(openPR) Schweiz: Schock - die fünf grössten Onlinehändler schlagen die fünf grössten Shoppingcenter (Glattzentrum, Balexert, Tivoli, Sihlcity, Shoppyland) locker! Auch wenn das Beratungsunternehmen Carpathia (blog.carpathia.com) als Urheberin der Studie die Onlinehandelszahlen von 2016 (2,313 Milliarden Franken) mit jenen der Einkaufszentren im Jahr 2015 vergleicht (2,103 Milliarden): Die Tendenz stimmt trotzdem. Was bedeutet dies für die Gastronomie in Shoppingcentern und auch in Innenstädten? Es gibt gegenläufige Entwicklungen. Sicher ist: Bestimmte Betriebe wie Cafés werden weniger Laufkundschaft haben; ganz einfach, weil immer weniger Umsatz in Läden generiert wird. Zudem wehren sich manche Warenhäuser in Stadtzentren gegen den Umsatzrückgang, indem sie das "Einkaufserlebnis" verstärken wollen. Globus Zürich beispielsweise will in der Damenmodenabteilung eine Champagnerbar einrichten, weitere Warenhäuser versuchen es mit Cafés oder ganzen Food Courts. Das bedeutet mehr Konkurrenz für die angestammte Gastronomie. Andererseits entstehen durch Schliessungen von Läden Leerstände, welche preisregulierend wirken. Somit werden derartige Mietobjekte für bestimmte Gastronomietypen, besonders auch für Popups, interessant.
Positives Beispiel: das Berner Einkaufszentrum Westside, das mit seinem Unterhaltungsangebot und seiner in den letzten Jahren gewachsenen Gastronomieszene mit grossem Food Court, Sports Bar und Ethno-Angeboten (Thai, Ramenbar, Sushi, Pizza&Pasta, Mexican) den Wandel vom Konsum- zum Erlebnistempel vollzogen hat.
Auch in Stadtzentren lassen sich ähnliche Tendenzen ausmachen. So ist etwa das vom Exodus der Läden betroffene Zürcher Niederdorf offenbar wieder attraktiv für Wirte, was zu einer lebendigen "Beizenszene" beitragen könnte. Fazit: Gastronomen müssen künftig Standorte noch sorgfältiger und genauer evaluieren als bisher..








