(openPR) Köln. Seit einem halben Jahr stehen Menschen samstags zwischen 11 und 12 Uhr an der Bonner Straße und halten weißes Flatterband in die Höhe. Einige Autofahrer hupen. Andere halten den Daumen hoch. Manche schütteln mit dem Kopf.
Das weiße Flatterband war an der Bonner Straße um die mehr als 300 Bäume gebunden, die im Auftrag der Stadt im Herbst 2017 gefällt wurden. Es warnte vor zunehmendem Verkehrslärm und tropischer Hitze im Sommer.
Die Bäume sind doch weg – wozu also das Flatterband?
Wäre es nach den Bürgerinnen und Bürgern gegangen, führe längst eine Straßenbahn von den Ringen über die Bonner Straße bis nach Meschenich.
Die meisten der gefällten Bäume würden noch stehen. Die Straßen-Fahrbahnen würden nicht verbreitert und nicht um zusätzliche Abbiegespuren ergänzt. Neun international anerkannte Verkehrsexperten wurden zu den Vorschlägen um Rat gefragt.
Doch die Stadt hält am eigenen Plan fest, auch wenn der vor 2027 gar nicht realisierbar ist. Viele der Vorschläge wurden überhaupt nicht zur Kenntnis genommen. Seltsam für eine Stadt, die so intensiv für Bürgerbeteiligung wirbt.
Die Öffentlichkeit weiß wenig über die Ziele der Initiativen entlang der Bonner Straße. Die Presse berichtet kaum und wenn, dann wird behauptet, die Initiativen seien gegen den Bahnausbau. Wer sich informieren will, der muss das Internet nutzen.
Sollten Sie also in Köln weißes Flatterband sehen, dann wissen Sie, es gibt noch Menschen, denen es nicht egal ist, was Stadtrat und Verwaltung mit unserer Stadt machen. Das weiße Flatterband steht:
- für unser Recht auf saubere Luft,
- für bürgerfreundliche Entscheidungen im Stadtrat,
- für ein Ende der Steuergeld-Verschwendung für katastrophale Bauprojekte und
- für einen wirksamen Schutz aller Grünflächen und Bäume in Köln.
Siehe auch: https://koeln4.de/s/eco/p/flatterband.php













