Die Produktbeschreibung ist ein wichtiger Bestandteil jedes Online-Shops. Sie bietet den Nutzern detaillierte Informationen über das Produkt und soll zum Kauf animieren. Voraussetzung ist, dass sie verständlich geschrieben und gut strukturiert aufgebaut ist. Die technischen Details sind zwar wichtig, sind aber mit Augenmaß zu verwenden, um nicht zu verwirren. Am besten folgt der Aufbau klassischen Marketingregeln: Aufmerksamkeit erregen, Interesse auslösen, Kaufwunsch wecken und so die Conversion Rate des Shops erhöhen.
Die Inhalte einer Produktbeschreibung sind sehr verschiedenartig und können von Hersteller zu Hersteller und von Produkt zu Produkt variieren. In ihr sollten alle relevanten Informationen über das Produkt enthalten sein. Dazu gehören Angaben zu Material, Farbe, Form, Preis und Lieferung sowie Angaben zu den Einsatzmöglichkeiten (Problemlösung) des Produkts und dem Mehrwert, den es für den Kunden bringen kann. Um das besser zu verstehen, kann man eine alte Marketing-Weisheit heranziehen:
„Wenn Du Damen Schuhe verkaufen willst, dann musst Du ihnen schöne Füße verkaufen“.
Damit ist so ziemlich alles gesagt, was den Kern einer Produktbeschreibung ausmacht: Es geht um den Nutzen, der allerdings individuell von Kunde zu Kunde, von Zielgruppe zu Zielgruppe unterschiedlich sein kann. Und es geht darum, dass Kunden keine Produkte kaufen wollen, sondern sie erfüllen sich damit Wünsche und vielleicht auch den einen oder anderen Traum.
Deshalb ist inhaltlich auf Genauigkeit und Aussagekraft zu achten. Von hoher Bedeutung ist der USP (Unique Selling Point), der unverwechselbare Kundennutzen, vor allem dann, wenn das Produkt mit anderen vergleichbaren Artikeln auf dem Markt konkurriert.
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Grundsätzlich gibt eine Produktbeschreibung Auskunft über:
Material: Es ist entscheidend für die Haltbarkeit, Gebrauchsfähigkeit, Tragekomfort und mehr eines Produkts. Die Beschreibung ist im Hinblick auf den vermuteten Gebrauch zu verfassen.
Farbe: Aus der Farbpsychologie ist bekannt, dass Farben bestimmte Gefühlszustände auslösen. Das nicht nur, wenn wir sie direkt vor uns sehen, sondern auch wenn wir nur an sie denken. Rot lässt Kraft vermuten, Gelb / Orange zeigt sich von seiner harmonischen, freudvollen Seite. Grün vermittelt Beständigkeit und Sicherheit und Blau ist die Perfektion schlechthin. Zwischentöne wie braun, lila, rosa etc. werden oft auf den Zeitgeist abgestimmt eingesetzt. Farben können auch in Produktbeschreibungen (Icons, Bilder) eingesetzt werden, um die Kaufentscheidung zu beeinflussen.
Form: Ob es nun die Abmessungen von Möbelstücken, der Schnitt bei Bekleidungen oder die speziellen Sohlen von Schuhen sind: Der Kunde muss die Möglichkeit der Entscheidung haben, ob das Produkt in der Form seinen Bedürfnissen entspricht.
Preis: Der Preis spielt natürlich auch eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Ein preiswertes Produkt muss nicht immer billig sein. Für den Kunden ist es ein Maßstab, ob das Produkt „seinen Preis wert“ ist. Das wiederum ist eine individuelle Größe, die von Kunden zu Kunden unterschiedlich sein kann.
Lieferung: Ist das Gefühl gefestigt, dass das Produkt den Erwartungen entspricht, ist die Lieferfrist oft das Zünglein an der Waage, damit die Kaufentscheidung fällt.
Wie Produktbeschreibungen SEO-optimiert verfasst werden
Wie generell im Online-Marketing gilt auch für Produktbeschreibungen, dass ein leserfreundlicher Text die wichtigste Basis für SEO ist. Darüber hinaus sind folgende Punkte zu beachten:
Finden des richtigen Titels: Das ist der Teil, der dem Leser sofort ins Auge springt, Aufmerksamkeit und Neugier weckt. Der Einbau erfolgt in den „Title-Tag“ der Seite und sollte 60 Zeichen nicht überschreiten.
