kann man online sein Angebot mehr Menschen präsentieren. Zahlreiche Möglichkeiten wurden in den letzten Monaten entwickelt, um der Bürokratie in der Gastronomie Herr zu werden und eine Erleichterung zu schaffen.
Digitalisierung bedeutet nicht Persönlichkeiten oder ein erlerntes Handwerk zu ersetzen oder alle Betriebsprozesse zu automatisieren. Vielmehr geht es darum online mit offline zu verbinden die Chancen eines neuen Zeitalters effektiv zu nutzen und mit der Zeit zu gehen. Jedes Unternehmen hat seine eigene Digitalisierung. Es gibt kein Gesamtkonzept für alle, aber es gibt für jeden etwas um sich den Alltag etwas zu erleichtern und wieder Freude an der Gastronomie zu finden und seine Gäste zu begeistern.













