(openPR) 04.10.2006. Die Deutschen sind seit jeher ein Volk mit hohem Sicherheitsbewusstsein. Das gilt nicht zuletzt für den Erhalt des Lebensstandards und ganz besonders für das vielfach schwer verdiente Geld. Für ihr Sicherheitsbewusstsein nehmen die meisten Deutschen auch geringere Renditen in Kauf. - Die meisten, aber nicht alle.
Verhältnismäßig viele, nämlich rund 800.000, sind den enormen Renditeversprechungen der Briten erlegen und haben ihre Altersvorsorge einer britischen Lebensversicherung anvertraut. Das verwundert nicht, denn die Lockrufe der Insel: "Zweistellige Renditeaussichten für Altersvorsorgeverträge" ziehen so manchen noch so Sicherheitsbewussten magisch an.
Trotz der starken Anziehungskraft darf aber auf gar keinen Fall übersehen werden, daß auch die Rufe von der Insel mit einer Fußnote versehen sind: "Keine Garantie!"
Auch jenseits des Ärmelkanals gehören Lebensversicherungen mit Renditen von 10% und mehr schon lange der Vergangenheit an. Für heutige Verträge sind rund 6% (+/- 1%) real, was - gemessen an den deutschen Versicherungen - trotzdem ganz ordentlich wäre, wenn zusätzlich nicht noch der Faktor Risiko ins Spiel käme. Das Risiko ist nämlich bei den britischen Policen um ein Vielfaches höher.
So dürfen deutsche Versicherer von den Kundengeldern maximal 35% in Aktien investieren. - Die Briten bis zu 80%! Außerdem gibt es dort meist keine Garantieverzinsung, sondern nur den garantierten Kapitalerhalt mit Null-Rendite. Die Deutschen hingegen bieten immerhin noch eine Zinsgarantie von 2,25% (bis Ende 2006 noch 2,75%). Das ist nicht viel, auf jeden Fall aber besser als eine Garantie für den reinen Kapitalerhalt ohne Verzinsung.
So richtig haarig wird es für die deutschen "Kanalüberflieger" aber erst im Falle der Insolvenz eines britischen Versicherers. Vom britischen Feuerwehrfonds des Financial Services Compensation Scheme würden diese nur hören, dass man ausdrücklich nur für Verträge zuständig ist, die auf der Insel geschlossen wurden! Die Betroffenen könnten jetzt meinen: Hier gibt es ja die deutsche Auffanggesellschaft Protektor, die Kunden von gestrauchelten Versicherern hilft. - Abermals Fehlanzeige, denn Protektor ist ausdrücklich für Policen britischer Anbieter nicht zuständig!
Ferner sollte berücksichtigt werden, dass ein sehr großer Teil der Vorsorgepolicen nicht bis zum vorgesehenen Ablaufzeitpunkt durchgehalten und vorzeitig gekündigt wird. Bei den deutschen Versicherern gibt es im Falle der vorzeitigen Kündigung den sogenannten Rückkaufswert. Dieser orientiert sich an der bereits zurückgelegten Vertragsdauer. Bei den Briten besteht in der Regel jedoch kein Anspruch auf Rendite- oder Bonuszahlungen.
Es will also gut überlegt sein, ob die wichtige private Altersvorsorge für rund 1% oder 2% höhere Renditechancen einem so unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt werden sollte.
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Bianca Patjens-Roudbari
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