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Was beeinflusst den Goldpreis?

(openPR) Bei all den politischen und wirtschaftlichen Spannungen sollte Gold angesichts seiner Tradition als Krisenwährung eigentlich die Kursleiter empor steigen. Doch der Goldkurs macht es sich stattdessen in seichteren Gewässern gemütlich. Vermeintliche Experten suchen Erklärungen; das Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft sei erstarkt, der Glauben in den Aktienmarkt zu fest, Manipulationen seien am Werk. Alles mag mehr oder weniger zutreffen, doch das gelbe Edelmetall lässt sich in nun mal nicht in die Karten schauen.



Eins ist sicher: Der Einstieg um sein Vermögen teilweise in Gold abzusichern, ist optimal. Der Kurs ist aktuell schwach. Und das Investment in Gold sollte genau diesem einen Zweck dienen: Absicherung. Es wäre unproduktiv Gold als gewinnbringendes Anlageprodukt zu sehen, da es nun mal keine Rendite abwirft. Gold ist zwar wertbeständig, doch gibt es Faktoren, die Einfluss auf seinen Kurs nehmen. Und diese entscheiden über Angebot und Nachfrage. Unerwartete Geschehnisse wie Terroranschläge, eine rückläufige Goldförderung, eine veränderte Geldpolitik oder politische Spannungen beeinflussen den Goldpreis positiv oder negativ. Die Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt fasst zusammen, welche weiteren Faktoren sich auf die Preisentwicklung auswirken können.

Welche Faktoren beeinflussen den Kurs?

Grundsätzlich wird Gold nach seinem Gewicht bemessen. Internationales Leitgewicht ist an den Börsen die Feinunze zu rund 31,1 g (ganz genau: 31,1034768 g) je US-Dollar. Der jeweilige Richtwert für physisches Gold wird zweimal täglich am London Bullion Market beim sogenannten Goldfixing durch sechs Großbanken anhand der Marktsituation ermittelt. Neben dem sich laufend ändernden Börsenpreis für das gelbe Edelmetall gibt es das Goldfixing für Banken, Minengesellschaften und Investoren, um zum gemeinsamen Wert Gold handeln zu können. Die Marktsituation entwickelt sich aus dem Angebot und der Nachfrage. Ob diese steigt oder fällt, hängt mitunter von folgenden Faktoren ab.

Wirtschaftliche Krisen

Treffen wirtschaftliche Krisen ein oder die Angst vor Inflation steigt, kann dies den Goldpreis vorantreiben. Menschen sehen in Gold einen sicheren Hafen und investieren in das Edelmetall, da sie hier keinen Wertverfall sehen, wie bei Geld während einer starken Inflation. Die Nachfrage steigt an und somit auch der Preis. Ob die Inflation direkt mit dem Kurs von Gold korreliert, ist unter Experten jedoch strittig. Je nach Auslegung sehen Analysten eine Korrelation zwischen Gold und Inflation, andere wiederum sehen in der Inflation keinen direkten Einfluss auf den Goldkurs.
Einig ist man sich aber, dass ausschlaggebende und unerwartete wirtschaftliche Entscheidungen den Preis in die Höhe schießen lassen. Wie im Fall des Brexit-Entscheids im Juni 2016. Auch die zukünftigen Wahlen in europäischen Staaten oder drohende Immobilienblasen können sich auf den Goldkurs niederschlagen. Aktuell bleibt der Goldkurs trotz der Spannungen im aufkeimenden Handelskrieg (noch) unerwartet ruhig.

Zentralbanken

Würden nationale Zentralbanken, wie in den USA die Federal Reserve Bank oder in Deutschland die deutsche Bundesbank, einige ihrer Goldreserven verkaufen, würde der Goldpreis fallen, da plötzlich mehr Gold im Markt wäre als zuvor. Das „Washingtoner Agreement“ von 1999 beinhaltet jedoch die Vereinbarung, dass die 15 wichtigen europäischen Zentralbanken jährlich zusammen maximal 400 Tonnen Gold verkaufen dürfen. Die Bank of England wollte sich der Vereinbarung nicht anschließen.
Schmuckindustrie

Auch wenn China Indien mittlerweile als größter Gold-Importeur abgelöst hat, steigt der Goldpreis traditionell zur Hochzeitssaison in Indien. Gold in Schmuck verarbeitet ist DAS Hochzeitsgeschenk in Indien. Generell beeinflusst die Schmuckindustrie die Preisentwicklung, da sie für etwa 50 Prozent der Gold-Nachfrage verantwortlich ist. Besonders starker Abnehmer ist der asiatische Raum. Allen voran China, da hier durch die steigenden Löhne auch die Nachfrage nach Gold wächst.

