Ein großer Teil der Kohlenstoffdioxid-Emissionen, die durch menschliche Aktivitäten in die Atmosphäre gelangen, wird in den oberen Schichten des Ozeans absorbiert. Dieser wird dadurch zunehmend saurer. Kleinstorganismen wie Plankton, welches die Basis der marinen Nahrungskette bildet und an der Meeresoberfläche lebt, ist besonders gefährdet. Jedes Lebewesen im Ozean hinterlässt Spuren: sie sinken auf den Ozeanboden und lagern sich dort Schicht für Schicht ab. So werden sie zu Zeugen vergangener Umweltbedingungen. „An Meeresablagerungen vergan…
Die FernUniversität in Hagen stärkt gemeinsam mit dem Wuppertal Institut ihr Profil im Bereich Nachhaltigkeitsforschung durch die Einrichtung einer gemeinsamen Professur: Zum 1. Oktober 2025 tritt Prof. Dr. Henning Wilts die Professur „Circular Society“ an. Diese ist in der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften angesiedelt und arbeitet eng im Forschungsschwerpunkt Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit mit. Sie wird gemeinsam mit dem Wuppertal Institut getragen, wo Wilts weiterhin die Abteilung Kreislaufwirtschaft leitet.
„Wir freuen uns s…
Weltweit nehmen die Fischbestände ab. Globale Umweltveränderungen, wie etwa die Erwärmung von Gewässern, gelten dabei als zentrale Ursache. So sind zwischen 1970 und 2020 im weltweiten Durchschnitt die Bestände wandernder Süßwasserfische um rund 80 Prozent zurückgegangen. Ein deutliches Warnsignal für klimawandelbedingte Veränderungen in unseren heimischen Gewässern ist, dass die Bachforelle – charakteristisch für unsere Bäche und Flüsse – 2023 erstmals auf der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft wurde.
Wissen für nachhaltige…
Die Amtszeit von Luc De Meester war durch eine Reihe richtungsweisender Entwicklungen geprägt. Dazu zählt insbesondere die erfolgreiche Einwerbung des Sondertatbestands „Prädiktive Ökologie im Anthropozän“, der das Forschungsprofil des IGB nachhaltig stärkt. Forschende des IGB gehen darin der Frage nach, wie Binnengewässer und ihre Ökosysteme auf globale Veränderungen – von Dürren und Überschwemmungen über Landnutzungswandel bis hin zur Urbanisierung – reagieren werden. Sie untersuchen auch, welche naturbasierten Lösungen und Managementmaßnah…
Das Vorlesungsprogramm für das Wintersemester 2025/26 bietet interdisziplinäre Diskussionen, inspirierende Vorträge sowie spannende Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen. Ob Studierende, Mitarbeitende der Universität sowie die interessierte Hamburger Öffentlichkeit – das Angebot steht allen Interessierten offen.
Das Programm ist dabei aktuell und vielseitig. So beschäftigen sich die Vorlesungen „Der Hase Cubo und das Lama: Der Karneval der Tiere“ und „Interkulturelle Bildung“ mit kultureller Vielfalt und interkulturellem Le…
Die Ständige Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in einer Stellungnahme eine wesentliche Neujustierung bei den Genehmigungsverfahren für Tierversuche gefordert. Diese sei notwendig, um die in Deutschland geltenden hohen Standards des Tierschutzes in der tierexperimentellen Forschung mit der Förderung von Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftssystems zu vereinen. Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen könne die Wissenschaft ihrem gesellschaftlichen Forschungsauf…
