(openPR) Das christliche Gebetsfrühstück im CJD Berufsbildungswerk Frechen, das seit 2008 einmal im Jahr stattfindet und im März 2019 zum zwölften Mal stattfand, ist eine Veranstaltung für geladene Freunde, Nachbarn, Politiker, Unternehmer, Mitarbeiter der Verwaltungen, Menschen der Kirche und Partner der Gesellschaft.
Zu den liturgischen Elementen gehören neben Besinnung, Gesang und Fürbitten auch viel Zeit für Gespräche, Frühstücken sowie der Vortrag eines Ehrengastes. Der diesjährige Ehrengast, Dr.-Ing. Andreas Cerbe, Mitglied des Vorstandes der RheinEnergie, sprach zum Thema „Babylonische Verwirrung oder Pfingstereignis - Gesellschaftliche Teilhabe bei Großprojekten“.
Cerbe zeigte in seinem Vortrag auf, wie schwierig Veränderungen in der Region sind und wie unterschiedlich auf sie reagiert wird- und wie kontrovers sie kommuniziert werden. Täglich müssen Entscheidungen gefällt werden, das könne gemäß Gesinnung oder Verantwortung geschehen. „Wir müssen die Gesellschaft so organisieren, dass Fehler schnell korrigierbar sind“, erklärte Cerbe. Die Stilllegung des Kohleabbaus z.B. werde weit reichende Konsequenzen für die Bevölkerung mit sich bringen. Da spreche aber jeder mit einer „anderen Sprache“. Es werden pro Jahr 7 bis 10 Tonnen an CO2 pro Person verwendet, die Zahl müsse aber bei 0 liegen. „Wir müssen uns in Respekt voreinander besinnen, auf ein Handeln aus Verantwortung und nicht aus Eigennutz und Egomanie“, mahnte Andreas Cerbe.
Eine Besinnung hielt Almuth Torjuul, evangelische Kirche Frechen.
Sie ermutigte die Frühstücksgemeinde, „Spielräume zu nutzen“, so wie Joseph von Arimathäa es getan hatte. Er hatte, wie von den Evangelisten Markus und Johannes berichtet, es gewagt, gegen alle damaligen Regeln, von Pilatus den Leichnam Jesu zu erbitten, um ihn zu bestatten. Joseph von Arimathäa, ein reicher Jude und heimlicher Jünger Jesu, hatte die Vision vom Reich Gottes im Alltag.
Markus Besserer, Gesamtleiter CJD NRW Süd/Rheinland, erklärte, dass auch das CJD Frechen sich Herausforderungen stellen will und Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt. So berichtete er u.a. über die Qualifizierungsmaßnahme für Geflüchtete im Bereich Elektrotechnik, die im CJD Rhein-Erft im EkoZ in Kerpen eingerichtet wurde und über die Neueinführung ab kommenden Ausbildungsjahr der Berufsausbildung im Pflegebereich zum/ zur Fachpraktiker/ Fachpraktikerin für personenbezogenen Serviceleistungen.
Das Frühstück wurde ausgerichtet und serviert von den Auszubildenden und ihren Ausbildern aus Hauswirtschaft und Küche.
Die Teilnehmenden an der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) sprachen die Fürbitten und gemeinsam mit CJD Mitarbeitenden und Auszubildenden sang die Frühstücksgemeinde christliche Lieder.
Diese Form der „Frühstücksgemeinschaft“ findet in 80- jähriger Tradition in den USA im Weißen Haus auf Einladung des Präsidenten statt. Diese Tradition hat mittlerweile auch an vielen Orten in Deutschland Einzug gehalten, Partei – und konfessionsübergreifend zum Beispiel auch im Deutschen Bundestag.
Die Gebetsfrühstücke dienen der Vernetzung, der Kontaktherstellung und sollen
zur Förderung und Unterstützung der Arbeit des Berufsbildungswerkes beitragen.
Gekommen waren über 80 Gäste, darunter, neben einigen Mitarbeitenden und Auszubildenden, Nachbarn, Freunde und Förderer aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Schule.













