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Landwirtschaft als Dienstleister im Katastrophenschutz

(openPR) Im Verbundprojekt „LuKaS – Landwirtschaft und Katastrophenschutz“ https://www.hswt.de/forschung/projekt/2687-lukas wird untersucht, wie landwirtschaftliche Betriebe künftig nicht nur zur Ernährungssicherung beitragen, sondern auch als dezentrale Anlaufstellen im Katastrophenfall dienen können. Ziel ist es, sogenannte landwirtschaftliche Katastrophen-Leuchttürme zu entwickeln, die im Falle von Stromausfällen, Hochwasser oder anderen Krisenszenarien eine sichere Versorgung und Kommunikation gewährleisten. Christoph Bader https://www.hswt.de/person/christoph-bader (HSWT, Zentrum für Forschung und Wissenstransfer https://www.hswt.de/forschung/forschungseinrichtungen) und Prof. Dr. Heinz Bernhardt ( https://www.lse.ls.tum.de/ast/startseite/) leiten das Projekt.

Potenzialanalyse und Praxistest auf dem Hof

Das Forschungsteam prüft, in welchem Umfang landwirtschaftliche Betriebe als Katastrophen-Leuchttürme (KAT-Leuchttürme) in den Katastrophenschutz integriert werden können. Im Fokus stehen Vorteile einer Integration, notwendige Ressourcen für Ernährungssicherung und Tiernotversorgung sowie die Organisation von Notfallkommunikation, Kühl- und Wärmeräumen und Transporten. Zudem werden rechtliche, organisatorische und technische Rahmenbedingungen beleuchtet, die für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend sind.

HSWT und TUM arbeiten hierzu mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an einer umfassenden Potentialanalyse. Geplant sind eine Bewertungsmatrix für Betriebe, Umfragen, Besichtigungen und Interviews. Das Projekt LuKaS baut auf den Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt „Cow Energy“ https://www.hswt.de/forschung/projekt/1052-cow-energy auf, in dem weltweit erstmals ein On-Farm-Energie-Management-System entwickelt wurde, das Tierwohl und Tierverhalten berücksichtigt. Dieses wird nun weiterentwickelt und eine unabhängige Kommunikationsplattform konzipiert. Den Praxistest liefert eine Katastrophenschutz-Demonstration in einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Symposium zum Projektauftakt

Am 20. November 2025 fand auf dem HSWT-Campus Weihenstephan das Auftaktsymposium zum Projekt statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Politik, Wirtschaft und Katastrophenschutz diskutierten Chancen und Herausforderungen der Landwirtschaft als Dienstleister im Katastrophenschutz. Den Nachbericht zum Symposium finden Sie auf dieser Website des Hans-Eisenmann-Forums (TUM) https://www.hef.tum.de/hef/aktuelles/nachrichten/details/article/zusammenarbeit-fuer-den-katastrophenschutz/.

Weitere Informationen

Das Forschungsprojekt wird vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gefördert und läuft von Juli 2025 bis Ende 2027. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf dieser HSWT Website https://www.hswt.de/forschung/projekt/2687-lukas.

Gerne vermitteln wir auf Anfrage einen Interviewtermin mit Promovend Christoph Bader und Prof. Dr. Heinz Bernhardt.

Verfasserin: Amanda Murtezaj, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Christoph Bader, MSc.
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
Zentrum für Forschung und Wissenstransfer
https://www.hswt.de/person/christoph-bader

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