Wie lassen sich digitale Aufgaben im Schulunterricht so gestalten, dass sie Lehren, Lernen und Prüfen nachweislich verbessern? Diese Frage steht am 8. und 9. Oktober im Zentrum der AQUA-d Conference 2025 an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA). Unter dem Titel „Advancing Digital Task Efficacy: International Perspectives on Technology-Enhanced Education“ (Wie sich die Wirksamkeit digitaler Aufgaben verbessern lässt: Internationale Perspektiven zu technologiegestützter Bildung) bringt die internationale Tagung Forschende aus Bildungswi…
Die Infektion ist vorbei, doch die Symptome bleiben: Weltweit leiden Millionen Menschen unter Post-COVID. Mehr als 200 Symptome sind inzwischen bekannt, sie können nahezu jedes Organ betreffen: Herz oder Lungen, Nieren oder Magen-Darm-Trakt, Sinnessystem oder Stoffwechsel, Muskeln oder Gehirn. Betroffene schildern etwa Muskel- und Brustschmerzen, Atemnot, Husten, Gedächtnis-, Schlaf-, Riech- und Geschmacksstörungen oder Herzklopfen. Zu den häufigsten Spätfolgen gehören kognitive Defizite und Erschöpfungszustände wie das Fatigue-Syndrom. Die B…
Mit einer Begrüßung per Video wendet sich Christoph Schneider am ersten Tag seiner achtjährigen Amtszeit an die Studierenden und Beschäftigten der Universität Hohenheim. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben als Rektor der Universität Hohenheim, auf das Kennenlernen und die gemeinsame Zeit mit Ihnen allen“, sagt er darin. Ihn beeindrucke das „unglaubliche Engagement, das man auf allen Ebenen spürt – dieser Hohenheim Spirit, den ich bereits in der Vorbereitung auf den heutigen Tag selbst erleben durfte.“
Seine Aufgabe als Rektor sehe er dari…
Intelligente Energiekonzepte für mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
Zu Beginn der Analyse haben die Mitarbeitenden des Energieforschungsinstituts den aktuellen Energieverbrauch des Unternehmensstandorts ausgewertet und unter Berücksichtigung der geplanten Elektrifizierung (z.B. erweiterte E-Transportflotte, elektrifizierten Gabelstaplern sowie Mitarbeiterladesäulen) für die Zukunft hochgerechnet. Auf Basis der vorhandenen Netzdaten wurde ein stündliches Modell für den zukünftigen Lastverlauf erstellt. Parallel dazu simulierten die CA…
In der digitalen Welt wachsen Datenmengen rasant. Viele Daten sind zu groß oder zu komplex für klassische Datenbanksysteme. Big-Data-Architekturen schaffen Abhilfe. Sie ermöglichen die Erfassung, Analyse und Nutzung umfangreicher Datenbestände, vor allem für Künstliche Intelligenz und Data Science. Was ist das Problem? Eine Voraussetzung für solche Architekturen ist eine skalierbare IT-Infrastruktur.
Im Projekt BiT SEA-SH entwickeln die Technische Hochschule Lübeck, die Universität zu Lübeck, die Kontor Business IT GmbH und die Wirtschaftsfö…
Produktiver soll die Haltung sein, wenn Weideland eine große Vielfalt an Gräsern, Kräutern sowie Leguminosen wie Klee und Lupinen aufweist. Mit einer Meta-Analyse auf der Grundlage verschiedener Studien hat ein Forschungsteam der Universität Göttingen diese Strategie überprüft. Das Ergebnis: Wie vielfältig das Weideland ist, wirkt sich laut Studie nicht auf die Milchproduktion aus und auch nicht auf die Emissionen des Treibhausgases Methan, das Kühe vor allem beim Rülpsen ausstoßen. Ein höherer Anteil an Leguminosen kann hingegen die Milchpro…
Transformationsprozesse wie Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischer Wandel verändern die Struktur der Wirtschaft und den Arbeitsmarkt fundamental. Das ebenfalls heute veröffentlichte Positionspapier des diesjährigen Bildungspolitischen Forums skizziert, welche Aufgaben auf das Bildungssystem durch den ständigen Wandel zukommen und welche Fähigkeiten es vermitteln muss.
