openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kollektives Delirium tremens

08.08.201810:10 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Kollektives Delirium tremens
Prof. Querulix, „Rien ne vas plus...
Prof. Querulix, „Rien ne vas plus..." (ISBN 978-3-943788-43-3), 264 S., 9,95 Euro

(openPR) Es ist zwar kein schönes, aber immerhin ein treffendes Bild: Für Trinker ist die Welt im Suff am schönsten – vor dem Kater. Die Profiteure, die am Alkoholkonsum viel Geld verdienen, freuen sich aber auch nüchtern darüber, daß Menschen ihnen nützen, indem sie sich selbst schädigen.



An den Börsen der Welt ist das nicht anders. Auch hier scheint den Akteuren ihr Dasein im Rausch am schönsten. Diejenigen, die mächtig genug sind, Kurse zu machen, zu manipulieren, tun dies, soweit es ihnen möglich ist, skrupellos zu ihrem Nutzen. Auch mögliche Bestrafung durch die Justiz ändert daran nichts. Denn sie ist selten und den Reibach der Finanzhaie schmälert sie kaum. Die große Mehrheit der Spekulanten wähnt sich zwar als gleichwertige Mitspieler, während sie aber in Wahrheit nichts weiter ist als das Mittel der mächtigen Spielmacher zu ihren Zwecken. Zu deren Strategien gehört auch, möglichst viele „schwache Hände“ in Kursblasen zu locken, um sich selbst dann heimlich still und leise daraus wegschleichen zu können. So sichern sich die einen ganz legal Gewinne auf Kosten der andern. Es gibt immer genug potentielle Opfer, die gern ein wenig von dem Kuchen naschen möchten, der ihnen von geschickten Propagandisten des „großen Geldes“ eigensüchtig vor die Nase gehalten wird. Und es gibt auch immer genug eilfertige mediale Helfer, die den Starken und Gerissenen helfen, die einfältigen Schwachen auszubeuten.

Wo manipuliert werden kann, wird auch manipuliert. Die Triebkräfte dazu sind seit Urzeiten im Menschentier angelegt. Auch die künstlich gedrückten Zinsen und die Aufkäufe von Anleihen zählen zu den Manipulationen auf Kosten vieler zum Vorteil weniger. Die Krisenverursacher werden so auf Kosten der Krisengeschädigten belohnt bzw. belohnen sich selbst. Mitnahmegelegenheiten fürs übrige Volk gibt es auf eigenes Risiko. Erfahrungsgemäß sind aber die meisten „Mitnehmer“ am Ende die Dummen.

Nicht wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung, sondern die Interessen derer, die den Hals nicht voll genug bekommen können, bestimmen das politische Handeln. Die Politiker, die in demokratisch verfaßten parlamentarischen Republiken den Völkern dienen sollten, haben dem entweder nichts entgegenzusetzen – dann sind sie ungeeignet – oder sie wollen dem nichts entgegensetzen – dann machen sie sich des Verrats an ihren Wählern schuldig. Daß immer mehr Menschen von einer Politik zum Nutzen der ohnehin Bessergestellten die Nase voll haben, zeigen nicht allein in Deutschland die Wahlergebnisse der letzten Jahre. Man darf gespannt sein, welche Kräfte in naher Zukunft durch den zunehmenden Politikerverdruß der Bevölkerung an die Macht gespült werden.

Seit Jahren billiges Geld und immerhin noch leidlich pralle, wenn auch schon verdächtig kurzatmig jappende Kursblasen an den Anleihen- und Aktienmärkten der Welt machen große wie kleine „Investoren“ allmählich nervös. Die wirtschaftliche Weltlage ist derzeit alles andere als stabil und wird noch mit zahlreichen bösen Überraschungen aufwarten – allen Pfeifens im Walde zum Trotz. Vor allem die verdrängte, aber keineswegs beendete Finanzkrise könnte schneller als befürchtet wieder aufleben. Sie wurde nämlich auf Kosten der Steuerzahler, der Sparer und deren Altersversorgung mit Billionen Neugeld nur notdürftig verkapselt. Nach wie vor existieren aber überschuldete Staaten und Zombie-Banken wie Blindgänger aus dem letzten Weltkrieg. Das große Aufräumen, das wirkliche Ende der Banken- und Finanzkrise steht uns noch bevor.

