(openPR) Der Goldpreis steht vor einer wichtigen Widerstandslinie bei 1.790 US-Dollar. Wenn diese Linie deutlich durchbrochen wird, ist der nächste Widerstand erst bei 1.840 Dollar je Feinunze auszumachen. Im Moment bewegt sich der Goldkurs eher seitwärts und könnte aus charttechnischer Sicht vor dem nächsten Höhenflug noch einen kleinen Dämpfer bekommen. Unter diesen Voraussetzungen erhöhen einige namhafte Großbanken die Goldprognosen. Die Analysten der Deutsche Bank sehen den Goldpreis kurzfristig bei 2.000 Dollar, die Bank of America sagt 2.400 Dollar bis Ende 2014 voraus und die Unicredit und die Commerzbank prognostizieren ein neues Allzeithoch für den Goldpreis im Jahr 2013.
Womit ist die positive Goldpreisentwicklung zu begründen?
Der Goldpreis ist nicht so berechenbar, wie man es sich vorstellen könnte. Es ist nicht grundsätzlich so, dass der Goldpreis steigt, wenn die Lage unsicherer wird. Selbstverständlich haben aber die Schuldenberge in den USA, in Japan und in Europa etwas mit der Goldpreisentwicklung in den letzten Jahren zu tun und auch die Unsicherheiten in der Eurozone haben einen Beitrag zum heutigen Goldpreis geliefert. Weitere Signale für den Goldkurs waren das Bundesverfassungsgerichtsurteil zum ESM Rettungsschirm und Fiskalpakt, die Ankündigungen des EZB Chefs Mario Draghi unbegrenzt marode Staatsanleihen der Euro-Krisenländer aufzukaufen und vor allem die Ankündigung des FED Präsidenten Ben Bernanke jetzt den Geldhahn wieder richtig aufzudrehen. Gerade die erneute Lockerung der Geldpolitik in den USA, die unter dem Begriff Quantitative Easing (QE 3) bekannt ist, hat enorm zur Stärkung des Goldpreises beigetragen. Die Geldmenge wird enorm erhöht und nach Ansicht der Anleger steigt das Inflationsrisiko.
Auch die Goldspekulanten sind bullish!
Der COT-Report zeigt wöchentlich die Stimmung an den Terminmärkten. Auch die Spekulanten im Hinblick auf die Goldpreisentwicklung sind optimistisch, denn in der vorigen Woche stieg die Zahl der Gold-Futures um 3,9% und sind auf ein Allzeithoch von 478.609 Kontrakte geklettert.
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.
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RuMaS-Redaktion