Meta-Description: Ebenfalls in den Header der Seite wird der „Description-Tag“ eingepflegt. Es handelt sich um eine kurze Beschreibung von ca. 140 Zeichen. Der Text wird auf der Suchergebnisliste (SERP) als sogenanntes Snipplet angezeigt. Zu empfehlen ist eine abschließende „Call to Action (CTA)“, eine Handlungsaufforderung, wie bspw. „Alle Details zu … hier lesen“.
Keine doppelten Inhalte verwenden (Duplicate Content): Bei Shops mit vielen Produkten ist die Versuchung groß, Texte einfach mittels „Copy and paste“ mehrfach zu verwenden. Aus zeitökonomischen Gründen verständlich. Suchmaschinen sehen das anders und strafen doppelte Inhalte mit einem schlechteren Ranking ab.
SEO-optimierte Bilder verwenden: Bilder benötigen ebenfalls einen Titel und eine Beschreibung. Die Darstellung auf dem Bild sollte passend zum Produkt sein. Im „ALT-Attribute“ des Bildes ist darauf einzugehen, was es darstellt und welchen Bezug es zum Produkt hat. „ALT“ steht für „Alternate“, da dieser Text dann erscheint, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Ebenso ist der ALT-Tag ein wichtiger Punkt für die Barrierefreiheit der Seite, da Reader diesen Text vorlesen. Beim Einbau von Bildern ist die Ladegeschwindigkeit zu beachten, deshalb ist Augenmerk auf das Format (webp, jpg, gif) und die Dateigröße zu richten. Bilder im Format 4:3 erhalten ein besseres Ranking, die Bildkante sollte 300 Pixel lang sein.
Mobile friendly: Fast 70 % aller Suchanfragen erfolgen mittlerweile über mobile Endgeräte (Tablets, Smartphones). Deshalb ist die Optimierung auf die mobile Darstellung eine der wesentlichen Aufgaben bei der Verfassung von SEO orientierten Produktbeschreibungen.
Nicht nur die Darstellung der Produkte ist suchmaschinengerecht zu gestalten, sondern auch die Kategorien, die Produkte zusammenfassen. Dort lassen sich ebenfalls Title- und Description-Tags einbauen. Ein weiterer Faktor ist die Definition von „Schwellen-Keywords“. Das sind jene Begriffe, die nicht ausschließlich für das Ranking auf der ersten Seite zuständig sind.
openPR-Tipp: Fremde Produktbeschreibungen können urheberrechtlich geschützt sein und dürfen ohne Zustimmung nicht einfach in das eigene Online-Shop übernommen werden.
7 Tipps, wie Sie eine perfekte Produktbeschreibung gestalten und optimieren
Die perfekte Produktbeschreibung ist die halbe Miete für den Erfolg eines Online-Shops. Eine gute Beschreibung sollte nicht nur die wesentlichen Merkmale des Produkts enthalten, sondern auch einen Einblick in das zu lösende Problem liefern und den Mehrwert, den es mitbringt. Die besten Produktbeschreibungen sind höflich, aber kraftvoll und vermitteln dem Leser einen Eindruck von dem Unternehmen, das das Produkt herstellt und / oder vertreibt. Perfekte Produktbeschreibungen sollten sich an diesen Punkten orientieren:
Geschichten erzählen: Egal ob es sich um die Marke oder das Produkt selbst handelt, – hinter allem steckt immer eine interessante Geschichte, die den Leser fesseln wird. Das ist die Chance, dem Kunden nicht nur Informationen zu liefern, sondern auch etwas Unterhaltung zu bieten. Generell lesen Menschen gerne Geschichten und die Methode des „Storytellings“ ist im Marketing ein beliebtes Werkzeug dazu.
Die Beschreibung gibt Klarheit darüber, wie das Produkt ein spezielles Problem löst, einen Wunsch erfüllt. So kann der Leser besser verstehen, warum er dieses Produkt braucht und wobei es ihm hilft.
