(openPR) Niccolò Paganini (1782-1840), dessen Geburtstag sich am 27. Oktober zum 225. Mal jährt, wurde als „Teufelsgeiger“ bezeichnet, weil er schier Unmögliches auf der Geige spielen konnte. Am 17. Mai wird der Film „Paganinis Geheimnis“ auf ARD um 12.05 Uhr ausgestrahlt. Für die Filmdokumentation wurde Ingolf Turban in der Rolle des legendären Geigers und als Kommentator zu anschaulichen Musikbeispielen am Instrument ausgewählt. Bis heute gelingt nur Wenigen aus technischen und physischen Gründen, Paganinis Virtuosität auf diesem Instrument zu erreichen. Ingolf Turban gehört zu ihnen.
Das „Grande Concerto“ e-Moll und das Konzert Nr. 5 a-Moll bilden den Abschluss der bei Telos Records in Koproduktion mit dem WDR entstandenen Reihe mit Niccolò Paganinis Violinkonzerten. Es spielt das WDR-Rundfunkorchester Köln unter der Leitung von Lior Shambadal. In Konzertsälen werden die Capricen oder kleinere Stücke für Violine solo des legendären Niccolo Paganini aufgeführt. Eher unbekannt sind seine sechs Violinkonzerte mit Ausnahme des ersten. Als Komponist ist er unterschätzt, meint Ingolf Turban, hat sich von daher sehr intensiv mit dessen Werken auseinandergesetzt und darüber hinaus die Kadenzen zu den Violinkonzerten selber geschrieben. Die bisher auf 2 CDs erschienenen Aufnahmen mit den Konzerten 1-4 wurden ebenfalls mit dem WDR-Rundfunkorchester unter Lior Shambadal eingespielt (TLS 046 und 047).
Ingolf Turban wurde als Sohn einer Pianistin und eines musikliebenden Mediziners in München geboren. Er studierte Violine in seiner Heimatstadt bei Gerhart Hetzel und empfing weitere Impulse in den USA bei Dorothy DeLay und Jens Ellermann. Sergiu Celibidache nahm ihn, im Alter von 21 Jahren, als ersten Konzertmeister bei den Münchner Philharmonikern auf und riet ihm, sich nach drei Jahren ausschließlich auf seine Sololaufbahn zu konzentrieren.
Als Gast in den Philharmonien von Berlin und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins oder der Mailänder Scala, arbeitete Ingolf Turban weltweit mit Dirigenten wie Charles Dutoit, Eliahu Inbal, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin, Marcello Viotti und Jun Märkl.
Neben der großen Violinliteratur von Bach bis Berg trägt er zum Teil nie gehörtes Repertoire mit großem Erfolg in die Welt. Allein schon sein Einsatz für das Werk Niccolò Paganinis feiert ungewöhnliche Erfolge, wie im März 2006 mit den New Yorker Philharmonikern, mit der Gesamteinspielung der 6 Violinkonzerte (Telos Records) und in der Fernsehdokumentation „Paganinis Geheimnis“ (Tellux-Film)
Gleichermaßen ungewöhnlich ist Turbans steter Einsatz für rares Violinrepertoire aller Stilrichtungen, dokumentiert durch inzwischen über dreißig CD-Produktionen. Viele Werke, die Turban in vielbeachteten Ersteinspielungen vorlegte, sind mittlerweile in den gängigen Konzertbetrieb eingeflossen.
www.ingolfturban.de
CD-Veröffentlichung: 21. Mai 2007
Niccolò Paganini
Violinkonzerte Nr. 6 und 5
Ingolf Turban, Violine
WDR-Rundfunkorchester, Köln
Lior Shambadal, Leitung
Telos Records: TLS 048/Klassikcenter Kassel










