(openPR) Einzelunterricht erscheint auf den ersten Blick optimal: Die Bedürfnisse des Kindes können umfassend berücksichtigt werden, weil die Aufmerksamkeit des Lehrers sich auf einen Schüler konzentriert. Viele Eltern glauben deshalb, ihrem lese-rechtschreibschwachen Kind mit Einzelunterricht einen Gefallen zu tun. Dass der Vergleich zwischen Einzel- und Gruppenunterricht durchaus komplexer ist, beschreibt LOS-Leiterin Sylvia Heesch im aktuellen WORTSPIEGEL, der Fachzeitschrift der LOS. Ihr Urteil: Gruppenunterricht ist dem Einzelunterricht bei der LRS-Therapie in mehrerlei Hinsicht überlegen.
Guter Gruppenunterricht wie der in den LOS berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse der Schüler ebenso gut wie Einzelunterricht. Voraussetzung dafür ist, dass die Gruppengröße nicht über zehn Schüler hinausgeht und der Unterricht sich an individuellen Förderplänen orientiert.
Der besondere Vorteil des Gruppenunterrichts sei es, so Sylvia Heesch, dass hier eine Schulsituation in einem geschützten Rahmen simuliert werde. Das sei wichtig für Kinder mit LRS, weil sie so Schritt für Schritt lernen, sich etwas zuzutrauen: Sie sehen, dass es anderen Kindern genauso geht wie ihnen selbst und dass es keine Schande ist, Fehler zu machen. Dadurch fällt es ihnen nach einiger Zeit auch in der Schule leichter, sich am Unterricht zu beteiligen. Im Idealfall sind die Rahmenbedingungen einer LRS-Therapie also an die des schulischen Unterrichts angelehnt. Neben gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Hilfsbereitschaft lernen die Kinder und Jugendlichen in der Gruppe auch schlicht mit mehr Spaß. Sylvia Heesch ist sich sicher, dass sich dies auch auf die Leistungen der jungen Menschen auswirkt.
Im aktuellen WORTSPIEGEL erklärt sie, welche Gründe noch dafür verantwortlich sind, dass die LOS Gruppenunterricht anstelle von Einzelunterricht anbieten. Sylvia Heesch erzählt dabei auch von ihren praktischen Erfahrungen mit der Förderung in der Gruppe. Bei Fragen hierzu, zu anderen Themen des WORTSPIEGEL oder zum Förderkonzept der LOS stehen Gisela Bohr vom LOS-Verbund sowie Pädagogen, LOS-Kinder und ihre Eltern gerne für ein Interview zur Verfügung.
Weitere Informationen:
www.los.de oder www.los.at
www.wortspiegel-tm.de