Zinsen

Je höher das Zinsniveau, desto niedriger ist der Preis für Gold. In Zeiten hoher Zinsen wird eher in Aktien oder andere Wertpapiere investiert als in Gold. Denn Gold wirft keine Zinsen ab. Somit „verliert“ der Anleger in Edelmetalle das Geld, welches er in Form von Bargeld für seine Zinsen erhalten hätte. Diese Verluste nennt man Opportunitätskosten. Eine Konstante zwischen Gold und Zinsniveau lässt sich dennoch nicht festlegen. Die Hälfte der Zeit entwickeln sich beide in die gleiche Richtung, um sich dann wieder entgegenzubewegen. Somit kann (aber muss nicht) ein niedriges Zinsniveau folglich ein Indikator für einen steigenden Kurs sein.
US-Dollar
An der internationalen Börse wird Gold in US-Dollar gehandelt. Daher kann ein schwacher Dollar den Goldkurs steigen lassen und ein starker Dollar diesen wieder entwerten. Die Annahme, dass ein schwacher US-Dollar unweigerlich den Goldpreis steigen lässt – und umgekehrt - tritt tatsächlich nur in 60 Prozent der Fälle ein. Jedoch auch in diesem Jahr. Der US-Dollar ist erstarkt, der Goldkurs ist gefallen.

Politische Krisen

Als die Sowjetunion 1980 in Afghanistan einmarschierte und die Islamische Revolution ausbrach, erreichte Gold sein bis dato Allzeithoch. Im Rahmen des Arabischen Frühlings 2011 erreichte der Goldpreis ein weiteres Rekordhoch. In schwierigen politischen Krisen spekulieren Händler und wetten vermehrt auf höhere Goldkurse. Die steigenden Kurse halten sich jedoch nicht über längere Zeit.
So stieg Gold zu Beginn des Falklandkrieges in 1982 sprunghaft um 12 Prozent, fiel aber kurze Zeit später wieder. Sogar bis auf den tiefsten Stand der letzten drei Jahre. Auch zu Beginn des Golfkriegs 1990 stieg Gold an und fiel sieben Monate später sogar unter den Wert bei Kriegsausbruch. Anfang des Jahres sorgte die zugespitzte Lage in Nordkorea im "Krieg der Worte" für einen angestiegenen Goldpreis.

Ölpreis

Der Ölpreis wird mit dem Goldpreis oft in Korrelation gesetzt. Grund dafür ist, dass die Länder mit geopolitischen Problemen oft die Länder mit den wichtigsten Erdölvorkommen sind. Gold und Rohöl entwickeln sich auf dem Aktienmarkt oft in die gleiche Richtung. Seit 1986 entwickelten sich die Kurse in etwas mehr als 60 Prozent der Zeit parallel zueinander. Zur Jahrtausendwende erholte sich Gold von seinem drei Jahrzehnte langem Tief, was mit dem Aufschwung von Rohöl zusammen fiel.
2008 hatte der Rohöl-Boom ein Ende, als die Finanzkrise ausbrach und Rohöl zwischendurch bis zu 80 Prozent seines Werts verlor. Gold hingegen konnte seinen Kurs, trotz Fall während der Wirtschaftskrise, schnell einpendeln. Von 2004 bis 2014 konnte Gold seinen Wert insgesamt um 235 Prozent steigern, während Rohöl sich um 140 Prozent steigerte.

Fazit

Eine Garantie, um den kommenden Goldpreis zu bestimmen, sind die genannten Faktoren keineswegs und werden es auch nie sein. Sie werden immer nur Hinweise bleiben. Wie und wohin sich der Goldpreis entwickelt, konnte auch in Vergangenheit nie bestimmend vorhergesagt werden. Die Entwicklung des Goldes unterwirft sich der Impulsivität und Unberechenbarkeit der Einflüsse der Umwelt, Wirtschaft, Politik oder des Menschen an sich. Auch die Meinungen von Experten gehen für Monats-Prognosen auseinander. Während ein Experte sich sicher ist, dass der Kurs in den nächsten Monaten steigen wird, ist der andere sich wiederum sicher, das dieser fallen wird. Somit sind solche Erwartungshaltungen immer mit Vorsicht zu genießen.

Eine Goldinvestition dient zunächst der Sicherung des Vermögens. Hierfür ist Gold als sicherer Hafen und Krisenwährung bekannt. Möchte man in Gold investieren, weil sich ein Faktor in eine bestimmte Richtung entwickelt, so investiert man wie in Wertpapiere: aus Spekulation.

Norddeutsche Edelmetall Scheideanstalt
Mehr Artikel zum Thema Gold, Finanzen und Politik finden Sie unter:
https://norddeutsche-edelmetall.de/blog-zu-interessanten-gold-themen/

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