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Irak: Rückkehr in ein zerstörtes Land

19.04.201817:58 UhrVereine & Verbände
Bild: Irak: Rückkehr in ein zerstörtes Land

(openPR) Die aktuelle Situation von Christinnen und Christen im Irak ist das Titelthema der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bibelreport“. Einige kehren jetzt in ihre Heimatorte zurück, nachdem die irakische Armee und andere bewaffnete Kräfte den „Islamischen Staat“ (IS) zurückgedrängt haben. Mit einem Projekt der Weltbibelhilfe der Deutschen Bibelgesellschaft sollen irakische Christen ihre zerstörten Bibeln durch neue ersetzt bekommen.



„Bevor der IS kam, war Karakosch die größte christliche Stadt im Irak“, berichtet die Journalistin Lina Musharbash. Die Mitarbeiterin der Jordanischen Bibelgesellschaft ist vor Kurzem durch das Land gereist und schildert ihre Eindrücke: „Was ich auf meiner Autofahrt von Erbil nach Karakosch sehe, ist schockierend: Zerstörung, soweit das Auge reicht. Der IS hat fast alle Häuser und Kirchen geplündert, entweiht und verbrannt.“

Die Al Taheri Kirche in Karakosch habe einst als die größte und schönste Kirche im Irak gegolten, so Musharbash. Bei ihrem Besuch der Kirche habe sie dort nur eine kleine Gruppe von Menschen angetroffen, die sich zum Gebet versammelt hatten. Sie seien erst kürzlich aus der Autonomen Region Kurdistan zurückgekommen. Manchmal würden in der Kirche Gottesdienste gefeiert, zu denen auch Christen kommen, die noch als Flüchtlinge im Kurden-Gebiet leben. „Die Kirchenbesucher erzählen mir davon, wie glücklich sie seien, wieder in ihre Kirche gehen zu können. Doch ich spüre auch deutlich ihre Angst vor einer ungewissen Zukunft hier im Irak“, erklärt die Journalistin.

Seit dem Sturz Saddam Husseins im Jahr 2003 haben laut Musharbash Hunderttausende von Christinnen und Christen das Land verlassen. Seien es damals noch 2 Millionen gewesen, so lebten heute nur noch um die 300.000 Christen im Irak. Besonders nach den Ereignissen der vergangenen Jahre stünden sie vor einer großen Frage: „Sollen sie das Land für immer verlassen und in sichere Länder auswandern oder sollen sie in ihrer Heimat bleiben, damit das Christentum im Irak überleben kann?“. Das sei eine Frage, auf die es keine leichte Antwort gebe.

Nabil Omiesh, Leiter der Irakischen Bibelgesellschaft, erläutert, dass Christen nicht nur physisch bedroht wurden, sondern man ihnen auch die Symbole und Grundlagen ihres Glaubens nehmen wollte. Es handele sich um den Versuch, das Christentum für immer aus der Region zu vertreiben. „Das dürfen wir nicht zulassen“, sagt er. Die Bibelgesellschaft ermutigt die Christen deshalb, in den Irak zurückzukehren. Ein erster wichtiger Schritt sei dabei, dass ihre verbrannten Bibeln durch neue ersetzt werden.

Ein weiteres Thema im „Bibelreport“ sind die Werke der christlichen Künstlerin Nelly Bube aus Kasachstan. Die inzwischen 68-Jährige kam vor 18 Jahren zum christlichen Glauben und malt unter anderem Bilder der neutestamentlichen Gleichnisse in der östlich-nomadischen Tradition. In der Jahresserie zu 50 Jahren Bibelreport geht es dieses Mal um Bibelübersetzungs- und Leselernprogramme in Indonesien. In der Serie werden „Dauerbrenner“ unter den Projekten der Weltbibelhilfe aufgegriffen.

Der „Bibelreport“ wird von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben und berichtet fünfmal im Jahr über Themen rund um das „Buch der Bücher“. Ein Schwerpunkt der Zeitschrift ist die weltweite Arbeit der Bibelgesellschaften für die Verbreitung und Übersetzung der Heiligen Schrift. Der „Bibelreport“ kann kostenlos auf www.die-bibel.de/shop oder mit einer Mail an E-Mail abonniert werden. Im Internet gibt es unter folgendem Link die digitale Ausgabe: www.die-bibel.de/bibelreport.

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