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Virtuose Solo-Kadenzen und monumentaler Orchesterklang

12.11.201819:46 UhrKunst & Kultur
Bild: Virtuose Solo-Kadenzen und monumentaler Orchesterklang
Westfalen Winds und Reinhold Friedrich, Trompetensolist - Foto: Kathrin Klein
Westfalen Winds und Reinhold Friedrich, Trompetensolist - Foto: Kathrin Klein

(openPR) Die westfälische Bläserphilharmonie „Westfalen Winds“ verabschiedete am vergangenen Wochenende mit zwei glanzvollen Konzerten in der Stadthalle Attendorn und im Kurhaus Bad Fredeburg ihren langjährigen künstlerischen Leiter und Dirigenten, Ulrich Schmidt. Besonderer Gastsolist war der Trompetenvirtuose Reinhold Friedrich.



Mit „Tradition & Innovation“ präsentierte „Westfalen Winds“ am vergangenen Freitag- und Samstagabend zwei Konzerte der künstlerischen Extraklasse. Die Auseinandersetzung mit traditionell und gesellschaftlich Gewachsenem stand im Vordergrund und beinhaltete jeweils ein Programmspektrum von modernen, zeitgenössischen Kompositionen bis zu Meisterwerken des frühen 20. Jahrhunderts.

Der Konzertbeginn war der Innovation vorbehalten und wurde mit der „Smetana-Fanfare“ von Karel Husa zeitgenössisch in Szene gesetzt. Im Anschluss folgte bereits einer der Programmhöhepunkte: Einer der renommiertesten deutschen Trompetensolisten der Gegenwart betrat die Bühne. Zusammen mit Reinhold Friedrich wurde Dana Wilsons „Concerto for Trumpet and Wind Symphony“ interpretiert. Im raffinierten Klangdialog, durchdrungen mit technisch anspruchsvollen und virtuosen Kadenzen, bewiesen Orchester und Solist ihre große musikalische Qualität.

Bereits nach dem Solo-Werk forderte das Publikum in beiden Konzerten eine Zugabe, die mit dem Trompeterlied „Behüt dich Gott! – Es wär zu schön gewesen“ aus Ernst Nesslers Oper „Der Trompeter von Säckingen“ lyrisch zum Besten gegeben wurde.
Vor der Pause dann der zweite Programmhöhepunkt: die Uraufführung von „Tramonto Italiano – Il Dente del Tempo (z. dt. „Italienischer Sonnenuntergang – Der Zahn der Zeit“), die „Westfalen Winds“ beim Sauerländer Komponisten Tobias Schütte in Auftrag gegeben hat und sowohl von meditativem als auch monumentalem Orchesterklang geprägt ist.

Im zweiten Konzertteil spürte das Orchester der Tradition nach und begann mit Percy Aldridge Graingers Meisterwerk „Lincolnshire Posy“. Es folgte Miroslav Juchelkas „Verbunk“, einem ungarischen Werbetanz aus dem 18. Jahrhundert als perfekte Überleitung für das Konzertende, den „Yiddish Dances“ von Adam Gorb. Mit fünf sehr unterhaltsamen Klezmer-Sätzen setzte das westfälische Konzertorchester mit hoher rhythmischer Präzision und großer musikalischer Empathie einen Schlusspunkt.

Allerdings brauchte es noch zwei weitere Zugaben, bis Orchester und Dirigent am jeweiligen Konzertabend vom Publikum entlassen wurden. In Attendorn folgte nach langanhaltendem Applaus zunächst Dimitri Schostakowitschs „Folk Dances“ in russischer Exuberanz. In Bad Fredeburg hat sich „Westfalen Winds“ etwas Besonderes einfallen lassen:

In Anerkennung für das langjährige Engagement ihres Dirigenten führten die Musiker eine weitere Auftragskomposition aus der Feder des orchestereigenen Baritonsaxophonisten und Komponisten Raik Weidemann auf: „Zugabe 404“. Hierbei erlitt das Orchester nach ein paar Takten der eigentlichen Zugabe „Folk Dances“ plötzlich einen geplanten und auskomponierten Systemabsturz. Durch verschiedene solistische Einlagen und Einsätze musste es dann Stück für Stück neugestartet werden.

Der besondere Kniff: Der Dirigent war gänzlich in Unkenntnis gelassen worden und erhielt wie die Zuhörer Hinweisschilder mit speziellen dirigiertechnischen Anweisungen zur orchestralen Fehlerbehebung. Eine herzliche Komödie als auch kompositorische Meisterleistung.
Mit „Lux Aurumque“ von Eric Whitacre wurden beide Konzertabende schließlich ganz bedächtig beschlossen, sodass Orchester und Dirigent unter stehenden Ovationen mit der Fassung rangen. War es doch der letzte Ton nach 13 Jahren gemeinsamer Musik.

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