(openPR) Die Finanzierungslandschaft in Deutschland befindet sich derzeit in einem bis dato noch nie dagewesenen Umbruch. Viele Faktoren führen dazu, dass sich der Markt, Modelle und Strukturen umfassend verändern. Man betrachte hier zunächst die Situation der Banken: Verschärfte regulatorische Anforderungen, veränderte Geschäftsmodelle und nachgefragte Produkte, das niedrige Zinsumfeld sowie strukturell nötige Anpassungen tragen dazu bei, dass sich Banken nicht nur neu aufstellen, sondern fast schon neu erfinden müssen. Für das deutsche Umfeld der Finanzierung von mittelständischen Unternehmen hat das spürbare Auswirkungen. Experten, zum Beispiel von Euler Hermes, gehen bereits von einer Kreditverknappung für mittlere Bonitäten aus. Der Hintergrund: Banken haben im Rahmen der neuen Regulatorik für ihre Risikopositionen entsprechend Eigenkapital zu hinterlegen. Außerdem gibt es künftig eine Obergrenze für die langfristige Verschuldungsquote, die eine stärkere Fristenkongruenz bei der Refinanzierung erfordert.
Bedeutung des Ratings
Die Bonität eines Unternehmens ist damit der zentrale Faktor für die Bewertung und Konditionierung eines möglichen Engagements der Bank. Diese Entwicklungen müssen Unternehmen künftig bei der strategischen Aufstellung ihrer Finanzierungsstruktur beachten. Die Kenntnis über die Bedeutung und Steuerung der relevanten Ratingfaktoren wird dabei immer wichtiger. Bei der Erschließung neuer Finanzierungsmodelle und Partner müssen immer auch mögliche Auswirkungen auf das Rating bedacht werden. „Alternative Finanzierungen, wie Factoring oder Sale & Lease Back haben zum Beispiel einen positiven Einfluss auf die Bilanzkennzahlen und somit das Rating“, berichtet Carl-Jan von der Goltz, Geschäftsführender Gesellschafter der Maturus Finance GmbH. Schon heute gehören diese Modelle in den Finanzierungsmix vieler Unternehmen. Auf politischer und regulatorischer Ebene wird eine bankenunabhängige Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen zusätzlich forciert. Das Entwurfspapier einer Kapitalmarktunion der Europäischen Kommission von 2015 unterstreicht diesen Ansatz.
Hebelwirkung durch Einsatz von Sale & Lease Back
Während beim Factoring durch den fortlaufenden Forderungsverkauf eine Stärkung der Liquidität erreicht wird, zielt der Ansatz bei Sale & Lease Back darauf ab, frische finanzielle Mittel aus gebrauchten Maschinen und Anlagen zu generieren. Diese binden gerade in produzierenden Unternehmen oft erhebliches Kapital. Im Rahmen von Sale & Lease Back werden diese internen stillen Reserven gehoben, wie Carl-Jan von der Goltz erläutert: „Wir kaufen die Maschinen an und das Unternehmen least diese direkt wieder zurück. Die so erzielte Liquidität steht dann ohne Auflagen für die Führung oder Weiterentwicklung des Unternehmens zur Verfügung. Meist gibt es einen konkreten Anlass, für den schnell und flexibel Geld benötigt wird. Das kann eine Investition sein, die Auszahlung eines Gesellschafters, die Reorganisation eines Betriebes oder die Vorfinanzierung eines Auftrages.“ Das Augenmerk liegt bei Sale & Lease Back nicht auf der Bonität, sondern auf der Werthaltigkeit, Mobilität und Fungibilität der Maschinen. So kann die alternative Finanzierung auch in wirtschaftlich angespannten Phasen zum Einsatz kommen. „Es kann sein, dass sich eine Bank aus Risikosicht leichter für ein Engagement entscheidet, wenn wir dieses als bankenunabhängiger Finanzierer ebenfalls begleiten“, so Geschäftsführer von der Goltz. „Wir sprechen dann von einer Hebelfunktion.“
Weitere Informationen zu Sale & Lease Back gibt es unter www.maturus.com. Dort kann das Finanzierungsmagazin „maturusaktuell“ mit weiteren praktischen Beispielen kostenlos heruntergeladen werden.








