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Fische im globalen Wandel: Internationale Fachtagung an der RPTU

01.10.202510:24 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Fische im globalen Wandel: Internationale Fachtagung an der RPTU

(openPR) Weltweit nehmen die Fischbestände ab. Globale Umweltveränderungen, wie etwa die Erwärmung von Gewässern, gelten dabei als zentrale Ursache. So sind zwischen 1970 und 2020 im weltweiten Durchschnitt die Bestände wandernder Süßwasserfische um rund 80 Prozent zurückgegangen. Ein deutliches Warnsignal für klimawandelbedingte Veränderungen in unseren heimischen Gewässern ist, dass die Bachforelle – charakteristisch für unsere Bäche und Flüsse – 2023 erstmals auf der Roten Liste Deutschlands als „gefährdet“ eingestuft wurde.

Wissen für nachhaltige Fischerei

Die damit einhergehenden Herausforderungen adressiert die 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI), deren Fokus auf „Fische im globalen Wandel“ liegt. Über 80 Forschende, Behörden- und Praxisvertreter aus allen Bereichen der Ichthyologie stellen in 46 Beiträgen ihre aktuellen wissenschaftlichen Ergebnisse und Arbeitsschwerpunkte vor. Mit-Organisator Thomas Schmidt von der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) der RPTU betont: „Der globale Wandel beeinflusst weltweit Fischbestände und deren Umwelt. Ziel der Tagung ist es, die durch den Wandel bedingten Veränderungen der Fischfauna auf lokaler bis globaler Ebene wissenschaftlich zu diskutieren und sich auszutauschen. Nur so können wir die Wissensbasis für den langfristigen Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Fischbeständen schaffen.“

Welche Maßnahmen sind sinnvoll?

Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Fischerei und Gesellschaft werden sich interdisziplinär austauschen: Professor Ralf Schulz, an der RPTU Leiter der Arbeitsgruppe Ökotoxikologie und Umwelt und der Ökosystemforschung Anlage Eußerthal, geht im Rahmen seiner Forschung beispielsweise der Frage nach, welche Auswirkungen ein Rückgang von Wasserpegeln auf die Schadstoffkonzentration in Gewässern hat.

Geoökologe Thomas Schmidt wiederum erforscht die genetische Diversität von Bachforellen: „Wobei genetische Diversität als eine Fähigkeit von Arten verstanden werden kann, sich an verändernde Umweltbedingungen anzupassen“, wie er betont. Derzeit beobachte man global einen Verlust an genetischer Diversität: „Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt zu handeln.“ Renaturierung sei eine Gegenmaßnahme – also das Versetzen des „Fisch-Lebensraums“ in einen naturnäheren Zustand. „Fische werden hierbei gezielt ausgesetzt.“ Schmidt geht aber auch der Frage nach, unter welchen Bedingungen es sinnvoll ist, bestimmte Fische in wärmer werdende Gewässer wieder anzusiedeln. Genauer gesagt: „Wir untersuchen, mit welchen Fischarten man bei einer Renaturierung überhaupt arbeiten kann.“

Öffentliche Podiumsdiskussion richtet sich an ein breites Publikum

Zum inhaltlichen Auftakt der mehrtägigen Veranstaltung findet am Donnerstag, 9. Oktober 2025, um 15:30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion im Audimax der RPTU in Landau statt. Auch hier thematisieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze aus ökologischer, gesellschaftlicher und politischer Perspektive. Organisiert wird die Diskussion im Kontext des EU-Interreg-Projekts RiverDiv, das den nachhaltigen Schutz der Biodiversität und Gewässerqualität an der deutsch-französischen Wieslauter zum Ziel hat (https://nuw.rptu.de/projekte/riverdiv). Die Podiumsdiskussion ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Thomas Schmidt
Ökosystemforschung Anlage Eußerthal (EERES) - eine Einrichtung der RPTU Kaiserslautern-Landau
E-Mail: E-Mail

Prof. Dr. Ralf Schulz
iES Landau, Institut für Umweltwissenschaften
E-Mail: E-Mail

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