Wann es soweit ist und welche Folgen es vor allem für die „kleinen Leute“ haben wird, erfahren wir erst in Zukunft. Die letzten Jahre waren für das große Geld ein wahrer Rausch. Die Einkommen der Reichsten wuchsen in gigantische Größenordnungen. Die Armen „profitierten“ durch die beträchtliche Vermehrung von Niedriglohn-Jobs und der verbesserten Aussicht auf Armut im Alter. Wenn prekäre Beschäftigung Millionen Menschen auch weder ein gutes Leben noch eine auskömmliche Altersversorgung einbringen, so hat sie wenigstens das Gewissen der Politiker und ihrer duseligen Wähler beruhigt, die der Vertiefung und Verbreiterung der sozialen Kluft im reichen Deutschland seit Jahrzehnten parteiübergreifend offensichtlich wohlwollend zusehen.

Die große Geldvermehrung und die Null- und Negativzinsen haben dem Durchschnittsbürger bei kritischer Betrachtung nichts weiter gebracht als Vermögensverluste und verbesserte Aussichten auf Altersarmut.

Vor allem die Zukunft der Unter- und unteren Mittelschichten sieht nicht nur in Deutschland, sondern weltweit düster aus. Dabei soll die anstehende technologische Entwicklung mit der damit verbundenen absehbaren Vernichtung von Millionen qualifizierten Arbeitsplätzen hier nur als zusätzliche Quelle sozialen (und sicherlich auch politischen) Ungemachs erwähnt werden. Die größte Gefahr für den ohnehin schon bröckelnden Massenwohlstand geht von der fixen Idee aus, immerwährende Hochkonjunktur ließe sich durch faktisch kostenloses Geld erzeugen und sicherstellen, durch unbegrenztes Schuldenmachen und mit Investitionen in alles, was sich Vernunft und Unvernunft nur ausdenken können. Daß die Bundesregierung die deutschen Staatschulden zurückführt, kommt nicht der steigenden Zahl von Armen in unserem Lande zugute und wird auch nicht zur Korrektur der unsozialen Steuerbelastung von Geringverdienern genutzt. Daran denkt der SPD-Mann Olaf Scholz gar nicht. Nein, das Geld fließt in die Taschen der Wohlhabendsten in Deutschland, die sich weiterhin über niedrige Steuern freuen können, und möglicherweise im Falle des Scheiterns der Währungsunion auch in die Taschen der Reichsten in den dann fallierenden Südstaaten der Union.

Der Traum vom immerwährenden Wohlstand ist genauso ein Hirngespinst wie der Traum von sozialer Gerechtigkeit. Wäre es nämlich wahr, daß Gelddrucken und Schuldenmachen die ewige Hochkonjunktur garantierten, hätte die Menschheit das gewiß schon sehr viel früher entdeckt und wir existierten heute unter vollkommen anderen sozialen und politischen Umständen. Oder vielleicht als Hochzivilisation auch gar nicht mehr.

Jedes Delirium geht einmal zuende, auch das kollektive. Da können sich die Finanzjongleure und Manipulateure noch so ins Zeug legen, um den Rausch so gut es geht zu verlängern. Die Frage ist nur: wie und mit welchen Folgen sie das tun. Die möglichen Folgen zu bedenken, mahnt uns die historische Erfahrung, die wir allerdings nur allzu gern verdrängen. Sei’s drum. Was uns die Zukunft bringen wird, wann, wie und mit welchen Folgen die entartete Herrschaft der Finanzwirtschaft zuende gehen wird und welche Schäden sie der Menschheit bis dahin noch zufügen wird, können wir ohnehin nicht wissen. Allenfalls können wir darüber unter Nutzung unseres in der Vergangenheit erworbenen Wissens und unserer Erfahrungen spekulieren. Und letztlich fußen alle unsere Vorstellungen und Voraussagen hinsichtlich der Zukunft auf Erinnerungen der Vergangenheit – nicht selten unbewußt drapiert von unseren Hoffnungen und Wünschen.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren mit wachsender Sorge um Frieden, Freiheit und das allgemeine Wohl der Menschheit das fragwürdige Treiben der Menschentiere, insbesondere das ihrer Alphas. Seine Beobachtungen dokumentiert und kommentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“, in der bisher 7 Bände erschienen sind. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist auch dieser Band in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.

