Hintergrund:
Das staatliche aserbaidschanische Energieunternehmen SOCAR (www.socar.az) mit Sitz in Baku und 80 000 Mitarbeitern weltweit fördert derzeit mit seinen Partnern 29,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr aus den Tiefen des Kaspischen Meeres. Im Jahr 2020 soll die Förderung auf 50 bis 55 Milliarden Kubikmeter steigen. Die bis dato bekannten Erdgas-Reserven Aserbaidschans betragen 2,6 Billionen Kubikmeter. Die Erdölreserven Aserbaidschans, die ebenso von SOCAR gefördert werden, betragen knapp 10,5 Milliarden Barrel (circa 1,5 Milliarden Tonnen). Bis 2025 wird SOCAR 65 Milliarden US-Dollar im In-und Ausland investieren. Die Gewinne aus dem Verkauf von Erdöl und Erdgas fließen in den staatlichen aserbaidschanischen Ölfonds SOFAZ. Im SOFAZ liegen 36 Milliarden US-Dollar für die Zukunft des Landes bereit. Was mit dem Kapital geschieht, liegt in der Hand des aserbaidschanischen Parlaments. Viel Geld fließt in Infrastrukturprojekte und in Hilfen für die Flüchtlinge aus den armenisch besetzten Gebieten in und um Berg-Karabach. Laut UN-Resolutionen gehören Berg-Karabach und sieben weitere Bezirke völkerrechtlich zu Aserbaidschan. Armenien hält damit noch immer völkerrechtswidrig 20% des aserbaidschanischen Staatsgebietes besetzt.