(openPR) „Die Grafschafter wollen Grafschafter bleiben“, betont Grafschaft21-Sprecher Ulf Gosejacob. Die rege Teilnahme und die Aussagen auf www.grafschafter-bleiben.de zeigten, dass der emsländische CDU-Politiker Heinrich Hövelmann in ein Wespennest gestochen habe. Hövelmanns Äußerungen im GN-Interview deuten nach Meinung der Initiative auf eine mögliche Gebietsreform nach der Landtagswahl hin
„Herr Hövelmann versucht in herablassender Art und Weise, den Grafschaftern weiß zu machen, dass die Fusion unumgänglich ist“, so Alexander Klomparend von Grafschaft21. Herr Hövelmann sei ein kommunalpolitischer „alter Hase“. Es erscheint der Initiative Grafschaft 21 eher unwahrscheinlich, dass er in dieser Form unabgesprochen vorprescht. „Er zeigt mit seinen Äußerungen, dass es ihm und seinen Mitstreitern Bröring und Wulff vor allem um Vorteile für den jetzigen Kreis Emsland geht.“
Bereits seit langem werde die Grafschaft zu Gunsten des Emslandes ausgepresst. Nach einer Fusion würde diese Tendenz nach Meinung von Grafschaft21 eher noch schlimmer. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Emsland die Rosinen allein für sich will. Die Antwort kann nur ein Besinnen auf die eigene Stärke sein“, fordert Ulf Gosejacob. „Ziel muss es sein, eine starke, eigenständige Grafschaft Bentheim zu bleiben“, betont er.
Die Initiative verweist in diesem Zusammenhang auch auf das auf die Abschaffung der Bezirksregierungen durch den Ministerpräsidenten Wulf direkt nach der gewonnenen Landtagswahl 2003. Grafschaft21 befürchtet, dass eine neue CDU – Landesregierung nach einer gewonnenen Landtagswahl in gleicher Weise eine Landkreisreform durchführen werde. „Nur dann kann Herr Wulf hoffen, dass die Wähler ihm für die Zukunft eine solche Zwangsfusion verzeihen werden“, so Grafschaft21 in ihrer Pressemitteilung.
„Ein klares, deutliches und lautes Nein muss her, und zwar jetzt“, sind sich die beiden Sprecher einig. „Die Menschen und auch die Institutionen in der Grafschaft müssen jetzt sagen: Ja, ich will Grafschafter bleiben, sonst ist es vielleicht zu spät“, betonen sie. Daher wolle die Initiative auf ihrer Seite www.grafschafter-bleiben.de eine Möglichkeit für Unternehmen und Institutionen anbieten, ihre Internetadresse zu veröffentlichen. „Derzeit hat wohl kaum eine lokale Internetseite höhere Klickzahlen als unsere. Das sollen auch die Grafschafter Unternehmen nutzen können, natürlich kostenlos“, sagen die Initiatoren.
Mit den bisherigen Aktivitäten zum Erhalt der Grafschaft wollen sich die Aktiven noch nicht zufrieden geben. „Wir planen weitere Aktionen, die wir noch nicht konkretisieren können. Schließlich kostet vieles Geld und wir arbeiten ehrenamtlich“, so die Gruppe. Daher werde man weitere kostengünstige Aktionsmöglichkeiten finden, heißt es. Wichtig sei vor allem, dass die Kreispolitik sich jetzt äußert.












