Heidelberg. Lust auf Sandkastenspiele im Dienst der Wissenschaft? Noch bis Montag, 8. Dezember 2025 können sich kreative, interdisziplinäre Teams über Fachgrenzen und Karrierestufen hinweg bei der Klaus Tschira Stiftung um einen „Sandpit“ im Studio der Villa Bosch in Heidelberg bewerben. Ziel ist es, wortwörtlich mit Ideen zu spielen wie in einem Sandkasten und dabei gemeinsam neue Forschungsansätze in Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik zu entwickeln. Mehr dazu von Programm-Managerin Forschung Dr. Saskia Haupt im Interview.
Was b…
Das Forschungsteam um Prof. Dr. Kenneth Dumack, Professor für Aquatische Ökosystemanalyse an der Universität Koblenz, konnte zeigen, dass räuberische Einzeller – sogenannte Schalenamöben der Gattung Arcella – in der Lage sind, problematische fadenförmige Bakterien in Kläranlagen auf natürliche Weise in Schach zu halten. Diese Bakterien, vor allem Candidatus Microthrix parvicella, verursachen weltweit das Phänomen des Schlammauftriebs, das die Reinigungseffizienz von Abwasseranlagen stark beeinträchtigt und hohe Umweltschädigungs- sowie Kosten…
Zahlreiche internationale Medienvertreter hatten sich am 10. Dezember 2015 um die Mittagszeit im Kontrollraum versammelt, um den Start von Wendelstein 7-X mitzuerleben. Zusätzlich waren mehrere internationale Fusionslaboratorien live per Videostream zugeschaltet, als die Betriebsmannschaft von Wendelstein 7-X zum ersten Mal ein Milligramm Heliumgas in das ausgepumpte Plasmagefäß einspeiste und die Mikrowellenheizung anschaltete. Über eingebaute Kameras erschien das erste Plasma. Die Messgeräte verzeichneten eine eingespeiste Leistung von 1,3…
Das Projekt „The Global Landscapes of Muslim Lives: Latin American and Caribbean Intersections“ verfolgt das Ziel, muslimische Lebenswelten in Lateinamerika, der Karibik und ihren Diasporas umfassend zu erfassen und zu analysieren. Dazu werden ethnografische Forschungen, also Forschungen, um menschliches Handeln und soziale Strukturen im täglichen Umfeld zu verstehen, in verschiedenen Ländern durchgeführt, um lokale Gemeinschaften und ihre transnationalen Netzwerke sichtbar zu machen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der Wechselwirk…
Die Studie „Applying Classical Migration Theories to Forced Displacement: The Case of Displaced Ukrainians in Berlin, Warsaw, and Budapest“ ist gerade in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschienen und online abrufbar: https://link.springer.com/article/10.1007/s11577-025-01034-9
Zu welchem Zeitpunkt Menschen ihre Heimat im Krieg verlassen, welches Ziel sie ansteuern und ob sie dort oder woanders ankommen – all das hängt von einer ganzen Reihe von Triebfedern ab: Bin ich unmittelbar bedroht oder noch vergleichsweise…
Warum ist Weihnachten aus entwicklungspsychologischer Sicht für Kinder, Eltern und Familien so besonders?
