(openPR) Oppenheim / Rhein (mxp) - Der Rhein hat sich mal wieder als Frontenfriedhof profiliert. Für den kalendarischen Herbstbeginn am Samstag hatten wir im Westen Deutschlands eine verstärkte Schleierbewölkung und westlich vom Rhein sogar dichte Wolken und auch örtlich etwas Regen erwartet.
Doch die dichten Wolkenfelder prallten - wie von magischen Händen abgehalten - entlang des Rheins wie an einer Wand ab und zogen nach Norden. Im Tagesverlauf riss sogar teilweise auch westlich des Rheins die Wolkendecke auf. Örtlicher Regen war nur im äußersten Westen von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen anzutreffen. Die Gebiete am Rhein und hart östlich bekamen somit deutlich mehr Sonne als gedacht. Dies berichten die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Das entwickelte Unwetterpotential dieser Grenzlage tobte sich gestern vorwiegend über Südfrankreich aus und erfasst seit der Nacht und heute tagsüber Korsika, Sardinien und Norditalien. Stundenlanger Starkegen ist die Folge.
Nachdem sich der Sonntag bei uns - wie prognostiziert - nochmals von seiner besten Seite gezeigt hat, und die ursprünglich für die Nacht und heute Früh erwarteten Gewitterschauer noch auf sich warten lassen, wird auch der heutige Tag im Westen trotz Wolken noch recht manierlich, bevor Schauer zum Abend und in der Nacht im Westen eine leicht unbeständige Witterungsphase und etwas Abkühlung einleiten. Besonders der morgige Dienstag wird durchwachsen mit - teils gewittrigen - Schauern. Lediglich der Osten kann weiterhin von Sonnenhoch Klaus profitieren und hat morgen Abend nur vereinzelt Gewitter zu befürchten. Insgesamt regiert dort aber unangefochten die Sonne.
Befürchtungen, der Altweibersommer hätte damit "sein Pulver schon völlig verschossen", sind allerdings unbegründet. Dennoch werden sich zumindest die hohen Temperaturen der letzten Tage ab morgen für dieses Jahr wohl als Klimageschichte erweisen. Doch auch Temperaturen um 22 Grad sind ja noch recht ordentlich.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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