Auf emotionale Aspekte setzen: Sie sind ein wichtiges Element in jeder guten Geschichte und ebenso in guten Produktbeschreibungen. Um einen Interessenten zum Kauf zu bewegen, ist es zu empfehlen auf die Kraft von emotionalen Worten zu setzen, anstatt der Aufzählung von reinen Fakten.
Was macht den Mehrwert des Produkts aus: Jedes Produkt hat einen meist individuell definierten Mehrwert, einen wichtigen Grund, warum der Kunde es haben will und wobei es ihm helfen wird. Auch wodurch es sich vom Wettbewerb unterscheidet, kann die Antwort auf die Frage nach dem Mehrwert sein.
Klischees vermeiden: Oft werden diese als langweilig und ermüdend empfunden. Die Produktbeschreibung sollte neue Informationen liefern, anstatt sattsam Bekanntes aufzuzählen.
Struktur folgt dem AIDA-Prinzip: Aus der Marketingwelt bekannt wird diese Formel vielfach verwendet, um Kunden durch den Kaufprozess zu führen. Die einzelnen Buchstaben bedeuten:
A: Attention (Aufmerksamkeit erregen)
I: Interest (Interesse wecken)
D: Desire (Wunsch es zu besitzen)
A: Action (Kaufhandlung)
openPR-Tipp: Bestimmte Produktgruppen unterliegen in der EU der CE-Kennzeichnungspflicht. Dazu gehören vor allem Elektrogeräte, Spielzeug oder Bauprodukte. Werbung mit der CE-Kennzeichnung gilt jedoch als wettbewerbswidrige Werbung mit einer Selbstverständlichkeit und sollte in einer Produktbeschreibung unbedingt vermieden werden.
Beispiele
mymuesli.com verwendet in seinem Online-Shop Icons, um die wichtigsten Eigenschaften ihrer Produkte übersichtlich zu vermitteln. Wichtige Informationen im Text sind für den Leser hervorgehoben. Anschließend an den Haupttext befinden sich kurze Absätze mit weiterführenden Infos und ansprechendem Bildmaterial.
BODEN: Die Produktbeschreibungen vermitteln das Gefühl von Luxus, Qualität und Alltagstauglichkeit zugleich und machen dadurch die Kleiderstücke zu einem Must-have in jedem Kleiderschrank. Die individuellen Ansprüche und Vorlieben der Kunden werden durch eine große Auswahl an Mustern und Farben berücksichtigt.
OralB: Die Produktdarstellung schlägt einen sachlichen Ton an. Die Produktbeschreibung ist faktenorientiert; die praktischen Features und Vorteile des Produkts werden hervorgehoben.
openPR-Tipp: Amazon beispielsweise hat genaue Anforderungen an seine Händler hinsichtlich der Produktbeschreibung (Formatierung, Richtlinien, Optimierung) formuliert, die beim Einstellen der Produkte auf der Plattform beachtet werden müssen (vgl. Anfängerleitfaden für Verkaufen bei Amazon).
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Inhalt
Marketing
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Interesse wecken; die für die Zielgruppe wichtigsten Fakten nennen; kann auch Aufzählung sein.
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Ergänzende Informationen:
o Insgesamt 270 km Schipisten
o 200 Schneekanonen
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o Nächster Flughafen (Salzburg): 70 km
o Familienfreundliche Unterkünfte
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Fazit: Ihr Produkt ist es wert
Eine Produktbeschreibung ist eine kurz gehaltene Darstellung des angebotenen Artikels, die dem Kunden hilft, sich ein umfassendes Bild vom Produkt seiner Wahl zu machen und ihn so bei der Kaufentscheidung unterstützt. Deshalb enthält eine Produktbeschreibung möglichst viele relevante, auf die Zielgruppe bezogene Informationen. Es gilt das „goldene Mittelmaß“ hinsichtlich der Länge zu finden. Gute Produktbeschreibungen umfassen in der Regel 200 bis 400 Wörter, sind gut strukturiert und verwenden „Bullets“ für erforderliche Aufzählungen. Der Text vermittelt zwar auch fachliche Informationen, sollte jedoch die Emotionen der Leser ansprechen. Ein guter Leitfaden dazu ist die AIDA-Formel, die aus dem Marketing bekannt ist.