(openPR) Jedes Jahr wird weltweit den Opfern der Atombombenabwürfe von Hiroshima (6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945) gedacht. Sie sollten auch nie in Vergessenheit geraten, denn die Ausmaße der dadurch verursachten Verwüstungen sprengten alle bis dahin vorhandenen Vorstellungen. Trotzdem, als wenn nichts gewesen wäre, haben die Großmächte – und inzwischen auch etliche Kleinmächte – so viele Kernwaffen angehäuft, dass man die ganze Menschheit damit mehrfach umbringen könnte.
Jeder vernünftige Mensch wünscht sich deshalb eine atomwaffenfreie Welt. Und es gibt massive Bestrebungen dafür, die ihre Berechtigung nicht zuletzt aus der Erkenntnis gewinnen, dass die Welt seit 1945 schon mehrmals vor einem atomaren Schlagabtausch gestanden hatte. Ist diese Gefahr heute gebannt? Keineswegs, sie ist trotz Abrüstungsbemühungen sogar dringlicher geworden. Also ist es vollkommen richtig, dass man sich gegen jegliche atomare Bewaffnung sträubt, denn die dadurch vorhandenen Risiken sind einfach zu gigantisch. Mit etwas Zynismus könnte man es so ausdrücken: Die gegenwärtigen blutigen Gemetzel mit konventionellen Waffen sind geradezu harmlos dagegen.
Hiroshimas Bürgermeister Matsui forderte letztes Jahr die Welt auf, sich zu vereinen, um alle Nuklearwaffen abzuschaffen. Er findet dafür rund um den Globus Amtskollegen, die ihn dabei unterstützen: Die Mayors for Peace. Das sind inzwischen über 7000 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die ihre Städte und Gemeinden in diesem globalen Friedensbund vertreten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mayors_for_Peace
Es erweckt Hoffnung wenn man erfährt, wie viel Zustimmung diesem Wunsch nach einer atomwaffenfreien Welt zuteil wird. Vielfältige Friedensaktionen zeugen davon und seit einem Jahr existiert sogar ein völkerrechtlich verbindlicher Atomwaffenverbotsvertrag.
https://de.wikipedia.org/wiki/Atomwaffenverbotsvertrag
Aber wie realistisch ist dieser Wunsch nach einer atomwaffenfreien Welt überhaupt? Man kann sicherlich Teilerfolge erzielen, in dem Atomwaffen von bestimmten Standorten abgezogen werden und atomwaffenfreie Zonen entstehen. Eine atomwaffenfreie Welt ist jedoch eine Utopie, sie ist faktisch unmöglich. Selbst wenn alle vorhandenen Atombomben verschrottet werden, bleibt das Wissen über die Herstellung solcher Massenvernichtungsmittel in der Menschheit bestehen und kann jeder Zeit wieder zur Aufrüstung genutzt werden. Um das Ziel einer globalen atomaren Abrüstung überhaupt erreichen zu können und diesen Stand dann zu halten, bedarf es tatsächlich der Vereinigung der Welt (Bürgermeister Matsui).
Das ist wie bei allem so: Wenn man die erreichten Ziele nicht absichert, können die Ergebnisse aller Bemühungen über Nacht zunichte gemacht werden. Wer ernsthaft für eine atomwaffenfreie Welt eintritt, muss sich auch gegenüber der positiven Utopie einer politisch geeinten Menschheit, sprich Weltföderation öffnen. Es gibt dazu bereits konkrete Zwischenziele. Wer von all den vielen Friedensbewegten, die sich für eine atomwaffenfreie Welt stark machen, wer von den „Bürgermeistern für den Frieden“ ist bereit, die Option einer demokratischen Weiterentwicklung der Vereinten Nationen zu unterstützen und beispielsweise ein UNO-Gewaltmonopol zu fordern, um den Kriegen dieser Welt ein baldiges Ende zu setzen?
https://www.openpr.de/news/987617/Mondialisten-fuer-UNO-Gewaltmonopol.html