Aus entwicklungspsychologischer Sicht sind Wärme, Geborgenheit und vertraute Routinen zentrale Bausteine für sichere Bindungen. Die Bindungstheorie zeigt, dass ein feinfühliges und verlässliches Eingehen auf die Bedürfnisse eines Kindes („contingent responsiveness“) wesentlich für seine gesunde Entwicklung ist. Weihnachten bietet einen passenden Rahmen, um diese Erfahrungen zu vertiefen und Verbundenheit zu stärken.Gleichzeitig erleben K…
Das Saterfriesische ist eine der kleinsten Sprachinseln Europas. Diese letzte verbliebene Ausprägung des Ostfriesischen hält sich bis heute in der rund 14.000 Einwohner zählenden Gemeinde Saterland im Nordwesten des niedersächsischen Landkreises Cloppenburg. Schätzungen zufolge sprechen noch rund 1.500 bis 2.000 Menschen Saterfriesisch – Tendenz sinkend. Welche Faktoren entscheidend dafür sind, dass die Minderheitensprache immer seltener an die nächste Generation weitergegeben wird, untersuchen Projektleiter Prof. Dr. Jörg Peters, Janna Sande…
Eine neue Studie unter der Leitung der Universität Wien und des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven zeigt, wie die Augen ausgewachsener Meeres-Ringelwürmer während ihres gesamten Lebens weiterwachsen – angetrieben von einem Ring aus neuralen Stammzellen, der an die Augen von Wirbeltieren erinnert. Darüber hinaus reagieren diese Stammzellen auf Umgebungslicht. Die in Nature Communications veröffentlichte Studie bietet neue Einblicke in die Grundprinzipien der Augenentwicklung und die Rolle des Lichts bei der Formung des erwachsenen Nervens…
Vor rund 12.000 Jahren endete die letzte Eiszeit, die globalen Temperaturen stiegen an, die Jungsteinzeit begann, und die Menschen wurden sesshaft. Welchen Einfluss das Südpolarmeer rund um die Antarktis dabei spielte, zeigt ein internationales Forschungsteam in einer neuen Studie, die heute im Fachjournal Nature Geoscience erscheint.
Unter Leitung von Dr. Huang Huang vom Laoshan Laboratory in Qingdao und mit Beteiligung von Dr. Marcus Gutjahr, Geochemiker am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, rekonstruierte das Team die räuml…
Die Europäische Union und Deutschland haben sich zum Ziel gesetzt, bis zur Mitte des Jahrhunderts klimaneutral zu sein. Ein zentraler Baustein hierfür ist die Energiewende, die gerade in den letzten Jahren ambitioniert vorangetrieben wurde. Die damit verbundenen Maßnahmen haben jedoch auch erhebliche soziale und verteilungspolitische Herausforderungen geschaffen. Heftig diskutiert wurden zum Beispiel der CO₂-Preis oder die Vorgaben für den Einsatz erneuerbarer Energie beim Einbau neuer Heizungen.
Die „soziale Frage“ rückt daher beim Klimasch…
Die indische Wissenschaftsjournalistin Monika Mondal ist die nächste „Journalist in Residence“ am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Sie wird im Februar 2026 ans Institut kommen.
Mondal ist eine aufstrebende, aber bereits preisgekrönte Wissenschaftsjournalistin aus Delhi (Indien). Mit Studienabschlüssen in Elektronik und Nachrichtentechnik sowie in Entwicklungsforschung ist sie als Freelancerin tätig und hat seit 2020 Artikel in „Nature“, „C&En“, „Wired“, „The Guardian“ und „The Hindu“ veröffentlicht. Sie erhielt ein Stip…
Im Verbundprojekt „LuKaS – Landwirtschaft und Katastrophenschutz“ https://www.hswt.de/forschung/projekt/2687-lukas wird untersucht, wie landwirtschaftliche Betriebe künftig nicht nur zur Ernährungssicherung beitragen, sondern auch als dezentrale Anlaufstellen im Katastrophenfall dienen können. Ziel ist es, sogenannte landwirtschaftliche Katastrophen-Leuchttürme zu entwickeln, die im Falle von Stromausfällen, Hochwasser oder anderen Krisenszenarien eine sichere Versorgung und Kommunikation gewährleisten. Christoph Bader https://www.hswt.de/per…
Herr Dr. Becker, warum muss die BGZ als Betreiberin der Zwischenlager überhaupt forschen?
Die Genehmigungen für unsere Zwischenlager sind auf 40 Jahre befristet und laufen ab 2034 sukzessive aus. Bereits im nächsten Jahr stellen wir den ersten Genehmigungsantrag für die Aufbewahrung der radioaktiven Abfälle am Standort Gorleben über das Jahr 2034 hinaus. In diesen Verfahren werden wir die Sicherheit der Zwischenlagerung nach jeweils aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik nachweisen.
