(openPR) Vor mehr als einem Jahrhundert schrieb Emile Coué sein Buch zum Thema Autosuggestion, das als Initialzündung für das moderne positive Denken gilt. Seine Zauberformel lautete: Es geht mir mit jedem Tag in jeder Hinsicht immer besser und besser.
Tatsächlich war er natürlich nicht der Erfinder des Positiven Denkens. Schon die alten Griechen und da insbesondere die Stoiker hatten erkannt, daß unser Denken entscheidend unsere Befindlichkeit prägt. Es sind nicht die Dinge an sich, die uns beunruhigen, sondern die Art und Weise wie man darüber denkt (Epiktet).
Im 20. Jahrhundert wurde das Positive Denken populär, weil die Amerikaner sich seiner annahmen und mit der amerikanischen Kultur des „Everything goes“ und einer Brise hemdsärmeligen Pragmatismus trat der Ansatz seines Siegeszugs um die Welt an.
„Yes we can“, rief Barack Obama seinen Anhängern zu und auch sein Nachfolger ist bekannt für einen unerschütterlichen Optimismus, der manchmal an die Grenzen der Realität stößt. Beispielsweise wenn der Präsident behauptet, daß bei seiner Amtseinführung mehr Menschen als jemals zuvor bei diesem Anlaß gejubelt hätten.
Und genau hier liegt auch die Gefahr, die Kritiker des Positiven Denkens immer wieder hervorheben. Die rosarote Brille verzerrt die Wirklichkeit und verhindert, daß man sich echten Problemen stellt, sie in Angriff nimmt und die Welt besser macht. Sie läßt einen schön weiteren träumen, amerikanisch oder in jeder anderen Sprache der Welt.
Diese Kritik hat natürlich Berechtigung. Positives Denken ist dann von Nutzen, wenn es die Motivation für Positives Handeln liefert. Es ist schädlich, wenn es nur dabei hilft, eine unbefriedigende Situation passiv auszuhalten.
Tatsächlich gibt es falsches positives Denken und richtiges. Mit Sicherheit gibt es aber auch viele ganz praktische Gründe die Erfolgsgeschichte des Positiven Denkens fortzuschreiben. Es mag verblüffend klingen, aber das beste Argument dafür ist tatsächlich die Realität.
Wieso die Realität, mag jetzt der eine oder andere Fragen? Wird unsere Welt denn nicht immer schlechter, grausamer, rücksichtloser? Die Antwort darauf ist ein beherztes positives NEIN. Die Medien arbeiten gerne mit negativen Nachrichten, weil die Menschen darauf besonders sensibel reagieren und sich schlechte Nachrichten besser verkaufen. Betrachtet man aber die Fakten, so befindet sich die Welt und die Menschheit auf einem sehr guten positiven Weg. Der Statistiker Hans Rosling hat es nicht bei seinem guten Gefühl belassen. Er hat Daten gesammelt. Sie finden sich in dem Buch: Factfullness: Ten Reasons We're Wrong About The World - And Why Things Are Better Than You Think. Das Resultat ist beeindruckend und die Botschaft kann und sollte Mut machen. Die Gewalt in der Welt nimmt seit Jahrhunderten ab. Der Hunger ist vom Aussterben bedroht. Die Menschen leben länger und gesünder als je zuvor. Die Liste der guten Nachrichten ist lang und was sie noch besser macht, sie ist wahr.
Wahr ist auch, daß man Positives Denken lernen kann. Beispielsweise in Seminaren zur Selbstsicherheit und Stressprävention in Berlin. Informationen dafür findet man auf www.innerestaerke.com