READ Pressestelle

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1013988
 542

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kollektives Delirium tremens“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von READ - Rüdenauer Edition Autor Digital

Bild: Keine Zeit verschwenden - Besprechungen und Konferenzen produktiv führenBild: Keine Zeit verschwenden - Besprechungen und Konferenzen produktiv führen
Keine Zeit verschwenden - Besprechungen und Konferenzen produktiv führen
Führungskräfte verbringen nicht selten mehr als 3 Tage der Woche in Besprechungen; der Zeitaufwand dafür steigt erfahrungsgemäß mit ihrer hierarchischen Position. Es liegt deshalb nahe, alles daran zu setzen, Besprechungen und Konferenzen so produktiv wie möglich zu gestalten. Die wichtigste Frage, die vor der Einberufung einer jeden Besprechung oder Konferenz beantwortet werden muß lautet: Ist ein Gruppengespräch unter den gegebenen Bedingungen notwendig oder wenigstens zweckmäßig? Kann das vorliegende Thema bzw. die vorliegende Aufgabe in …
Bild: Ein Blick auf Sein und Schein der aktuellen GeldwirtschaftBild: Ein Blick auf Sein und Schein der aktuellen Geldwirtschaft
Ein Blick auf Sein und Schein der aktuellen Geldwirtschaft
Die Börsenkurse spiegeln derzeit nicht annähernd die realwirtschaftliche Situation der Unternehmen wider, sondern die Wirkung der von der EZB erzeugten Schwemme kostenlosen Geldes. Dessen Empfänger suchen verzweifelt nach möglichst lukrativen Verwendungsmöglichkeiten für den kostenlosen Geldsegen. Diejenigen, die Zugang zu Zentralbankgeld zum derzeitigen Minustarif haben, „leiden“ besonders an diesem Anlagenotstand. Leider rechtfertigt die realwirtschaftliche Lage weltweit schon lange nicht mehr die derzeitigen Aktienkurse und die Hoffnung a…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Swatch Originals Silver Glam Swiss Quartz SUOZ147 Unisex WatchBild: Swatch Originals Silver Glam Swiss Quartz SUOZ147 Unisex Watch
Swatch Originals Silver Glam Swiss Quartz SUOZ147 Unisex Watch
… Unisex Watch carries everything you need. It’s a harmony in beauty and precision; its skeletonised design is both exciting and unique. So is its thickness, which carries a hint of Delirium. It was the thinnest wristwatch in the world, developed by a small group of enthusiasts with Ernst Thomke as the lead. The Delirium came about under the auspices …
Bild: Veranstalter col legno packt ein Nikolaus-Sackerl zum Gustav Kuhn DELIRIUMBild: Veranstalter col legno packt ein Nikolaus-Sackerl zum Gustav Kuhn DELIRIUM
Veranstalter col legno packt ein Nikolaus-Sackerl zum Gustav Kuhn DELIRIUM
… Menschen Jahr für Jahr aufs Neue stellen. Wer sich für Musik begeistern kann, der sollte jetzt nicht lange zögern: Vom 18.-21.12. findet zum zweiten Mal das Gustav Kuhn Delirium in Salzburg statt. Spielstätte ist wieder der Große Saal des Mozarteum. Zu hören sind in diesem Jahr alle Brahms Symphonien sowie Beethovens´ Missa Solemnis und zum Abschluss …
Bild: Jahrbuch Intensivmedizin: Fixierung von Patienten häufig, riskant und meist vermeidbarBild: Jahrbuch Intensivmedizin: Fixierung von Patienten häufig, riskant und meist vermeidbar
Jahrbuch Intensivmedizin: Fixierung von Patienten häufig, riskant und meist vermeidbar