Es gibt schon viele Daten und Vorhaben, die wir für …
„Ganztagsschulen stehen in Deutschland vor der Herausforderung, Bildung und Betreuung auf hohem Niveau in einem sich stetig wandelnden Umfeld zu gestalten. Unsere Bücher stellen Fachberatungen und Schulen Hands-on-Werkzeuge zur Verfügung, mit denen sie unmittelbar an der Qualitätsentwicklung im Ganztag arbeiten können“, erläutert Amina Kielblock vom DIPF, Erstautorin der Publikationen. Die Bücher sind in langjähriger und enger Zusammenarbeit zwischen Forschung und Schulen im Rahmen der vom DIPF verantworteten wissenschaftlichen Begleitung der…
Tobias Ide wird am PRIF den Programmbereich „Transnationale Politik“ leiten, an dem Konfliktdynamiken grenzübergreifender Phänomene, wie Klimawandel, Terrorismus und technologischer Wandel, erforscht werden. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Klimawandel und Sicherheit, der Bedeutung der Umwelt für Friedensprozesse, transnationalen Rebellengruppen sowie der Rolle von Bildung in Konfliktkontexten. Aufgrund seiner Expertise wird er zudem die stellvertretende Leitung der Forschungsgruppe „Ökologie, Klima und Konflikt“ am PRIF übe…
Auf diese Weise ehrt die Akademie Albert Einstein, eines der prominentesten Mitglieder der vormaligen Preußischen Akademie der Wissenschaften, in deren Tradition auch die heutige BBAW steht.
Nach Grußworten von Manja Schüle (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg) und Ina Czyborra (Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin) berichtete Akademiepräsident Christoph Markschies unter dem Titel „Kulturerbe – was (ver-)erbt die Akademie und wie sollte sie damit umgehen?“ von drängenden Fra…
Während der Schoah wandten sich Tausende verfolgter jüdischer Menschen in Bittschreiben an den Papst. Sie schilderten eindrücklich und teilweise ausführlich ihre Lebenssituation und das erfahrene Leid. Die Briefe zeugen aber auch von der Hoffnung auf Rettung. Sie wurden von Männern, Frauen und Jugendlichen aus ganz Europa geschrieben und bilden ein breites Spektrum von Jüdisch-Sein vor und während der Zeit des Nationalsozialismus ab. Die Bittschreiben selbst, aber auch die Dokumente zu den Reaktionen des Vatikans und den dahinterstehenden int…
„Ich freue mich sehr, die Arbeit im DZIF-Vorstand weiterführen zu können“, erklärt Prof. Dirk Busch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene an der Technischen Universität München (TUM). Er wurde von der Mitgliederversammlung am 25.11.2025 in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender bestätigt. „Und noch mehr freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit den alten und neuen Vorstandskollegen und -kolleginnen – ich gratuliere allen herzlich zur Wahl!“, so Prof. Busch.
Prof. Busch engagiert sich seit der Gründungs…
Das Akademienprogramm dient der Erschließung, Sicherung und Erforschung weltweiter kultureller Überlieferungen. Es ist derzeit das größte Langzeit-Forschungsprogramm für geistes- und sozialwissenschaftliche Grundlagenforschung der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Akademienunion koordiniert. Eine Chance auf Förderung haben nur exzellente Projekte von hoher wissenschaftlicher Relevanz mit einer Dauer von zwölf bis 25 Jahren. Die Finanzierung wird zur Hälfte vom Bund, zur Hälfte von den Ländern bereitgestellt.
Mit den vier neu ausgewä…
131/2025 28.11.2025
Zum Hintergrund: Im Sommer dieses Jahres hatte eine Findungskommission, gebildet aus Senatsmitgliedern und Mitgliedern des Hochschulrats, Bewerberinnen und Bewerber für das Rektorenamt zur Vorstellung eingeladen. Die Kommission entschied, nur Prof. Menzel-Riedl für das Amt vorzuschlagen, woran sich nun die Abstimmung durch Senat und Mitglieder des Hochschulrats anschloss. Was jetzt, nach der erfolgreichen Wahl von Prof. Menzel-Riedl folgt, sind Verhandlungen über bestimmte verwaltungstechnische Fragen. Erst wenn diese Ges…