„Es geht darum, Menschen in die Lage zu versetzen, von den Chancen des andauernden Strukturwandels zu profitieren“, sagt Prof. Dr. Silke Anger vom Institut für Ar…
Neue EU-Grenzwerte für Blausäure stellen Lebensmittel und Futtermittelproduzenten vor große Herausforderungen. Leinsamen, Bittermandeln und Aprikosenkerne enthalten von Natur aus cyanogene Glykoside, die Blausäure freisetzen können. „Leinsamen können beim Zermahlen, Pressen und beim Kontakt mit Wasser geringe Mengen an Blausäure freisetzen. Diese Verbindungen müssen durch angepasste Prozesse aus dem Presskuchen entfernt werden. Leinöl selbst ist frei von Blausäure“, erklärt Christin Lehmann, stellvertretende Geschäftsführerin der Ölmühle Dörn…
Die Sektion A vereint aktuell 23 Institute aus den Bereichen Geisteswissenschaften, Bildungsforschung sowie Forschungsmuseen und bündelt deren Expertise in zentralen gesellschaftlichen Themenfeldern. Im Fokus stehen die drei thematischen Schwerpunkte: „Bildung als Potenzial“, „Geschichte als Gegenwartsressource“ und „Kulturelles Erbe und digitaler Wandel“. Die Sektionsinstitute arbeiten dabei eng vernetzt und disziplinübergreifend zusammen.
Neben ihrer Mitgliedschaft im Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft und in einzelnen Senatsausschüssen be…
Zur Preisverleihung lädt die Universitätsgesellschaft des Saarlandes in Kooperation mit dem Graduiertenprogramm der Universität des Saarlandes ein. Nach der Begrüßung durch Universitätspräsident Ludger Santen stellen die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung in kurzweiligen Vorträgen vor.
Die Festrede hält Dr. Jens Ewen, selbst Träger des Eduard-Martin-Preises (2010). Der heutige Vizepräsident für Digitalisierung und Internationalisierung an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar beleuchtet die Frage: „Wer ge…
Zum 1. Oktober startet die Hochschule Macromedia als Macromedia University in eine neue Phase ihrer Entwicklung. Mit neuem Namen, einem Logo-Refresh und dem Sitzlandwechsel nach Brandenburg schärft sie ihr Profil als eine der führenden privaten Hochschulen Deutschlands und als aktiver Teil der internationalen akademischen Gemeinschaft.
Die Umbenennung in Macromedia University of Applied Sciences ist ein bewusster Schritt, um die Marke klarer und verständlicher zu positionieren. Für die wachsende Zahl nationaler wie internationaler Studierend…
Mikro- und Nanoplastik in Böden sind ein wachsendes Umweltproblem. Inwieweit landwirtschaftlichen Nutzpflanzen diese Partikel aufnehmen und ob sie dadurch in Nahrungsmittel gelangen, war bislang schwer nachzuweisen. Das liegt daran, dass sie selbst mit hochauflösenden Mikroskopen nur schwer von Pflanzenbestandteilen und mineralischen Partikeln zu unterscheiden sind. Ein Team um Johannes Rattenberger, der am Institut für Elektronenmikroskopie und Nanoanalytik der TU Graz sowie am Zentrum für Elektronenmikroskopie forscht, hat nun eine Methode …
Wenn es um digitale Sicherheit geht, fühlen sich viele Nutzende schlicht überfordert. Jedes neue vernetzte Gerät schafft potenzielle Angriffsflächen. Während in Unternehmen eigene Abteilungen mit Kompetenz im Bereich Digitalisierung und digitaler Sicherheit über die Einführung und Nutzung neuer Technologien wachen, fehlt es in privaten Haushalten oft an Wissen, Ressourcen und struktureller Unterstützung.
Die Europäische Union hat den Monat Oktober zum Monat für Cybersicherheit erklärt, um auf die Dringlichkeit des Problems aufmerksam zu mach…
Frankfurt am Main, 01.10.2025 - Ab dem 1. Oktober 2025 sind Psychotherapeut:innen verpflichtet, die elektronische Patientenakte (ePA) ihrer Patient:innen mit relevanten Dokumenten zu befüllen. Vielen Menschen ist jedoch nicht bewusst, dass auch sensible Psychotherapie-Daten automatisch in der Akte gespeichert werden – es sei denn, sie widersprechen aktiv.
„Die Einführung der ePA ist ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen, vernetzten Gesundheitsversorgung. Doch gerade im sensiblen Bereich der Psychotherapie müssen Patient:innen umfassend…