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Mensch oder Maschine?

25.10.201810:52 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung

(openPR) Maschinelle Übersetzungssysteme: fleißige Helfer fürs Grobe
Die maschinelle Übersetzung entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit. Wo liegen ihre Einsatzgebiete, und wo ihre Grenzen?
Maschinelle Übersetzungssysteme: fleißige Helfer fürs Grobe



Maschinelle Übersetzungssysteme und CAT-Tools habe beide ihre Daseinsberechtigung, ihre Anwendungsgebiete – und ihre Grenzen. In den folgenden Abschnitten erklären wir kurz den Unterschied und die möglichen Einsatzfelder maschineller und maschinengestützter Übersetzung.
Als Faustregel gilt: Je kreativer, emotionaler, mitreißender, flüssiger und geschmeidiger ein Text werden soll, umso weniger bringt der Computer.

Maschinelle Übersetzung (MÜ)

Bislang gibt es noch keine Roboter, die beim Abstiegsspiel im Fußballstadion oder bei Sonnenuntergang auf der Berghütte neben uns Platz nehmen und dieselbe Bandbreite an spontanen Bonmots und Bedenken, Hoffnungen und Ängsten, Sehnsüchten und Träumen äußern könnten wie ein Begleiter aus Fleisch und Blut. Auch sind noch keine elektrischen Kabarettisten-, Comedian- oder Kommentatoren-Module auf dem Markt, die es mit beliebten Meistern ihres Fachs wie Josef Hader, Matthias Egersdörfer oder Wolff-Christoph Fuss aufnehmen könnten. Kein noch so ausgeklügeltes neuronales Netzwerk hätte den Hauch einer Chance gegen echte Könner, Künstler und Koryphäen. Das gilt fürs packende Drehbuch genauso wie für den fantasievollen Roman, das fesselnde Hörspiel, den ergreifenden Songtext ... und natürlich auch den knackigen Werbetext.
Mit anderen Worten: Wenn es um Emotionen geht und das Vertrauen in ein hochwertiges Produkt oder eine solide Marke aufgebaut werden soll, ist der gelernte kreative Fachübersetzer nicht nur die beste,
sondern auch die einzig sinnvolle Alternative.

Die reine maschinelle Übersetzung (d. h. der Computer übernimmt die komplette Analyse, Interpretation und Übertragung eines Textes) empfiehlt sich nur, wenn alle der folgenden drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
1. Es wird nur eine Roh-/Vorübersetzung gewünscht.
2. Es handelt sich um einen Sachtext aus einem klar umrissenen Fachgebiet.
3. Die zielsprachliche Version dient in erster Linie der internen Information und Kommunikation und soll
nicht veröffentlicht werden.
Mögliche Anwendungsbeispiele wären die Übertragung seitenlanger Gesetzesentwürfe innerhalb der EU in viele Sprachen gleichzeitig oder die Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels mit dem Ziel, sich einen groben Überblick über den Inhalt zu verschaffen.
MÜ schafft Zieltexte, die zu 80 bis 90 Prozent verständlich sind – roh, ungeschliffen, stilistisch schräg, oft mit unfreiwilliger Komik ... aber normalerweise mehr oder weniger verständlich.

Maschinengestützte Übersetzung

Bei technischen Texten haben sich sogenannte CAT-Tools (kurz für: computer-aided translation) als effektive Hilfsarbeiter bewährt. Dabei handelt es sich um zwei- oder mehrsprachige Datenbanken mit geschickten Algorithmen, die bereits durch den Menschen vorübersetzte ältere Segmente mit dem neuen Text abgleichen.
Diese Spezialsoftware ist wie ein gigantischer zwischengeschalteter Datenspeicher, der auf Satzebene funktioniert und von versierten Sprachprofis gefüllt, gepflegt und genutzt wird. Die alten abgespeicherten Satzfragmente werden dem Fachübersetzer am Ende der Produktionskette anschließend in Echtzeit als Vorschläge unterbreitet. Der entscheidet dann aufgrund seiner Expertise selbst, inwiefern er den Vorschlag verwertet oder nicht. Dadurch kann bei stark repetitiven Dokumenten Zeit und Geld eingespart werden. Auch die Konsistenz profitiert in der Regel davon.
Am Anfang und am Ende des Übersetzungsprozesses steht beim CAT-Tool (im Gegensatz zur reinen maschinellen Übersetzung) immer noch ein ausgebildeter Fachmann für mehrsprachige Kommunikation, der sich genau mit dem Themengebiet, den Erwartungen des Kunden und der Endverbraucher auskennt.

Ausblick: Arbeitspferd Computer

Es ist nicht davon auszugehen, dass der Computer auf kurze oder mittlere Frist den Menschen ersetzt. Es wird wohl eher so sein, dass die Maschinen den Menschen ergänzen, eine ganz neue Nische besetzen und Textmengen übertragen, die allein mit menschlichen Sprachprofis gar nicht zu bewältigen wären.
Schon heute fällt weltweit ein so gewaltiges Übersetzungsvolumen an, dass die Sprachexperten dieser Welt nicht mehr hinterherkommen. Häufig geht es dabei wie etwa bei internen EU-Dokumenten oder in der internen Kommunikation großer internationaler Firmen um Texte, die gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Dokumente, von denen nicht das Image, der Ruf oder der Umsatz eines Unternehmens oder einer Organisation abhängen.

Wir brauchen den Computer also sogar als fleißigen Hilfsübersetzer. Die rein computerbasierte Übersetzungssoftware hält dem gut ausgebildeten und hoch spezialisierten Sprachdienstleister sozusagen den Rücken frei, damit sich der um die wirklich wichtigen und imagekritischen Projekte kümmern kann, die menschliches, sprachliches und übersetzerisches Gespür und Feingefühl voraussetzen: knackige Dialoge, verlockende POE-Inhalte (Paid Media, Owned Media und Earned Media) sowie flüssige und gut recherchierte Fachbuchtexte, die den Leser von Anfang an in die Thematik hineinziehen.

Das Fazit: Soll ein Zieltext das Zielpublikum emotional ansprechen, zum Kauf bewegen, überzeugen und das Markenimage verbessern, ist und bleibt der Rechner nichts weiter als ein praktisches Hilfsmittel zur Text- und Datenverarbeitung. Alles andere wäre grob fahrlässig. Eine gute kreative Fachübersetzung oder Transkreation durch einen Experten für interkulturelle Kommunikation ist eine ergiebige Investition ins eigene Markenimage.

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