(openPR) Initiative Grafschaft21 ruft zu Protest auf. Liste auf www.grafschafter-bleiben.de. „Müssen für Erhalt kämpfen.“
„Die Katze ist aus dem Sack“, so bringt es Grafschaft21-Sprecher Ulf Gosejacob auf den Punkt. Gemeint ist die offene Forderung des Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Emsland, Heinrich Hövelmannn. Dieser hatte gefordert, die Grafschaft mit dem Emsland zu fusionieren, „oder schlimmer einzugliedern“, wie Gosejacob sagt.
Dagegen will die Initiative gemeinsam mit der Grafschafter Bevölkerung protestieren. Zu diesem Zweck haben die Macher eine Internetseite online gestellt. Auf www.grafschafter-bleiben.de können die Grafschafter Bürgerinnen und Bürger sich eintragen und damit deutlich machen, dass die Grafschaft eigenständig bleiben soll.
Ministerpräsident Wulff hatte die Diskussion als erster angestoßen. Seine Empfehlung: Die beiden Kreise sollten sich gemeinsam darum bewerben, „Oberzentrum“ im Verwaltungssinne zu werden. Darauf hatte der emsländische CDU-Kreisfraktionschef Hövelmann in Zeitungsberichten geäußert, mit der Grafschaft habe es immer nur Probleme gegeben. Wenn, dann solle ein gemeinsamer Kreis entstehen. In diesen Berichten habe Hövelmann die Grafschaft unhaltbar herabgewürdigt und beleidigt, schreibt Grafschaft21 in einer Pressemitteilung.
Und die Initiative will aufklären: „Die Bestrebungen, die Grafschaft zu zerschlagen oder dem Emsland zuzuordnen gibt es in einigen politischen Gremien schon länger“, sagt Sprecher Ulf Gosejacob. Der Vorstoß von Hövelmann ist nach Meinung der Initiative geplant und mit dem emsländischen Landrat Bröring und Ministerpräsident Wulff abgesprochen. „Wir wollen mit unserer Aktion auch die Mitglieder des Grafschafter Kreistages daran erinnern, dass sie Grafschafter Interessen zu vertreten haben. Gleiches gilt für die Landtagsabgeordneten“, streicht sein Mitstreiter Thomas Bräutigam heraus.
„Unser Landkreis wird seit Jahren durch die Hintertür aufgefressen“, das können wir nicht weiter hinnehmen“, sagt Bräutigam und erinnert an den Abzug des Katasteramtes oder die Herabstufung der Grafschafter Polizei zum Kommissariat. „Wenn wir unsere Eigenständigkeit nicht auch noch verlieren wollen, dann müssen wir dafür kämpfen – und zwar jetzt, sonst werden wir über den Tisch gezogen“.
Initiative Grafschaft21
Stadtring 38
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Kontakt:
Alexander Klomparend
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