Patienten in der Intensivmedizin gefährden sich im Delirium häufig selbst. In einigen Intensivstationen werden daher bis zu 80 Prozent der Kranken vorsorglich fixiert. In anderen Intensivstationen ist das Personal meist oder immer in der Lage, auf derartige "freiheitsentziehende Maßnahmen" zu verzichten. Cäcilia Krüger und Professorin Dr. Gabriele Meyer …
Bild: Wohin das Fischauge wandertBild: Wohin das Fischauge wandert
Wohin das Fischauge wandert
Fischschwärme sind faszinierende Beispiele für kollektives Tierverhalten. Tausende von Fischen bewegen sich in nahezu perfekter Übereinstimmung, und das obwohl jeder einzelne Fisch nur ein sehr begrenztes Bild seiner Umgebung hat. Wie gelingt ihnen diese scheinbar mühelose Koordination mit solch minimaler Information über ihr Umfeld? Und welche visuellen …
Bild: Delirium Deliria - das limitierte Bier für den internationalen FrauentagBild: Delirium Deliria - das limitierte Bier für den internationalen Frauentag
Delirium Deliria - das limitierte Bier für den internationalen Frauentag
… Gesellschaft anzustoßen. Nun stellt sich die Frage mit was man anstoßen könnte, schließlich sollte es an so einem Tag etwas Besonderes sein. Die Antwort lautet: Delirium Deliria ein besonderes Starkbier im belgischen Triple Bierstil.Warum wir diesen Tag feiern?Einige Leute scheinen die Wahlberechtigung der Frauen als selbstverständlich zu betrachten, doch dass …
Bild: Ticket Online wird deutscher Vertriebspartner für das Kuhn Delirium in SalzburgBild: Ticket Online wird deutscher Vertriebspartner für das Kuhn Delirium in Salzburg
Ticket Online wird deutscher Vertriebspartner für das Kuhn Delirium in Salzburg
Salzburg/München, August 2008 Die Heimkehr des Salzburger Dirigenten Gustav Kuhn im Rahmen des Beethoven Delirium 2007 mit allen neun Symphonien fand begeisterte Zustimmung. Daran anschließend kommt nun der Maestro mit seinem Haydn Orchester Bozen-Trient und der Chorakademie der Tiroler Festspiele vom 18. – 21. Dezember 2008 auch heuer wieder nach Salzburg …
Ein Traum von einem Schaum
Ein Traum von einem Schaum
… soeben haben die Münchner auf der Wiesn das Oktoberfest eröffnet. Und das Bier fliesst nun in Strömen. Der Gerstensaft erzeugt jedoch nicht nur ein kollektives Delirium, sondern verzückt wegen seines prächtigen Schaums auch Materialwissenschaftler. Ein guter Bierschaum ist ein Zeichen für die Qualität und die Frische eines Biers. Eine typische Schaumkrone …
Nationale Studie über Effektivität von E Learning für mehr Patientensicherheit
Nationale Studie über Effektivität von E Learning für mehr Patientensicherheit
Das Delirium ist ein oft unterschätztes Problem bei der Krankenhausaufnahme: 10-40% der älteren Patienten und 50-80% der Patienten auf der Intensivstation (in jedem Lebensalter) bekommen ein Delirium. Es handelt sich zwar um eine vorübergehende Störung, die aber ernsthafte Komplikationen verursachen kann und in einigen Fällen sogar zum Tod führt. Das …
Bild: Agentur brand & event überzeugt den Salzburger Tourismus vom MehrwertBild: Agentur brand & event überzeugt den Salzburger Tourismus vom Mehrwert
Agentur brand & event überzeugt den Salzburger Tourismus vom Mehrwert
Salzburg/München, November 2008 Dass das Gustav Kuhn Delirium in 2007 erfolgreich in Salzburg stattgefunden hat, ist bei Musikliebhabern bereits bekannt. Dass sich nun auch der Tourismus für das Thema interessiert ist neu. Die Agentur brand & event sowie ihre Salzburger Kooperationspartnerin Dr. Renate Bienert von RE*creation haben mit Salzburger …
Sie lesen gerade: Kollektives Delirium tremens